Sternsinger unterwegs
Friedensboten gegen Kinderarbeit

In ihren farbenprächtigen Gewändern wurden die Sternsinger in Schwarzenfeld von Pfarrer Heinrich Rosner (rechts) und Pfarrvikar Joseph Kokkoth (links) ausgesandt. Bild: ksi
Vermischtes
Nabburg
04.01.2018
137
0
 
Bevor sich die Sternsinger in Nabburg auf den Weg machten, stand das Einkleiden auf dem Programm. Bild: bph
 
Auch in Pfreimd segneten die Sternsinger die Häuser und baten um eine kleine Spende. Bild: hm

Sie bringen Segen und wollen Segen sein. Zahlreiche Ministranten - Mädchen und Buben - sind derzeit wieder als Sternsinger in den Straßen unterwegs, segnen die Häuser und bitten um eine Spende. Sie wollen damit ein Zeichen gegen Kinderarbeit in Indien und auf der ganzen Welt setzen.

/ Pfreimd / Schwarzenfeld/Fensterbach / Schmidgaden / Trausnitz. Auch im Altlandkreis Nabburg ziehen die Sternsinger derzeit von Haus zu Haus, nachdem sie bei Gottesdiensten ausgesandt worden waren. Nachfolgend eine Übersicht:



Der Aussendungsgottesdienst der Sternsinger begann mit dem Einzug der farbenfroh gekleideten Mädchen und Jungen in den Nabburger Johannesdom. Kaplan Berno Läßer wies auf das Motto der Sternsingeraktion 2018 hin: "Gemeinsam gegen Kinderarbeit". Wie im Vorjahr zeigen die Nabburger Sternsinger auch heuer Solidarität mit Südafrika: Ein Teil der gesammelten Spenden ist für die Arbeit von Schwester Eobarda Ries bestimmt. Bei ihren Hausbesuchen schreiben die Sternsinger den Segensspruch über die Türen: 20*C+M+B+18. Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Zugleich ist er Zeichen für Christus. Die Buchstaben C+M+B stehen für "Christus Mansionem Benedicat" - Christus segne dieses Haus. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Damit die Buben und Mädchen in bunten Gewändern durch Nabburg und die Ortschaften ziehen können, zeichnen Maria Pamler, Roswitha Reif und Marianne Lorenz ehrenamtlich verantwortlich. Sie hatten sich um den 70 Gewänder umfassenden Fundus in der Sakristei des Pfarrhofes gekümmert.

Pfreimd

Auch in der Landgrafenstadt trugen 19 Sternsingergruppen den Segen von Haus zu Haus und brachten den Segensspruch 20*C+M+B*17 (Christus segne dieses Haus) an den Türen an. Unterstützt wurden die mehr als 100 Ministranten der Pfarrei Pfreimd von 15 Kommunionkindern. Bei der diesjährigen Sternsingeraktion wurde für notwendige Projekte in Indien gesammelt. (hm)

Schwarzenfeld

Beim Neujahrsgottesdienst entsandte Pfarrer Heinrich Rosner die Ministranten in Schwarzenfeld. Gemeindereferent Markus Seefeld erinnerte an Kinder in Not und bat um Unterstützung für die Schaffung von Schulprojekten, für Selbsthilfegruppen für Mütter, um fairen Handel, um Kinderarbeit auszuschließen. In den Fürbitten wurde ebenfalls ein Zeichen gegen Kinderarbeit gesetzt. In Vierergruppen sind die Ministranten der "Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt" als Sternsinger in farbenprächtigen, edlen Gewändern unterwegs. Die Heiligen Drei Könige und der Sternträger besuchen in diesen Tagen die Familien in der Pfarrei als Boten des Friedens mit gesegneter Kreide und Weihrauch. (ksi)

Fensterbach

Auch im Gebiet der Pfarrei Dürnsricht-Wolfring und der Expositur Högling ziehen die Sternsinger von Haus zu Haus. Nachdem sie sich in den vergangenen Jahren zu einer gemeinsamen Feier getroffen hatten, fanden heuer wieder in den einzelnen Kirchen Gottesdienste statt. Im Anschluss wurden sie von Pfarrer Hoch ausgesandt. Der Geistliche begrüßte die Kinder zu Beginn mit den Worten: "Schön, wenn man das Jahr mit dem Einsatz für andere Kinder beginnt." Für alle Sternsinger gab es ein Freundschaftsband als Zeichen der Zusammengehörigkeit. Auch dem Jesuskind in der Krippe legten die Sternsinger ein Band an. (nib)

