Hospizinitiative der Caritas bietet Schülerprojekt an - Förderzentrum macht mit
Sensibel für Tod und Trauer

Das sonderpädagogische Förderzentrum nahm das Angebot "Hospiz macht Schule" der Hospizinitiative der Caritas für den Landkreis Schwandorf an. Zum Themenbereich "Das Traurig-Sein" am vierten Tag brachten die Mädchen und Buben der vierten und fünften Jahrgangsstufe ihre Gefühle farbig und bildlich zum Ausdruck. Mit im Bild sind Projektleiterin Birgit Wölker und die weiteren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Bild: ohr
Vermischtes
Nabburg
10.07.2017
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Auch Kinder werden durch nahe stehende Verstorbene mit dem Tod konfrontiert. Diese Erfahrung weckt Interesse und führt zu wissbegierigen, spannenden Nachfragen an die Erziehungsberechtigten. Oft aber reagieren sie verunsichert, fehlen ihnen die passenden Worte und Antworten. Ein Projekt soll Schüler für solche Situationen. sensibilisieren.

Die Hospizinitiative der Caritas für den Landkreis Schwandorf bietet "Hospiz macht Schule" als eine einwöchige Veranstaltung an. Auf der Basis des didaktischen Konzepts der Bundeshospiz-Akademie umfasst die Aufbereitung folgende fünf Themenbereiche: Werden und Vergehen, Krankheit und Leid, Sterben und Tod, Traurig-Sein sowie Trost und Trösten am letzten Wochenschultag. Das sonderpädagogische Förderzentrum Nabburg zeigte Interesse an diesem Projekt.

"Mit diesem Themenkomplex wird der gesamte Kreislauf abgedeckt, der bei einer Verlusterfahrung üblicherweise auftritt", erklärte Leiterin Birgit Wölker. Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter haben sich im Vorfeld umfassend weitergebildet, um ihrer Aufgabe professionell nachgehen zu können. Die Aufteilung der vierten und fünften Jahrgangsstufe in mehrere Gruppen gewähre in einer vertrauensvollen Atmosphäre eine individuelle Betreuung unter Berücksichtigung des Entwicklungsstandes.

Der Schwerpunkt "Traurig-Sein" rückte nun in den Mittelpunkt. Projektleiterin Birgit Wölker und Kollegin Manuela Singer-Bartos teilten die Viert- und Fünftklässler in Tischgruppen ein. Hospitantin Katrin Dehner übernahm als Koordinatorin mit den Ehrenamtlichen Elisabeth Gotthardt, Rosi Jarema, Evi Lößl, Helene Peter und Rita Reiter die Betreuung. In der Tischmitte stand eine Palette mit verschiedenen Farbtönen bereit. Im Gespräch beschrieben die Mädchen und Buben ihre Emotionen zu Freude, Glück, Kummer und Trauer. "Gib Trauer eine Farbe und ein Bild", lautete die Aufgabe. Nachdenklich gingen die Schüler ans Gestalten und begannen mit Fingerfarben auf einem DIN-A-4-Blatt dem Gefühl einen Ausdruck zu geben. Diverse Formen mit Hell- und Dunkelabstufungen zeichneten sich ab. Im Anschluss erzählten sie über ihre Darstellungen.

Die Hospizinitiative der Caritas ist der erste Anbieter in der Oberpfalz, der das Programm überhaupt abhält, unterstrich Projektleiterin Birgit Wölker.
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