16.05.2017 - 17:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Weg vom Acker auf den Teller

Der Kreisberatungsausschuss des Bayerischen Bauernverbandes ist sich einig: Der Verbraucher muss für die Belange der Landwirtschaft stärker sensibilisiert werden. Deshalb sind etliche Aktionen in Vorbereitung.

Im Praxisversuch bei Raffach wurde die sogenannte Fadenmethode gezeigt, um den Mulchdeckungsgrad einer Fläche zu ermitteln. Je mehr Mulch auf der Oberfläche liegt, desto geringer ist das Erosionsrisiko durch Starkregen.
von Externer BeitragProfil

Der Kreisberatungsausschuss des Bayerischen Bauernverbandes tagte - so eine Pressemitteilung - im Landwirtschaftsamt, um mit den land- und forstwirtschaftlichen Verbänden und Bildungseinrichtungen die Schwerpunktthemen für die Bildungs- und Beratungsarbeit 2017/2018 zu diskutieren. Kreisobmann Josef Irlbacher formulierte den Auftrag des Gremiums, wichtige Themen gemeinsam zu bearbeiten und sich gegenseitig abzustimmen.

Wirtschaftsweise erklären

Geschäftsführer Reinhold Witt erarbeitete mit den Teilnehmern eine Vielzahl von Themen, die vom Waldschutz, der Rettungskette Forsten, der Vermittlung eines Einblicks der Verbraucher in aktuelle Landwirtschaft, der automatisierten Ziehung von Bodenproben bis zu den Neuerungen bei der Umsetzung der Düngeverordnung gingen. Damit Verbraucher wieder mehr Verständnis für die Belange der Landwirtschaft und den Weg eines Lebensmittels vom Acker auf den Teller erhalten, wird es einen Tag des offenen Bauernhofes geben, Kindertage auf dem Bauernhof und den Erntedankmarkt in Schwandorf. Auch die Landwirte selbst werden sich damit beschäftigen, ihre Wirtschaftsweise zu erklären und darstellen, was ein verantwortungsvoller Landwirt tut.

Idee "Regionalatlas"

Es kam die Anregung einen Regionalatlas zu erstellen, wo im Landkreis Schwandorf erzeugte Lebensmittel zu bekommen sind, auch die, die möglicherweise in Regalen des Lebensmitteleinzelhandels stehen. Das Thema "Woher kommt unser Essen?" wird Ende Juni auf einem Direktvermarkterbetrieb näher erklärt.

Ein wichtiges Arbeitsfeld wird besonders in diesem Jahr der Boden- und Gewässerschutz sein. Hierzu sind von den Organisationen Aktionen wie Mulchtage, Maschinenvorführen und gezielte Beratungen geplant. Wie wichtig den Beteiligten dieses Thema ist zeigte das große Interesse an einem Praxisversuch auf einer Fläche bei Raffach, wo verschieden Varianten der Bodenbearbeitung nach einer Winterzwischenfrucht besichtigt wurden. Demonstriert wurde hier die sogenannte Fadenmethode, um den Mulchdeckungsgrad einer Fläche zu ermitteln. "Je mehr Mulch auf der Oberfläche liegt, desto geringer ist das Erosionsrisiko durch Starkregen", erläuterte Wasserberater Josef Bösl vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten Amberg. Dass es gar nicht so einfach ist, einen guten Kompromiss hinsichtlich ausreichender Mulchabdeckung, gutem Saatbeet und optimalen Bedingungen für das Pflanzenwachstum zu erzielen, zeigten die lebhaften Diskussionen der Experten auf der Fläche.

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