Kristall funkelt in Nabburg

Der Präsident des Landesverbandes, Hans Frischholz (Vierter von links) verlieh im Beisein von Holger Langschwager (rechts daneben) und den Gendarm aus Neustadt an Landrat Thomas Ebeling (Zweiter von rechts) sowie an Ehrenritter Helmut Rossmann, Bürgermeister Armin Schärtl und Stadtpfarrer Hannes Lorenz (von links) die letzten vier besonderen Orden einer Auslaufprägung. Bilder: ohr (2)
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Nabburg
08.01.2017
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Der Vizepräsident des Landesverbandes Ostbayern, Arthur Troidl (rechts), überreichte im Jugendwerk Nabburg an Ehrenpräsidenten Holger Langschwager für seine Verdienste um das Faschingsbrauchtum als höchste Auszeichnung den "Kristall von Ostbayern".

Der Preis ist die höchste Auszeichnung der Vereinigung ostbayerischer Faschingsgesellschaften. Da die Karnevalisten in Nabburg stets mit offenen Armen aufgenommen werden, wurde der Kulturpreis "Kristall von Ostbayern" in der Faschingshochburg verliehen. Und der Stadtpfarrer erzählte dabei launig, was für ihn FKK bedeutet.

(ohr) Die Musikerinnen Saskia Krügelstein und Julia Schärtl aus Hirschau und Wernberg stimmten auf den feierlichen Festakt ein. Gendarm Haslbeck aus Neustadt verlas aus einer Rollurkunde das strenge Protokoll für den Ablauf der Veranstaltung. Zum sechsten Mal wurde der Kulturpreis vergeben. Den "Kristall von Ostbayern" erhalten nur Personen, die sich um das Faschingsbrauchtum verdient gemacht haben.

"Bringt Lebensfreude"

"Die Freude am Fasching bringt Lebensfreude", betonte Landesverbandspräsident Hans Frischholz im Beisein der Präsidiumskollegen sowie zahlreicher Repräsentanten und Prinzenpaare verschiedener Faschingsgesellschaften. Fasching in Ostbayern bedeute Originalität. Gerade in Niederbayern und der Oberpfalz habe sich Fastnachtstradition bewahrt: Frischholz dachte da an die "Altweibermühle", das "Bärentreiben" und "Geldbeutelwaschen."

Frischholz begrüßte den neuen Ehrenpräsidenten Holger Langschwager mit Partnerin Evelin und Laudator Oskar Schwarz mit Gattin Vera sowie Vertretern aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Kulturpreisträger Altbürgermeister Josef Fischer (Nabburg 2004), der Ehrenpräsident des Bundes Deutscher Karneval, Franz Wolf aus Köln, und der letzte Preisträger Heinz-Josef Wissmann (Schweiz) mussten absagen. "Glas hat in Ostbayern eine jahrhundertlange Tradition", betonte Frischholz. "Glas ist Fantasie, Kunst und Kultur - eine faszinierende Materie - transparent, glitzernd und vielseitig. Auch für den Fasching gelten dieselben Merkmale." Das Einstudieren der Auftritte bedeute viele Mühen. Dabei werde auch wertvolle Jugendarbeit geleistet, stellte Landrat Thomas Ebeling fest. Bürgermeister Armin Schärtl freute sich, dass Nabburg für den Festakt gewählt worden sei. "Die Stadt ist eine Faschingshochburg", meinte er mit Blick auf das jährliche Gardetreffen in der Nordgauhalle.

Gemeinsam feiern

Er habe sein karnevalistisches Herz in Köln verloren, merkte Stadtpfarrer Hannes Lorenz an und deutete "FKK" als "Fasching, Kirche und Karneval, die zusammengehören". Der Geistliche sprach dem gemeinsamen Feiern das Wort und schloss den humorvollen Beitrag mit "Nabi, Nabi, Helau!". Laudator Oskar Schwarz skizzierte den Lebensweg des neuen Kulturpreisträgers 2017, Holger Langschwager: Geboren in der Stadt Schleswig an der Schlei, kreuzte der junge Mann nach der Ausbildung zum Maschinenbauer sieben Jahre auf den sieben Weltmeeren, fasste nach der Rückkehr 1977 Fuß in Kelheim und fand Aufnahme bei der Faschingsgesellschaft "Narrhallonia". Der Aufstieg zum Regionalpräsidenten von Niederbayern im Landesverband Ostbayern gelang 1984. Er avisierte später zum Landespräsidenten im ostbayerischen Verbund von Niederbayern und der Oberpfalz. In Anerkennung seiner Ideen und seines enormen Einsatzes für Fasching und Karneval schloss sich 1996 die Ernennung zum Ehrenpräsidenten des Landesverbandes an.
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