27.11.2017 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Jubiläumsfeier des Frauenbundes Gestalterinnen des Lebens

Kompetent, solidarisch und engagiert seit mittlerweile 100 Jahren ist der Frauenbund Nabburg. Im Schein von 100 Kerzen starteten die Feierlichkeiten bei der Adventsfeier im vergangenen Jahr. Genau mit der gleichen Anzahl endet das Jubiläumsjahr nun mit der Elisabethenfeier im Jugendwerk.

Zahlreiche Mitglieder wurden bei der Jubiläumsfeier des Frauenbundes für ihre langjährige Treue ausgezeichnet. Bild: bph
von Sepp FerstlProfil

Als "deutliches Zeichen in die Zukunft" wertete Pfarrer Hannes Lorenz die Zahl von 34 "Neuen" seit Beginn der Feierlichkeiten. Damit sei der Boden für ein weiteres Jahrhundert bereitet. Der Frauenbund habe mehr zu bieten als die drei "B's": "Butzn, Bacha, Betn". Hier werde Leben gestaltet und Glauben gelebt, würdigte der geistliche Beirat die vielfältigen Aktivitäten.

"Ihr Zweigverein ist auch nach 100 Jahren eine starke Gemeinschaft mit rund 400 Mitgliedern", betonte Diözesanvorsitzende Karin Schlecht Tatkraft, Durchhaltevermögen, Begeisterung und Überzeugung. Als "Spitze" bezeichnete sie die Aufnahme von 30 Neumitgliedern im Vorjahr. Nun seien wieder 24 Neue hinzugekommen (wir berichteten). Dies spreche für die Gemeinschaft und ein ansprechendes Programm. "Sie alle haben sich einem Verband angeschlossen, dem die Bildung und Rechte der Frauen stets ein Anliegen waren und sind - einer Gemeinschaft, die seit mehr als 100 Jahren Lobbyarbeit für uns Frauen leistet."

Gegenseitig unterstützen

Solidarität unter Frauen, Kontakt und Gemeinschaftsgefühl seien die Basis für den Verband. Gemeinsam leben, lachen, lernen - das sei die Devise der Zweigvereine, in der Frauen jeden Alters und in verschiedensten Lebenssituationen zusammenkommen, um sich zu treffen, miteinander zu feiern und etwas zu unternehmen.

Es gelte aber auch, sich in schweren Zeiten gegenseitig zu unterstützen oder sich mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen auszutauschen. "Echte Gemeinschaft zu erfahren tut uns Menschen gut", hob die Sprecherin hervor. Diese gebe gerade in einer immer unübersichtlicher werdenden Lebenswirklichkeit Geborgenheit, betonte die Diözesanvorsitzende weiter. Um eine Gemeinschaft aufzubauen und diese am Leben zu erhalten, brauche es die Begabungen und Fähigkeiten jedes einzelnen Mitgliedes: die Erfahrung der Seniorinnen, die Tatkraft des "Mittelalters" sowie den Schwung und die neuen, frischen Ideen der jungen Frauen. "Wir sind Gestalterinnen des Lebens und der Zeit", sagte die Referentin weiter und fuhr fort: Es liege in unseren Händen, was wir daraus machen - dem Verband, der Gesellschaft und der Welt.

Bereit für Veränderungen

"Seien wir dabei, seien wir neugierig, seien wir bereit für Veränderungen", forderte Karin Schlecht. Mitgestaltung im und für den Verband sei auch gefragt, wenn man nach seiner Entwicklung frage. Das Werben um neue Mitglieder sei dabei genauso wichtig wie die Gewinnung von Frauen für Vorstandstätigkeiten. Dies sei eine besondere Herausforderung, da viele Frauen nur gewisse Zeit-Ressourcen zur Verfügung hätten.

Das Jubiläum solle bestärken, die Tradition des Frauenbundes weiterzutragen und weiterzuentwickeln in einem guten Miteinander der Generationen. "Die Kraft für die Zukunft schöpfen wir aus unserer lebendigen Vergangenheit und aus unserem Glauben. Mögen Sie nicht müde werden, an einem lebendigen und gemeinschaftlichen Vereinsleben weiterzuarbeiten", war der abschließende Wunsch und die Bitte von Karin Schlecht.

Ehrungen beim Frauenbund

Seit vier Jahrzehnten dabei sind Margarete Duschner, Irmgard Gerlach, Fanny Ippisch, Anneliese Legner, Johanna Pflamminger und Erna Zenger. Für 25-jährige Treue geehrt wurden Waltraud Forster, Annemarie Burmberger, Annemarie Schweiger Annegret Kurz, Elisabeth Trautner, Anna Bauer, Maria Bauer, Annemarie Schiessl, Maria Bauer, Marianne Lorenz, Annemarie Kiener, Sieglinde Simbeck, Gretl Winter, Rita Maletzki, Gerlinde Röhricht, Annemarie Ringelstetter, Anna Blödt, Anneliese Neidl und Barbara Götz. (bph)

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