25.08.2017 - 20:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Schulverband verabschiedet Etat Weniger Schüler, höhere Kosten

Der Beginn für die Generalsanierung der Schule ist für nächsten Sommer angepeilt. Sieben Mittelschulklassen werden ab dem neuen Schuljahr 2017/18 noch im alten Gebäude unterrichtet.

von Irma Held Kontakt Profil

Zuschussanträge für die Generalsanierung sind laut Bürgermeister Armin Schärtl bei der Regierung der Oberpfalz gestellt. Wegen der Höhe des Architektenhonorars von 209 000 Euro müsse die Maßnahme europaweit ausgeschrieben werden. Sechs Mittelschulklassen in Pfreimd, sieben in Schwarzenfeld, vier in Schmidgaden und zwei in Wernberg-Köblitz ergibt nach den Worten des Bürgermeisters zusammen mit den Nabburgern eine Schülerzahl von derzeit 515 für den Schulverbund "Nördliches Naabtal".

Zu Beginn des Verbundes 2011 seien es noch etwa 700 Schüler gewesen. "Wir versuchen jeden Schulstandort so lange wie möglich zu halten", stellt Schärtl klar. Doch der Schulverbund "Nördliches Naabtal" war bei der Sitzung im Amtszimmer von Bürgermeister Schärtl nicht das eigentliche Thema.

Es ging um den Schulverbund Nabburg, dessen Vorsitzender Schärtl ist. Aber auch diese Verbindung zwischen Nabburg und Guteneck verliert Schüler, was nicht nur an dem Wechsel der M-Klassen zwischen Nabburg und Pfreimd liegt. "Das macht mir Sorgen", sagt Schärtl. 54 M 10 Schüler wurden 2016/17 in Pfreimd unterrichtet. In etwa die gleiche Zahl soll die M 10 im neuen Schuljahr in Nabburg erhalten.

Trend zur Realschule

Schärtl bedauert, "obwohl der Abschluss gleichwertig ist, dass der Elternwille nach wie vor zur Realschule tendiert". Er kündigte fürs neue Schuljahr eine offene Ganztagsschule in Kooperation mit der Förderschule an Der Anteil des Schulverbundes dafür ist im Verwaltungshaushalt mit 1000 Euro angesetzt. Die Haushaltssatzung wurde ebenso einstimmig erlassen wie der Stellen, Finanz- und Investitionsplan angenommen.

Nach der Sanierung

Für die Zimmerausstattung wird erst nach der Generalsanierung Geld in die Hand genommen. Abgeschlossen wurden auch nach Feststellungen der Jahresrechnungen die Jahre 2013 bis 2015. Eine Rechnungsprüfung für 2016 soll, so der Verbandsvorsitzende, im Spätherbst dieses Jahres erfolgen, nachdem der Kämmerer der Versammlung einen Rechenschaftsbericht gegeben hat. Vier überplanmäßige Ausgaben 2016 genehmigte die Versammlung einstimmig.

Sie stimmte auch der Vergabe zum Kauf von Werkzeug in Höhe von 8800 Euro an die Firma Haas zu. Schärtl erläuterte dazu, dass Eile geboten war, denn bei einer Begehung durch den Fachberater habe sich herausgestellt, die Ausstattung sei für Unterricht und Prüfungen unzureichend. Feilen, Schraubstöcke, diverse Zangen, Sägen und Poliersteine sollen bis zum Schulbeginn geliefert werden. Dies sei erst der erste Teil zur Verbesserung des Werkraums. Rektor Robert Häusler mit Konrektorin Martina Heider in der Sitzung anwesend, lobte die schnelle Reaktion zur Aufwertung des Werkraumes.

Der Haushalt des Schulverbandes Nabburg

Der Haushalt 2017 hat ein Gesamtvolumen von 396 700 Euro und erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 1100 Euro (0,3 Prozent). Der Verwaltungshaushalt schließt mit 377 400 Euro (Vorjahr 356 800 Euro). Er steigt nach Aussagen von Kämmerer Fritz Lobinger um 20 600 Euro (8,5 Prozent). 7600 Euro fließen beispielsweise in Reparaturen in den Schulturnhallen. 1500 Euro werden für Lehr- und Unterrichtsmaterial ausgegeben. Die Personalkosten für Reinigungspersonal und Hausmeister sinken, weil eine neue Kraft noch in einem niedrigeren Tarif arbeitet.

Die Kostenerstattungen durch die Gemeinden mindern sich um 55 600 Euro, wobei sich die Gastschulbeiträge um etwa 57 000 Euro minimieren. Wegen Nachzahlungen aus den Jahren 2012 bis 2014 spült die Schülerbeförderung 44 500 Euro in die Kasse. Im Vermögenshaushalt mit 19 300 Euro schlagen die Prallschutzmatten für die Turnhallen mit 6400 Euro als größter Posten zu Buche. Der Vermögenshaushalt reduziert sich im Vergleich zu 2016 um gut die Hälfte (Vorjahr 38 800 Euro). Die Umlage pro Schüler steigt von 2964,37 Euro auf 3652,94. (ihl)

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