05.04.2018 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Jagdgenossenschaft Diendorf informiert Raum für Wild lassen

Die Verbesserung des Wildlebensraumes für Niederwild war ein wichtiges Thema der nichtöffentlichen Hauptversammlung der Jagdgenossenschaft Diendorf. Wildlebensraumberater Balduin Schönberger gab dazu wertvolle Anregungen. Zuvor standen aber die administrativen Angelegenheiten der Jagdgenossenschaft im Mittelpunkt.

Wildlebensraumberater Balduin Schönberger gab den Jagdgenossen wertvolle Anregungen zur Gestaltung der Fluren, damit auch das Niederwild eine Chance hat.
von Richard BraunProfil

Als Leiter der Jagdgenossenschaft Diendorf konnte der Jagdvorsteher, Bürgermeister Armin Schärtl, 34 Jagdgenossen im Diendorfer Sportheim willkommen heißen. In seinem Rechenschaftsbericht ging der Vorsitzende auf die zwei Fortbildungsveranstaltungen ein, die gut besucht waren. Der Vorstandschaft sind keine Wildschäden gemeldet worden. Dies wertete Schärtl als Zeichen, dass kleinere Schäden im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Pächtern und Jagdgenossen geregelt wurden.

Als Sprecher der Jägerschaft ging Ulrich Heigl auf das Gefahrenpotenzial ein, das sich aus der Afrikanischen Schweinepest ergibt. "Verdachtsfälle müssen unbedingt gemeldet werden", so der Jäger. Der Vorsitzende schlug der Versammlung die Auszahlung des Jagdschillings in Höhe von 3,50 Euro je Hektar vor. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Eine Auszahlung erfolgt nur durch schriftlichen Antrag an den Jagdvorstand oder Kassier. Die Auszahlung ist auch ortschaftsweise möglich. Dafür bedarf es eines schriftlichen Antrages des jeweiligen Ortssprechers. Stichtag für die Antragsstellung ist der 1. Juni. Wird kein Antrag gestellt, verbleibt der Schilling in der Kasse der Genossenschaft.

Als kompetenter Referent konnte in diesem Jahr Wildlebensraumberater Balduin Schönberger gewonnen werden. Seine Aufgabe ist es, Lebensräume für Wildtiere in unserer Agrarlandschaft zu verbessern und zusammen mit den Beteiligten dazu praktische Lösungen zu finden. Lebensräume für Rebhuhn, Feldhase und Co. sind aufgrund der Flächennutzung oft beschnitten, eingeengt oder teilweise verloren gegangen. Es fehlen das artgerechte Nahrungsangebot und sichere Rückzugsorte. Ob Blühflächen am Waldrand oder in der Feldflur, Hecken, Streuobst, Zwischenfruchtanbau oder passende Winterbegrünung in der kargen Jahreszeit - eine Fülle von Maßnahmen stützen und fördern die Artenvielfalt. Durch gemeinsames Handeln von Landwirten und Jägern lassen sich wertvolle Lebensräume entwickeln. Die Wildlebensraumberatung ist eingebunden in eine staatliche Verwaltungsstruktur und kostenlos für alle, die diese Beratung beanspruchen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.