Sicherer Schuss gehört zur Jagd

Zur Übergabe der modernisierten Schießanlage für Jäger kamen auch BJV-Vizepräsident Dr. Günther Baumer (links) und Landrat Thomas Ebeling (Dritter von links) nach Windpaißing. Bilder: ohr (2)
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Nabburg
10.07.2017
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Das Üben am Schießstand diene dem Tierschutz, und der Bayerische Jagdverband (BJV) unterstütze den Bau von Schießstätten. Diese beiden Botschaften überbrachte BJV-Vizepräsident, Dr. Günther Baumer, bei der offiziellen Übergabe der Schießanlage der Kreisgruppe Nabburg am Kulm bei Windpaißing.

-Windpaißing. Vorsitzender Burkhard Graf Beissel von Gymnich hieß die Gäste - unter ihnen BJV-Schießstättenobmann Max Peter Graf von Montgelas und Ehrenvorsitzender Alois Seegerer - willkommen. Mit anwesend waren auch Vertreter der Hegegemeinschaften Guteneck, Nabburg, Pfreimd, Schwarzenfeld und Wernberg.

Viel Herzblut sei in den Bau der Schießstätte geflossen. Mehr als 500 Arbeitsstunden sind seinen Worten zufolge von Freiwilligen für die Sanierung der alten Anlage aus dem Jahre 1972 geleistet worden. Der BJV bewilligte eine Zuwendung in Höhe von rund 12 000 Euro zur Investitionssumme von 23 000 Euro. Die Übungsstätte stehe allen Jägern des Landkreises für einen sicheren Schuss zur Verfügung. Abschließend erging eine Einladung ans BJV-Präsidium zu einem gemeinsamen Essen nach Guteneck.

"Kein Meister ist vom Himmel gefallen", merkte BJV-Vize-Präsident Dr. Günther Baumer aus Kümmersbruck (Landkreis Amberg-Sulzbach) bei seinem Besuch an. Gutes Schießen und sicheres Treffen setze häufiges Üben voraus. Der Tierschutz werde von den Jägern ernst genommen. "Eine gut ausgebildete Hand gehört dazu," lautete seine feste Überzeugung. Die diversen Nadeln des BJV für Auszeichnungen sollten ebenfalls ein Anreiz sein.

Jetzt wieder gut in Schuss

Der BJV gebe gerne Zuschüsse, aber "das Geld wird knapper". Im Jahre 2015 waren noch 80 000 Euro für Schießanlagen eingeplant. Für das laufende Jahr sind keine Mittel vorgesehen. Der BJV-Repräsentant bat die Jäger, das Schießheft zu führen. Bayern setze auf Freiwilligkeit. Aber auf höheren politischen Ebenen werde über einen verpflichtenden Nachweis nachgedacht. Für bereits genutzte Waffenschränke gelte ein Bestandsrecht. Auch Erben sind demnach geschützt.

Der vor 45 Jahren gebaute Schießstand war nicht mehr zeitgemäß und stieß auf eine geringe Resonanz, berichtete Schießobmann Konrad Kederer aus Nabburg, der federführend für die Modernisierung war. In der Sitzung am 19. Juli 2016 fasste die Vorstandschaft des Jagdverbandes den Realisierungsbeschluss, die Arbeiten begannen am 1. August, und Anfang Oktober war das Vorhaben mit starker Eigenleistung abgeschlossen. Der Übungsbetrieb konnte anschließend aufgenommen werden. Treffer werden elektronisch angezeigt.

Mit Polit-Prominenz

Staatssekretär a.D. Otto Zeitler, selbst ein langjähriger, passionierter Jäger, beleuchtete jagdbezogene Schwierigkeiten auf der politischen Schiene und meinte abschließend: "Am Schießstand wird das Handwerk gelegt". Er habe einen engen Bezug zur Jagd, er stehe zu den Jägern und er freue sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit, unterstrich Landrat Thomas Ebeling. Die Untere Jagdbehörde ist am Landratsamt angesiedelt.
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