14.03.2018 - 20:00 Uhr
Nabburg

Jugendblaskapelle ehrt Wichtigste Nebensache

Die Jugendblaskapelle straft seit ihrer Gründung vor 45 Jahren das Vorurteil Lügen, dass Musik nicht so wichtig sei im Leben. Für dieses Laienensemble bedeutet das Umsetzen der Noten in wohlklingende Töne eine der wichtigsten Nebensachen der Welt, ist sich der Vorsitzende sicher: "Ohne Musik ist das Leben ein Irrtum!"

von Sepp FerstlProfil

Dass sich die Jugendblaskapelle in der Stadt und darüber hinaus weiter etablieren konnte leitete Vorsitzender Joseph Ferstl im Musikerheim St. Angelus in der Jahreshauptversammlung davon ab, dass das Neujahrskonzert zum wiederholten Mal mit einem überwältigenden Besuch aufwarten konnte. "Darauf darf unsere Gemeinschaft stolz sein", resümierte der engagierte Vorsitzende.

Begleiter in allen Lagen

"Unsere Blasmusik ist der Begleiter der Menschen durch das ganze Jahr, in schönen Stunden, aber auch bei traurigen Anlässen." Die Blasmusik gehöre zum Leben der Menschen. Erst durch sie werden die zahlreichen Feiern das Jahr über wirklich zum Fest, philosophierte Ferstl und legte einen beeindruckenden Jahresbericht vor. "Schwerpunkt der Spieleinsätze sind die Auftritte bei kirchlichen Hochfesten und weltlichen Veranstaltungen im Jahreskreis."

239 Mitglieder

Welche Anstrengungen der Vorsitzende und die Vorstandschaft im Berichtszeitraum unternommen haben um die Vereinsziele zu verwirklichen, belegte der Sprecher mit eindrucksvollen Zahlen. Die Kapelle zählte mit Ablauf des Jahres 2017 insgesamt 239 Mitglieder. Diese gliedern sich in 133 aktive Musiker im Durchschnittsalter von 22 Jahren und 106 passive/fördernde Mitglieder. Bei der Bewältigung und Abwicklung des Vereinsbetriebes unterstützten Anja Bierler (Ausbildungskosten), Kristina Landgraf (Bekleidung), Joseph junior und Alexander Ferstl (Getränke) sowie Sebastian Graf (Noten) und Angela Lumme (Reinigung).

Von insgesamt über 300 Stunden wöchentlicher Orchesterschulung im abgelaufenen Jahr berichtete musikalischer Leiter Markus Ferstl. Das Konzertorchester unter seiner Regie brachte dabei den Löwenanteil ein. Es folgten das Nachwuchsorchester (Karin Raab), die Nabburger Blasmusik (Josef Weber) und die Bläserklasse 2016 (Karin Raab). Die Bläserklasse 2014 wurde nach dem Musikfestival in das Nachwuchsorchester integriert. Bei der musikalischen Grundausbildung erbrachten die Ausbilder über 1100 Stunden Einzelunterricht.

An die 60 Auftritte/Spieleinsätze gab es 2017. Herausragende Erlebnisse dabei das Neujahrskonzert mit etwa 500 Besuchern, das Gartenfest beim Musikerheim sowie die Fernsehübertragung zu Fronleichnam und auch das Konzert auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Nicht vergessen wurde dabei das Musikfestival "Tonart Nabburg", der Auftakt mit der "Nabburger Blasmusik" und das Gemeinschaftsprojekt mit dem Kirchenchor. Neben dem Pfarrfest gingen die kirchlichen Einsätze von Lichtmess, Palmsonntag, Ostern, Erntedank, Allerheiligen, Martinszug bis Volkstrauertag und Seniorenadvent.

Mit deutlichem Plus

Mit einem deutlichen Plus konnte die Kasse laut Rechnungsführer Herbert Werner im Jahr 2017 abgeschlossen werden. Dies ist ein erster unverzichtbarer Baustein für die neue Bläserklasse, welche nach den Sommerferien an den Start gehen soll. Die größten Summen auf der Ausgabenseite verursachten der Bereich Aus- und Fortbildung, die Betreuung der Mitglieder (Konzertreisen) sowie die Ausstattung der Kapelle, im Berichtszeitraum waren dies vorwiegend neue Uniformen.

In ihren Grußworten sprachen sowohl der stellvertretende Bezirksvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Ferdinand Münch als auch Bürgermeister Armin Schärtl von einem hervorragenden Botschafter Nabburgs.

Auszeichnungen

Zahlreiche Auszeichnungen verlieh der Nordbayerische Musikbund an Aktive in der Kapelle: 15 Jahre musizieren Vanessa Aurich, Anja Bierler, Theresa Dotzler, Thomas Dotzler, Christina Kalb, Nina Kumeth, Thomas Landgraf, Ramona Scheibinger, Sabine Schlagenhaufer und Stefanie Zimmet. Dank gesagt wurde ferner Verena Betz (20 Jahre), Marion Schärtl (25), Gerhard und Josef Prüfling (35) sowie Doris Hannewald-Zweck (40) für das langjährige Engagement im Verein.

Nicht vergessen wurde ein langjähriger verdienter Funktionär: 25 Jahre Rechnungsführer ist Herbert Werner, der "Mann der Zahlen". Gewürdigt hat der Verein auch die 25 Jahre dauernde aktive/passive Mitgliedschaft von Ulrike Forster, Verena Samuleit und Rudolf Zitzmann. Ferner ehrte der Förderverein Luise Rauch für vier Jahrzehnte aktive/passive Mitgliedschaft. Mit einem Ausblick auf die Spielsaison 2018, auf die bevorstehenden Termine und geplanten Vorhaben endete die Versammlung.

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