Programm für das Schmidt-Haus Nabburg
Kleinkunst in großer Bandbreite

Sie treten im Schmidt-Haus auf: (Reihe oben von links), Stefan Zinner, Marco Tschirpke, Old Folks und Adjiri Odamatey, (Reihe mitte von links) Inka Meyer, Nepo Fitz, Till Reiners und H.G. Butzko sowie (Reihe unten von links) Sigi Zimmerschied, Gruber & Gruber, Philipp Scharri und Liederjan. Bild (M): kbw
Vermischtes
Nabburg
04.01.2017
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Das Schmidt-Haus wird erwachsen und steht auch in seinem 18. Lebensjahr für Kleinkunst in vielen Variationen. Künstler aus der ganzen Republik und dem Ausland treten im ersten Halbjahr dort auf.

Weltmusik bestimmt den Januar. Aus Ghana kommt der Singer und Songwriter Adjiri Odametey (14. Januar) und präsentiert Afrikanisches mit seiner samtweichen Stimme und diversen Musikinstrumenten seiner Heimat. Mit Hackbrett, Akkordeon und Gitarre machen sich die Gruber & Gruber (28. Januar) aus Schlehdorf auf ihre Reise "rund um den Globus und quer durch Bayern", erzählen musikalische Geschichten, in denen Grooviges auf Zerbrechliches, Percussion auf süße Melodien treffen.

Söder vom Nockherberg

"Relativ simpel" wird es beim Gastspiel von Stefan Zinner (11. Februar). Dann erzählt der Kabarettist und Nockherberg-Söder locker plaudernd und an der Gitarre spielend Geschichten vom Leben und seinen Fallstricken.

"40 Jahre unterwegs" sind Liederjan (25. Februar). Jörg Ermisch, Hanne Balzer und Philip Omlor nehmen in bewährter Weise Alltagserscheinungen und sich selbst auf die Schippe, setzen unverdrossen die singende Säge in den Niederungen des Zeitgeistwaldes an.

Irgendwo zwischen Kabarett, Slam Poetry und Wortsport liegt das, was Philipp Scharri (4. März) auf der Bühne darbietet. Der manisch-kreative Bühnenderwisch, der mit vollem Körpereinsatz und Spaß an der Sprache zu Werke geht, verspricht "Kreativen Ungehorsam".

Till Reiners (18. März) macht neues Kabarett. Er kommt ohne moralischen Zeigefinger und "Die da oben"-Attitüde aus und sucht das Politische im Privaten. In "Auktion Mensch" arbeitet er mit viel Humor an der Frage: "Wenn die Welt doch so schlecht ist - warum funktioniert sie so gut?"

Wieder Zimmerschied

Die Regensburger Musikinstitutionen Sepp Frank, Wolfgang Berger und Yankee Meier nennen sich schmunzelnd Old Folks und widmen sich am 8. April ganz den größten Hits und Oldies von Dylan, Cohen, Clapton, Young, das Ganze selbstverständlich "unplugged".

Stammgast im Schmidt-Haus ist Sigi Zimmerschied. Am 28. und 29. April zeigt er sein neues Programm "Der siebte Tag - ein Erschöpfungsbericht."

Ein hochkomisches Plädoyer gegen den Wahnsinn der Schönheitsindustrie und für eine entspannte Weiblichkeit hält Inka Meyer (06.05.) in "Der Teufel trägt Parka". Witzig, relevant und brillant recherchiert, betrifft und erheitert dieses satirische Schmuckstück auch Männer.

Endlich geklappt hat das Gastspiel von Marco Tschirpke (13. Mai). In seinen Lapsusliedern und Gedichten nach dem Motto "Frühling, Sommer, Herbst und Günther" kitzelt der Berliner liebend gern das Ungewöhnliche und Unerwartete aus den vermeintlich bedeutungslosesten Alltäglichkeiten.

Nepo Fitz (27. Mai), der jüngste Spross der traditionsreichen Künstlerfamilie Fitz, ist ein Entertainer, ein Multitalent. In "Saumensch - Bist du gut oder böse?" präsentiert er sich als energiegeladener Satiriker, der den Leuten genau aufs Maul schaut, ein feiner Beobachter des Lifestyles seiner Generation.

Butzko zum Finale

Zum Abschluss des Halbjahresprogramms kommt H.G. Butzko (24. Juni) mit "Menschliche Intelligenz, oder: "Wie blöd kann man sein?" ins Gewölbe des Schmidt-Hauses. "HG. Butzko ist ein Meister des Politischen, der dem deutschen Kabarett Tiefe verleiht - als Bürger, Philosoph und Mitdenker", so zu hören und zu lesen in der Laudatio zum Bayerischen Kabarettpreis 2016.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 20.30 Uhr. Karten im Vorverkauf gibt es bei Bücher und Schreibwaren Westiner, Telefon 09433/9598, oder per E-Mail an g.westiner@t-online.de.
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