11.02.2018 - 12:22 Uhr
Nabburg

Zeugnisse für die Besten der Berufsschule Die Selbstständigkeit wählen

"Fachkräfte von morgen werden nicht geboren - sie werden ausgebildet." Für 108 Absolventen der Berufsschule Nabburg wird diese Weisheit zur Realität. Nach dreieinhalb Jahren intensiven Lernens erhalten sie nun ihr langersehntes Abschlusszeugnis.

Die Berufsschule Nabburg konnte acht Absolventen für hervorragende Leistungen auszeichnen. Es sind dies von links: Christina Demleitner, Katharina Kotz, Christina Blödt, Thomas Süß, Janik Auburger, Timo Garscha und Max Röthlein. Es gratulierten von links: Christian Glaab von der Kreishandwerkschaft, Fachlehrerin Martina Stöhr, Studiendirektor Johann Bauer, Manuel Lischka von der IHK, Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl, Bürgermeister Armin Schärtl und Schulleiterin Rosina Pimmer (rechts). Bild: bnr
von Richard BraunProfil

In Zeiten, in denen in nahezu allen Betrieben Fachkräftemangel herrscht, gewinnt die Abschlussfeier einer Berufsschule besondere Bedeutung. Umso größer ist auch die Zahl der Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und den Ausbildungsbetrieben, die von der Schulleiterin Rosina Pimmer in der Aula begrüßt werden konnte. Die Hauptpersonen waren aber die 108 jungen Fachkräfte aus neun Ausbildungsrichtungen, die durch ihren Abschluss mit beiden Beinen im Berufsleben angekommen sind.

Lösungsorientiert arbeiten

"Sie haben sich zu einer kompetenten Persönlichkeit entwickelt, die praktisch und lösungsorientiert arbeiten kann und darauf können sie stolz sein", lobte die Schulleiterin den Eifer und das Engagement, mit dem die jungen Fachkräfte ihre Ausbildung angingen.

Studiendirektor Johann Bauer vom Beruflichen Schulzentrum Oskar-von-Miller Schwandorf, zu dem die Berufsschule Nabburg als Außenstelle gehört, verlas die Laudatio des kurzfristig verhinderten Schulleiters Ralf Bormann. Darin bezeichnete der Schulleiter zwei Sachen als spielentscheidend: Das lebenslange Lernen ist wichtiger den je und die Bitte, in unserer Boomregion zu bleiben. "Wir brauchen sie!" , so der Aufruf des erfahrenen Schulleiters.

Verantwortung tragen

In diese Kerbe schlug auch Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl, der die Oberpfalz als Zukunftsregion in Bayern pries. Ähnlich klangen auch die Worte von Manuel Lischka von der IHK. Er gab den jungen Fachkräften den Rat, "sich in der Welt umzusehen, aber dann wieder in unsere Region zurückzukehren". Als Mann der Praxis ermutigte Christian Glaab, Kreishandwerksmeister Schwandorf, die Absolventen, die Selbstständigkeit als Weg in die Zukunft zu wählen. "Nur die Verbindung von Neuem und Alten bringt uns weiter. Man muss die Theorie auch praktisch umsetzen können," so die tägliche Erfahrung des Fachmannes.

Der Erfolg einer fundierten Ausbildung gründet auf dem Zusammenspiel von Lehrling, Ausbildungsbetrieb, Schule und Eltern. Diesen vier Partnern dankten die Schulsprecherinnen der Entlassklassen, Sabine Fischer und Carolin Neidl. Sie freuen sich auf den neuen Weg, Entscheidungen selbst zu treffen und selbst Verantwortung übernehmen zu können. "Wir werden unseren Weg finden", versprachen die beiden Schulsprecherinnen im Namen ihrer Kollegen. Die 108 Absolventinnen und Absolventen der Berufschule Nabburg wurden in neun Berufen ausgebildet. Es sind dies: 26 Metallbauer, 21 KFZ-Mechatroniker, 10 Industriekaufleute, 2 Kaufleute im Einzelhandel, 3 Verkäufer/innen, 19 Bankkaufleute, 3 Automobilkaufleute, 14 Kaufleute für Büromanagement, 10 Kaufleute im Groß- und Außenhandel.

Das Besondere an dem Berufsschulstandort Nabburg ist die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarschulen. Dies zeigt sich auch daran, dass die Abschlussfeier in der Turnhalle des Johann-Andreas-Schmeller Gymnaiums statt fand und die musikalische Gestaltung der Feier das Kollegium der Naabtal-Realschule Nabburg übernommen hat.

Geschenke für die Besten

Zu einer Abschlussfeier gehört natürlich die Auszeichnung von Schülern, deren Leistungen besonders herausragen. Die Jahrgangsbesten mit dem Notendurchschnitt von 1,0 wurden die Industriekauffrauen Christina Blödt und Christina Demleitner. Ihr Ausbildungbetrieb ist die Firma Gerresheimer in Wackersdorf. Ebenfalls mit 1,0 schloss Lukas Köhler seine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel ab. Sein Ausbildungsbetrieb ist die Firma Eisen-Schmid GmbH in Schwandorf. Bürgermeister Armin Schärtl übergab als Dank ein Buchgeschenk. Für weitere fünf Berufsbeste mit hervorragenden Leistungen gab es Auszeichnungen und Urkunden. Im Einzelnen sind dies: der Metallbauer Thomas Süß (Dreher Metallbau, Neukirchen-Balbini); KFZ-Mechatroniker Timo Garscha (Maschek Automobile GmbH, Schwandorf); Kaufmann im Einzelhandel Max Röthlein (Meier Sporthaus GmbH, Neunburg); Bankkaufmann Janik Auburger (Sparkasse Schwandorf); Kauffrau für Büromanagement Katharina Kotz (Netto Marken-Discount Maxhütte-Haidhof). (bnr)

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