Schmidgaden

In der Pfarreiengemeinschaft Schmidgaden-Rottendorf wurden die Sternsinger ausgesandt mit dem Ziel, in Indien und weltweit die Kinderarbeit zu verhindern. Kinder sind eigentlich durch internationales Recht vor Ausbeutung geschützt. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Weltweit arbeiten 168 Millionen Kinder und Jugendliche. Die meisten tun dies nicht freiwillig: Viele werden ausgebeutet und missbraucht. Allein in Indien - dem Beispielland der Aktion - arbeiten 60 Millionen Kinder. Die Folgen auf das Leben und die Entwicklung sind verheerend. Dies verletzt nicht nur geltendes Recht, sondern steht auch in elementaren Widerspruch zum christlichen Menschenbild. Pfarrer i. R. Richard Salzl sandte in Trisching die Sternsinger aus. Diese waren wieder im gesamten Gemeindegebiet unterwegs. Sie baten an den Haustüren für eine Spende für eine bessere Zukunft der Kinder auf der Welt.(ral)

Trausnitz

"Gott segne dieses Haus und alle die da gehen ein und aus." 24 Sternsinger der Pfarrei Trausnitz machten sich bei Sturm und Regen auf den Weg, diesen Segensspruch in die Häuser zu tragen. Angeführt vom Stern und ausgestattet mit Kreide und Weihrauch gingen die drei Heiligen Könige, Caspar, Melchior und Balthasar, von Tür zu Tür und entboten allen Bewohnern die besten Wünsche für ein segensreiches neues Jahr. Auch in der Pfarrei Trausnitz stießen die Sternsinger mit ihrem Anliegen auf offene Ohren und wurden reichlich beschenkt. (bnr)

Altendorf

Am frühen Morgen trafen sich die Sternsinger in der Pfarrkirche St. Andreas. Es wurde Salz, Wasser, Kreide und Weihrauch gesegnet. Mit diesen Gaben waren die Sternsinger unterwegs und brachten den Segen Gottes in die Häuser. Pfarrer Wutz hob hervor, dass es gerade zu Beginn des Jahres wichtig sei, den Segen Gottes in die Häuser zu tragen, damit das Neue Jahr ein gesegnetes Jahr werde. An zwei Tagen waren die Sternsinger unterwegs. Von Holzhof bei Zangenstein bis Marklhof bei Willhof, von Luigendorf bis Irlhof bei Dürnersdorf erbaten sie auch heuer wieder Gaben für die Weltmission.

Wernberg-Köblitz

In malerischer Kulisse wurden die Oberköblitzer Ministranten heuer von Pastoralreferent Maximilian Pravida feierlich ausgesandt. Organisiert von Oberministrantin Marie Jungwirth zogen die Kinder durch die Straßen der Ortsteile und konnten stolze 3210,32 Euro sammeln. Die Minis von Neunaigen St. Vitus sammelten bei der diesjährigen Sternsingeraktion 886,50 Euro. Ausgesandt wurden sie von Pfarrer Siegmund Kastner, der an diesem Tag in seinem Heimatdorf weilte. Unterstützt wurden sie dabei von Pastoralreferent Maximilian Pravida und einigen Ehrenamtlichen rund um Oberministrantin Marlena Ruider.Wie es mittlerweile schon Tradition ist, sind die Sternsinger von Wernberg St. Anna in der OWV-Hütte von Paul Neblich und Johann Zitzler bewirtet worden. Vom leckeren Mittagessen gestärkt, konnten die Wernberger Sternsinger 1648,70 Euro für das Kindersmissionswerk sammeln, worüber sich Pfarrer Markus Ertl sehr freute.

Guteneck

Auch in der Pfarrei Weidenthal machten sich insgesamt 18 Sternsinger aus den Reihen der Ministranten auf den Weg, die von Pfarrer Johann Wutz am Dreikönigstag ausgesandt wurden. In fünf Gruppen aufgeteilt, besuchten sie in den verschiedenen Ortschaften die Häuser, um den Segen Gottes zu bringen und mit den erhaltenen Spenden gemeinsam für die Projekte gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit beizutragen.

Stulln

Pfarrvikar Joseph Kokkoth und Gemeindereferent Markus Seefeld zogen mit Ministranten in ihren prächtigen Gewändern zur Eröffnung des festlichen Gottesdienstes in die St.-Barbara-Kirche Stulln ein. Vier von ihnen trugen Gegenstände mit sich, blieben auf den Stufen zum Altar stehen  und konfrontieren die Kirchenbesucher mit ihren Berichten: Von morgens bis abends müssen Mädchen oder Buben für einen Armreif, eine Jeans, einen Baumwollpullover oder einen Fußball arbeiten. „Wenn ich in Indien leben würde, könnte ich selbst dieses Mädchen oder dieser Bub sein“, lautete stets der Schlusssatz. Das Predigtspiel thematisierte „Fairer Handel“, „Schulprojekte“, „Kinderrechte“,„Selbsthilfegruppen“ und „Bewusst einkaufen“. Nach dem Gottesdienst machten sich die Sternsinger unter dem Leitgedanken 2018 auf den Weg, um die Menschen zu besuchen und und ihnen Gottes Segen zu bringen. (ohr)

 
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.