19.04.2018 - 17:36 Uhr
NabburgOberpfalz

Grundsteinlegung für die Caritas-Sozialstation Neuer Stützpunkt für die Pflege

Es ist eine beherzte Entscheidung, eine neue Caritas-Sozialstation zu bauen. "Dass wir diesen mutigen Schritt miteinander gehen und dass der Bau nun bereits konkrete Formen annimmt, schien bis vor etwa fünf Jahren undenkbar", betont Pfarrer Hannes Lorenz bei der Grundsteinlegung.

Freude über den Fortschritt des Projektes wird sichtbar, nachdem der Grundstein gelegt ist. Bei der Einmauerung der Zeitkapsel wurden Vorsitzender Hannes Lorenz (Dritter von rechts), Geschäftsführer Gerhard Eilers (Vierter von rechts), Pflegedienstleiterin Kerstin Neidl (Zweite von rechts) und Vorstandsmitglied Annemarie Brunner (links) durch Ehrengäste unterstützt: Dr. Robert Seitz (rechts), Bürgermeister Armin Schärtl (Vierter von links) und Pfarrer Johann Spitzhirn (Dritter von links). Den Schlussstein
von Sepp FerstlProfil

"Mit unserem Grundstein dürfen wir heute sichtbar auf dem aufbauen, was in Jahrzehnten in den verschiedenen Krankenpflegevereinen der Pfarreien des Dekanats Nabburg geleistet und dann vor 34 Jahren in die Caritas-Sozialstation Nabburg gebündelt wurde." Nach Pfarrer Hannes Lorenz, dem Vorsitzenden der Sozialstation, sei es die Sorge um die kranken, alten und pflegebedürftigen Menschen in den Familien, Ortschaften und Pfarreien.

Mutiges Vorausdenken

War es anfangs noch eine kleine Anzahl von Menschen, die von einzelnen Ordensschwestern besucht und betreut wurden, so zeigte sich in dieser Zeit mehr und mehr, dass die ambulante Krankenpflege eine in zunehmendem Maße fordernde gesellschaftliche Aufgabe darstelle. "Was damals in kleinsten Anfängen und im Sinne gelebter christlicher Nächstenliebe begann", sei nun ein mutiges Vorausdenken und Vorausgehen im Blick auf die Notwendigkeit und Unentbehrlichkeit der ambulanten Krankenpflege heute. "Weil damals in den Pfarreien Menschen diesen Mut hatten und den Ruf hörten, hat die Arbeit im Team der Sozialstation heute und damit auch der Neubau, vor dem wir stehen, tiefe und starke Wurzeln, die uns tragen," betonte Pfarrer Lorenz.

Das Wort aus dem Markus-Evangelium mache aber auch deutlich, dass der Neubau nicht deswegen entstehe, um den Ruhm seiner Erbauer zu vergrößern. "Wir bauen vielmehr deswegen, damit wir unserem Auftrag, für die alten, kranken und pflegebedürftigen Menschen eine bestmögliche Pflege zu gewährleisten, noch besser nachkommen können." Auch mit einem eigenen Haus gehe es vor allem um Caritas - den Dienst der Nächstenliebe - zu Hause bei den Menschen, die Hilfe brauchen.

Einzug im Dezember

Bürgermeister Armin Schärtl brachte seine Freude über das Projekt zum Ausdruck. "Ein optimaler Standort an der künftigen Magistrale." Dr. Robert Seitz als Vertreter des Bischofs von Regensburg würdigte die mutige Entscheidung, welche vor allem dem qualifizierten Personal zu verdanken sei. Architekt Hermann Hösl berichtete über den Bauverlauf. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Zielvorgabe "Einzug Dezember 2018", realisierbar sei. "Und wir bewegen uns auch im vorgegebenen Kostenrahmen." In die Zeitkapsel, welche dem Grundstein beigegeben wurde, fügten Vorsitzender Hannes Lorenz, Geschäftsführer Gerhard Eilers und Pflegedienstleiterin Kerstin Neidl die Urkunde über den festlichen Akt, aktuelle Tageszeitungen sowie Münzen ein, ehe sie eingemauert wurde.

Entwicklung der Sozialstation

Aus kleinen Anfängen haben sich das Team und die Verantwortlichen zur heutigen Größe hochgearbeitet. 50 engagierte Mitarbeiter pflegen und versorgen etwa 240 Patienten monatlich. Die Gelegenheit, seitens der Pfarrpfründestiftung Nabburg das Grundstück an der Regensburger Straße in Erbpacht übertragen zu bekommen, und die momentan niedrige Zinssituation haben die Mitglieder im Juni 2017 zum einstimmigen Beschluss bewegt, den Neubau der Sozialstation zu beginnen. Zusammen mit Architekt Hermann Hösl wurden die Pläne entworfen, die Kosten berechnet und Finanzierungspläne erstellt. Der Neubau ist mit einer voraussichtlichen Bausumme von 806 000 Euro kalkuliert. Die ersten Arbeiten begannen im Februar 2018 und werden voraussichtlich im Dezember 2018 so weit fortgeschritten sein, dass die neue Station nach zuvor 34 Jahren beim Bahnhof noch vor Weihnachten in der Regensburger Straße die Arbeit aufnehmen kann.

Die Einweihung ist für 28. April 2019 geplant. Bischof Rudolf Voderholzer, der Kraft Amtes und der Satzung Mitglied der Station ist, ist zur Einweihung geladen. (bph)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.