Zeichen für gemeinsame Aufgabe

Stolz präsentiert das Johann-Andreas-Schmeller Gymnasium das verliehene Schild, das es als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ausweist. Schild und Urkunde überreichte Andrea Glaubitz (links) an Kassian Gradl, Andrea Klug als Patin, Miriam Schindler, Emilia Ries und Christian Schwab (von links). Bild: bnr
Vermischtes
Nabburg
12.04.2018
47
0
 
Eine Reihe von Ehrengästen wohnte der Titelverleihung bei. Erste Reihe von links: Ministerialbeauftragter für die Gymnasien der Oberpfalz Ltd. OStD Franz Xaver Huber, Schulleiter OStD Christian Schwab, die Patin Prof. Dr. Andrea Klug, Andrea Glaubitz als Vertreterin der Regionalkoordination, Kurt Koppmann als 2. Bürgermeister der Stadt Nabburg und Johanna Baumann die Vorsitzende des Elternbeirates.

Ein Schild mit der Aufschrift "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" schmückt das Johann-Andreas-Schmeller- Gymnasium. Es ist der sichtbare Ausdruck für eine freiwillige Verpflichtung, welche die Schüler und ihre Lehrer eingegangen sind. Ein feierlicher Akt dient der Auszeichnung der Schule.

Nach einem Musikstück der JAS-Big-Band hieß Oberstudiendirektor Christian Schwab eine Reihe hochkarätiger Ehrengäste in der Schulturnhalle willkommen. Unter ihnen war OTH-Präsidentin Professor Andrea Klug, welche die Patenschaft für die Courage-Schule übernommen hatte. Sein Willkommensgruß galt auch dem Ministerialbeauftragten für die Gymnasien der Oberpfalz, Franz Xaver Huber. "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" (SOR-SMC) sei das größte Schulnetzwerk in Deutschland, dem 2400 Schulen angehören, die von über einer Million Schüler besucht werden. Diese Schulen wenden sich gegen alle Ideologien der Ungleichwertigkeit, ebenso gegen Diskriminierung und Rassismus.

Die Theatergruppe der Oberstufe stellte in ihrem Stück den Wunsch nach einer Schule und einer Oberpfalz ohne Rassismus dar. Doch die Wirklichkeit sieht oft anders aus. Angst vor anderen Kulturen, Aggression und Boshaftigkeit gegenüber allem Fremden führten zu verbalen Ausbrüchen gegen Ausländer, die jeder Beschreibung spotten. Nicht selten ist auch Gewalt mit im Spiel. Die meist anonym geäußerte Ablehnung von Menschen, die anders aussehen, anders denken oder anders sind, sei im öffentlichen Kontext fast schon zum Alltag geworden. Jetzt komme auch noch eine religiös motivierte Diskriminierung von jüdischen Schülern dazu. Gegen diese bösen Strömungen wollen die Schüler einen Gegenpol gegen Rassismus und Diskriminierung setzen.

86 Prozent machen mit

Mit großem Engagement sind die SMV und die Schulsprecher Miriam Schindler, Emilia Reis und Kassian Gradl mit Unterstützung der Lehrkräfte an das Projekt herangegangen und haben die nötigen Unterschriften gesammelt. Die Statuten sehen vor, dass sich mindestens 70 Prozent aller Menschen, die an einer Schule lernen und arbeiten, mit ihrer Unterschrift verpflichten, aktiv gegen jede Form der Diskriminierung an ihrer Schule einzutreten. 86 Prozent haben mit ihrer Unterschrift ihre Unterstützung bekundet. Und für was steht der fehlende Rest?

"Doch nicht nur Rassismus gegen Ausländer steht im Vordergrund. Es geht auch um Respekt, Toleranz und Gemeinschaft im Alltag, der oft geprägt ist durch eine heimliche, stille und leise Diskriminierung und Ausgrenzung, die jeder jeden Tag zu spüren bekommt", legte der Schulleiter seinen Schülern ans Herz.

Dank an die Patin

Die besondere Auszeichnung der Schule fand auch die Würdigung vom Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in der Oberpfalz, dem Leitenden Oberstudiendirektor Franz Xaver Huber, der mit dem Geist, der an der Schule herrscht, bestens vertraut ist. Vehement tritt er für eine "Schule der Toleranz und Offenheit ein". "Wir leben in einer Zeit, in der wir auf diese Werte acht geben müssen", stellte er als Mahnung in den Raum.

"In der OTH-Präsidentin Andrea Klug hat das Gymnasium eine Patin des Projektes gefunden, für die die Übernahme der Patenschaft nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, sondern die voll hinter dem Projekt steht nachhaltig und über den heutigen Tag hinaus - was im Übrigen nicht selbstverständlich ist", dankte der Schulleiter der Patin. Professor Andrea Klug war selbst neun Jahre lang Schülerin des JAS- Gymnasiums und ist allein schon von daher für diese Aufgabe prädestiniert. "Die Verleihung des Titels Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage ist keine Belohnung, sondern eine Aufgabe für die Zukunft. Wir müssen alle achtsamer miteinander umgehen", gab Schwab allen mit auf den Weg. Die Auszeichnung an das Johann-Andreas-Schmeller Gymnasium übergab Andrea Glaubitz, als Vertreterin der SOR-SMC- Regionalkoordination.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.