16.02.2018 - 18:44 Uhr
Nabburg

Politischer Aschermittwoch der Nabburger SPD Zeichen stehen auf Zustimmung

Der politische Aschermittwoch des SPD-Ortsvereins Nabburg sendet an die Mitglieder ein klares Signal aus: Für die Neuauflage der Großen Koalition.

Sprachen beim politischen Aschermittwoch des SPD-Ortsvereins Nabburg in "Mutzis Zoiglstube" (von rechts): Vorsitzender Max Fröhler, MdB Marianne Schieder, Landtagskandidat Peter Wein als Hauptredner und Bürgermeister Armin Schärtl. Bild: ohr
von Herbert RohrwildProfil

Im Beisein der Genossen aus den örtlichen SPD-Vereinen Pfreimd und Wernberg-Köblitz stellte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Nabburg, Max Fröhler, beim Politischen Aschermittwoch in "Mutzis Zoiglstube" klar heraus, dass die SPD zurzeit in der Öffentlichkeit kein gutes Bild abgebe. Die Partei müsse selbstkritisch in sich gehen.

Die politische Bühne sei momentan sehr schwierig zu beurteilen, merkte Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder an. "Beim Koalitionsvertrag wurde nicht schlecht verhandelt". Der soziale Bereich erhalte eine starke Komponente. "Man muss sich den Vertrag genau anschauen". Schieder fragte, wo Ziele der Partei stärker durchgesetzt werden - in der Regierungsverantwortung oder in der Opposition. Die Abgeordnete plädierte für Zustimmung. Jedes einzelne Mitglied könne selbst entscheiden. Ablehnung bedeute Neuwahlen und stärke "Rechts", deutete Bürgermeister Armin Schärtl an. Eine andere Alternative gebe es nicht. "Zustimmung ist das geringere Übel." Das ausgehandelte Programm zeige gute Ansätze. Das Städtebauprogramm sei gut bedient, und daraus könne auch die Stadt Nabburg Nutzen ziehen.

"Bloß, weil er ein Roter ist"

"Es freut mich, dass ich mit Bezirksratkandidat Armin Schärtl als Landtagskandidat Wahlkampf führen und sozusagen als die neue Nord-Süd-Schiene der SPD im Landkreis an den Start gehen darf", betonte Hauptredner Peter Wein. Dieses Duo setze sich aus einem politischen Vollprofi, der sich nicht von einer "lärmenden CSU" unterkriegen lasse, die "nichts anderes im Sinn hat, als zu stänkern und zu kritisieren, bloß, weil er ein Roter ist" und seiner Person zusammen: Wein ist 30 Jahre alt, kommt aus Burglengenfeld, ist Diplom-Finanzwirt, studiert zurzeit an der Uni Regensburg Politikwissenschaften und Geschichte. Er finanziere sein Studium als Dozent in Integrationskursen für geflüchtete Menschen und andere Zuwanderer in Weiden. Wein ist Stadtrat, Ortsvorsitzender der SPD und seit 10 Jahren Juso-Vorsitzender im Städtedreieck.

"In diesen politisch schweren Zeiten sollen sich die Politiker drauf besinnen, was die Menschen von ihnen erwarten: Die Hausaufgaben machen und eine vernünftige Regierung für Deutschland zustande bringen", so Wein. Detailliert ging der Landtagskandidat auf die Politikfelder ein, für die er sich engagiert einsetzen werde. Die Bildung gestalte die Zukunft der Kinder. "Gestern wurde Studenten noch vom Studium fürs Lehramt an Grundschulen abgeraten. Heute brauchen wir mehr Lehrer und zwar solche, die ordentlich beschäftigt und zwölf Monate im Jahr bezahlt werden". Bei der Sicherheit habe die CSU nicht alles im Griff. In Polizeistationen des Landkreises sei das "Ist" im Personalschlüssel unter dem "Soll". Polizisten fehlen. Laut Koalitionsvertrag wollen Bund und Länder 15 000 neue Stellen schaffen. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.". Aber auch in der Justiz sowie in den Justizvollzugsanstalten sei eine spürbare Aufstockung notwendig.

Bezahlbarer Wohnraum

Die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum betreffe nicht nur die Ballungszentren, sondern auch den ländlichen Raum. "Wohnen wird immer mehr zum Luxus". Der Freistaat Bayern müsse in den Bereich des sozialen Wohnungsbau investieren, gleichzeitig den ländlichen Raum stärken und das Ausbluten von Teilen Bayerns verhindern.

Im Koalitionsvertrag konnten 2 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau durchgesetzt werden. "Bayern ist weltoffen, Bayern ist tolerant. Und die SPD ist das auch", so Aschermittwochsredner Peter Wein. Die "Bumplboarischen" übernahmen den musikalischen Part.

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