09.07.2017 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Jonathan Brell spielt beim Oberpfälzer Kulturtag in der Kirche Lieblingsstücke auf der Orgel

An der Königin der Instrumente versüßte Organist Jonathan Brell das Kultur-Wochenende mit seinen musikalischen "Mon Chéries".

Kirchenmusiker Jonathan Brell gab ein Orgelkonzert. Bild: aub
von Autor AUBProfil

Nach einer wunderbaren "Nacht der offenen Kirche", einem lebendigen Pfarrfest zur Kirwa und mitten im "Oberpfälzer Kulturtag" - "Leckerbissen" wurde wahrlich üppig aufgetischt - war für ein spezielles Schmankerl der "Chef" selbst zuständig. Kirchenmusiker Jonathan Brell, sonst engagierter Chorleiter und Konzert-Organisator, saß dieses Mal ganz persönlich an der Orgel, für ein Konzert mit persönlicher Note: "Meine Lieblingsstücke".

Es begann fulminant mit Johann Sebastian Bachs "Fantasie und Fuge in g-moll", die unter Experten als ganz exquisites Werk bekannt ist. Ihre Tempiwechsel verlangen sowohl dem Instrument als auch dem Spieler eine ganze Menge ab. Der Schwierigkeitsgrad ist entsprechend hoch. Und auch mit der "Orgelsonate Nr. 11 in d-moll" von Josef Gabriel Rheinberger gönnte sich der Organist zunächst keine Pause. Erst die dem "Agitato" folgende "Cantilene" ließ die Finger spielerisch in ruhigere Tiefen gleiten, um dort fast sentimental angehauchte Klang-Strecken zu durchwandern. Für eine parforceritt-gleiche Wiederbelebung der Luftzirkulation in den Orgelpfeifen sorgte anschließend Bachs populäre "Toccata und Fuge in d-moll".

Den Schluss bildete die vierteilige "Suite gotique". Ihr Schöpfer, Léon Boellmann, errichtete tonal zunächst ein gotisches Gotteshaus, ähnlich dem Johannes-Dom, aus mächtigen Stützen und zierlichen Kapitellen. Vor dem imaginären Auge ließ er danach die Heiligenfiguren ein "Menuett" aufführen, bevor sie des Tanzens müde, in andächtiges Gebet versanken. Alle Register zog Brell dann noch einmal zum Finale: "Toccata". Mit Händen und Füßen wirbelte er über die Tastatur, bearbeitete er die Pedale mit zum absoluten Klang-Höhepunkt.

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