Neue Ära für den Nikolausmarkt

Von den Kindern sehnlichst erwartet: Zu Besuch kam beim Nikolausmarkt natürlich auch der Nikolaus. Bild: aub
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Nabburg
13.12.2016
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Mit dem Heiligen Nikolaus als Schutzpatron machten sich die Nabburger heuer bei ihrem Traditionsmarkt "auf zu neuen Ufern". Ein kreativer Wandel war es, der sich nicht nur für den Handel lohnte.

Es galt, die kulturelle wie traditionelle Geschichte des "Venediger" Nikolausmarktes fortzuschreiben, spiegeln sich doch in ihm die Ursprünge der Stadt wieder wie deren Silhouette in der Naab. Umso naheliegender, zu dieser Lebensader zurückzukehren und sie in adventlicher Atmosphäre neu zu beleuchten. Ein Konzept, dass wohl optisch wie inhaltlich ganz den Wünschen der vielen Besucher entsprach, die spätestens bei einbrechender Dunkelheit am Samstag und Sonntag in Scharen zwischen Brücke und Nikolauskirche flanierten.

Die Besichtigungsmöglichkeit des sanierten, sonst unzugänglichen Dachstuhls von St. Nikolaus musste wegen des großen Interesses mehrmals verlängert werden. Neben historischen Ortsteil-Fotos lockte ein Blick auf die Glocke, die unter anderem auch das Lucia-Lichterschwimmen der Kinder einläutete. Begrüßt von der Jugendblaskapelle kam anschließend der Nikolaus selbst zu Besuch.

Wie einst "Fernreisende" machte "Highgrass" aus Horsvsky Tyn in der Kirche Station, Gospels und adventliche Lieder im Konzertgepäck. Auf der Naturbühne des Alten Brückenkopfes untermalten später die Nabburger Musikanten den Abend bei Glühwein, Punsch, Stollen oder Bratwurstsemmel. "Laetare!" - "Freue dich!" diente am Sonntag als Motto der sehr gut besuchten Patroziniumsmesse. Zwar war diese "Freude" am Marktbesuch durch Regen zunächst noch etwas getrübt, doch mit der von Pfarrer Lorenz prognostizierten Wetterbesserung setzte auch der Besucheransturm wieder ein.

Als großer Magnet erwies sich der Auftritt des Kindergartens St. Marien und des Kinderchores. Weil sie ihre Einlage im Haus des Nikolaus bravourös meisterten, stieg dieser auch mit einer Belohnung herab von seiner Empore, unter der eine lebensgroße Krippe aufgebaut war. Sie bildete den passenden Hintergrund für die kleinen Geschichten von Maria Schwägerl, gelesen von Irene Ehemann, sowie die Zitherintermezzi von Christa Duschner. Für die Besucher vor der Kirche und in der Budengasse an der Naab spielte später die Jugendblaskapelle zum adventlichen Abendausklang.

Nicht zuletzt das besondere Flair, die gelungene Kombination aus ortstypischer, authentischer Tradition, Kirchen- und Stadtgeschichte kam augenscheinlich beim Publikum sehr gut an. Bleibt zu hoffen, dass dieses allseits bekundete Lob allen Mitwirkenden rund um das Organisationsteam genug Motivation gibt, für 2028 ein großes Fest anzustreben: 500 Jahre Nikolausmarkt in Nabburgs Venedig.
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