Naabtal-Realschule und ihre Partnerschule Horšovský Týn
Schüler auf Spurensuche

Schüler aus der westböhmischen Partnerschule Horsovský Týn (deutsch Bischofteinitz) besuchten die Naabtal-Realschule. Auch der stellvertretende Landrat Arnold Kimmerl (vorne) nahm an dem Begegnungstag teil. Bild: cfd
Vermischtes
Nabburg
16.03.2018
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Bei einem Begegnungstag zwischen der Naabtal-Realschule und ihrer Partnerschule Horsovský Týn in Nabburg geht es um eine Ausstellung. Sie soll Verständnis und Solidarität fördern. Danach wird es lecker.

Elisabeth Schneider und Johannes Doleschal sind die betreuenden und koordinierenden Lehrkräfte der Aktionen mit der Partnerschule auf deutscher Seite, auf tschechischer Seite ist Anna Jecková zuständig. In der ersten und zweiten Stunde wurde zusammen mit der Klasse 8c die deutsch-tschechische Ausstellung "Jüdische Spuren im bayrisch-böhmischen Grenzgebiet" von Hermann Höcherl eröffnet. Die Ausstellung wurde bislang rund 20 Mal in Tschechien und Bayern gezeigt und soll auch dazu animieren, die gezeigten Orte zu besuchen.

Hermann Höcherl kommt aus Brennberg im Landkreis Regensburg, ist gelernter Zeitungsredakteur und befindet sich seit einigen Jahren im Ruhestand. Er ist allerdings immer noch als freier Mitarbeiter bei mehreren Zeitungen tätig und arbeitet für den Verein "Europa in der Region", der sich in erster Linie mit grenzübergreifenden Themen und Projekten zwischen Bayern und Tschechien befasst.

Der Verein will wirtschaftliche und gesellschaftliche Verbindungen zwischen den beiden Regionen und Ländern besser in der Öffentlichkeit präsentieren und Menschen in den Dörfern und Städten erreichen und ihnen die vielen Gemeinsamkeiten in Geschichte und Gegenwart näher bringen.

Die Ausstellung "Jüdische Spuren im bayrisch-böhmischen Grenzgebiet" will zwei großen Zielen gerecht werden: Wissen um die uralte Geschichte der Juden in der Grenz-Region Bayerns und Böhmens vermitteln, um bestehende und künftige Missverständnisse zu beseitigen. Es ist wichtig, Toleranz gegenüber Mitmenschen zu fördern, die einer anderen Nation angehören, eine andere Religion befolgen oder sich von der breiten Mehrheit in den Ländern abheben. "Daher ist das Wissen über diese Menschen nötig und nur durch Erkennen und Begreifen von ihrem Schicksal und ihrer Herkunft können Respekt und auch Freundschaft entstehen und wachsen", sagte Höcherl.

Ab der dritten Stunde besuchten die Schüler des Wahlfaches Tschechisch gemeinsam mit den tschechischen Partnerschülern einen Kochworkshop "So schmeckt es bei unseren Nachbarn" mit Andreas Meier (Grünes Gut), der zum Projekt "Kultur ohne Grenzen 2018" gehört, das das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) und das Koordinierungszentrum deutsch-tschechischer Jugendaustausch (Tandem) in Pilsen mit finanzieller Unterstützung durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in 2018 gemeinsam umsetzen.
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