Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins
Mehr Bio im eigenen Garten

Anna Süß (Zweite von rechts) wurde für ihre langjährige Treue geehrt. Dazu gratulierten (von links) Bürgermeister Armin Schärtl, Zweite Vorsitzende Elisabeth Zitzmann und Vorsitzende Jutta Herrmann. Bild: ral
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Nabburg
04.03.2018
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Erich Ritschel referierte über den Bio-Anbau im eigenen Garten

Der Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr und Ehrungen stehen bei der Jahreshauptversammlung des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins Neusath im Mittelpunkt. Gärtnermeister Erich Ritschel erklärt außerdem, wie man im eigenen Garten möglichst biologisches Gemüse anbauen kann.

-Neusath. Das vergangene Jahr war für die Mitglieder des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins Neusath vom Anbau an das Feuerwehrhaus für die eigenen Räumlichkeiten geprägt. Vorsitzende Jutta Herrmann freute sich darüber, dass die Arbeiten in Rekordzeit beendet werden konnten. In diesem Jahr findet wieder der Mittelalterliche Markt in Nabburg statt. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits vereinsintern. Es werden 600 Marmeladengläser benötigt.

Bürgermeister Armin Schärtl zeigte sich sehr erfreut über die zahlreichen Aktivitäten des Gartenbauvereins Neusath. Der Verein sei ein Förderer der Dorfgemeinschaft und beteilige sich immer aktiv am öffentlichen Leben, hob das Stadtoberhaupt hervor. Zur festen Tradition der Jahreshauptversammlungen beim GOV Neusath gehört die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder. In diesem Jahr wurde Anna Süß für 25-jährige Treue geehrt. Anna Süß arbeitete auch viele Jahre im Vorstand mit.

Gärtnermeister Erich Ritschel referierte im Anschluss zum Thema "Möglichst biologisches Gemüse im eigenen Garten". Der Fachmann riet, zunächst eine Bodenprobe machen zu lassen. Die Kalk-Einbringung - etwa eine Handvoll pro Quadratmeter - sei im Frühjahr von Vorteil für den Boden. Das gleiche gilt für den Bodenaktivator von Oscorna. Dieser sei biologisch und für Gemüse und Freilandpflanzen sehr gut geeignet. Alle Salat-Arten, Kraut, Poree oder gelbe Rüben brauchen einen ungedüngten mageren Sandboden. Bei sehr fetten Böden sollte man weißen Quarzsand einbringen, um ihn lockerer zu machen. Eine regelmäßige Einbringung von Kompost oder Mist sei von Nachteil, betonte der Gärtnermeister. Der Boden werde dadurch zu fett.

Im Februar und März sei ein Frühbeet, Folienhaus oder ein geschütztes Hochbeet für die frühen Kulturen von Vorteil. In sehr kalten Nächten riet Ritschel dazu, ein Grablicht hinein zu stellen oder die Pflanzen abends mit Wasser zu übergießen. Für die frühen Kulturen seien auch Luft und regelmäßige Bodenlockerung sehr wichtig. Ab Mitte April sollten die Pflanzen dann nach draußen gebracht werden, denn in Kleingewächshäusern sei es meistens viel zu warm. Gurken, Tomaten und Paprika sollte man im Mai im Gewächshaus sehr warm kultivieren. Tomaten und Paprika sollten dabei im Eingangsbereich gepflanzt werden, denn beide wollen einen hellen, sonnigen und luftigen Standort. Gurken und Aubergine sollten im schattigen Bereich gepflanzt werden. Ab Mitte Juni sollen die Gewächshäuser offen gelassen und nur bei Gewitter geschlossen werden. Dies reduziere den Schädlingsbefall. Tomaten und Gurken sollten immer nach den Eisheiligen ausgebracht und nicht zu Tode gegossen werden. Pflanzen müssen abtrocknen, sonst werde das Wurzelwachstum nicht angeregt, betonte der Experte. Gurken oder Tomaten brauchen von Mai bis Oktober sehr viele Nährstoffe. Schwerer humoser Boden mit Mistanteilen sowie flüssige Biodünger einmal pro Woche seien für den Eintrag hilfreich.
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