30.05.2017 - 16:58 Uhr
NabburgOberpfalz

Bürgerenergiegenossenschaft Mittlere Oberpfalz investiert Windrad als Neuerwerbung

Die Bürgerenergiegenossenschaft Mittlere Oberpfalz, kurz Bemo, sieht sich auf dem richtigen Weg - vom Ertrag und von den Investitionen her. Wenn die Sonne scheint und der Wind bläst, rollt auch der Rubel, respektive der Euro. Und das tut er recht eifrig.

Beim Windpark "Trogen 1" handelt es sich um fünf Anlagen, die bereits einige Jahre laufen. Das Windrad, das erworben werden soll, ist eine 2,3-Megawatt-Enercon-Anlage. Auch wenn das Windrad der Bemo gehört, wird der erzeugte Strom mit der Energie der vier weiteren Anlagen des Windparks im Pool vermarktet. Archiv-Bild: Hartl
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Die drei kürzlich wiedergewählten Bemo-Vorsitzenden Armin Schärtl, Ernst Bräutigam und Bernhard Werner (alle Nabburg), sowie der Pfreimder Arnold Kimmerl als wieder gewählter Vorsitzender des Aufsichtsrats stellten im Nabburger Rathaus die Gewinn- und Verlustrechnung des kommunalen Energieerzeuger-Genossenschaft vor.

Sie freuten sich, dass drei Prozent Dividende pro Anteil ausgezahlt werden kann. Die kleinsten Anteile betragen 500 Euro (woraus eine 15-Euro-Dividende resultieren würde), die größten gehen in den fünfstelligen Bereich. Man könnte bei entsprechender Bereitschaft bis zu 100 000 Euro in die Bemo investieren. Das hat noch niemand getan, aber dafür gäbe es 3000 Euro pro Jahr. Das ist auf jeden Fall mehr, als wenn das Geld auf dem Sparbuch parkt. Und man tut etwas für die Energiewende.

Nachdem die Bemo eine Zeitlang einen Aufnahmestopp verhängt hatte, werden jetzt neue Mitglieder wieder gerne gesehen. Da sich die Rentabilität herumgesprochen hat und weil die Bemo Geld für Investitionen braucht, haben die bisherigen 250 Genossen Zuwachs bekommen - 60 neue Anteilseigner gehören dazu. So ist der Kauf eines Windrads beschlossene Sache, demnächst ist Notartermin. Das Objekt der energetischen Begierde liegt im Fichtelgebirge, 20 Kilometer östlich von Hof, im Windpark "Trogen 1". Dieses Windrad wird von Bemo künftig selbst betrieben. Die Kosten liegen bei 3,6 Millionen Euro. "Das ist alles schon finanziert", versicherte Bernhard Werner, der als Bankdirektor die entsprechenden Erfahrungen mitbringt.

Wie sicher sind die Anteile? Laut Armin Schärtl gibt es keine Nachschusspflicht. Rein theoretisch kann jedes Mitglied nach fünf Jahren inklusive Rendite aussteigen. Da die Bemo in den ersten zweieinhalb Jahren noch keine Gewinne erwirtschaftete, wird von Neumitgliedern fairerweise ein dreiprozentiges "Eintrittsgeld" verlangt. Schärtls Fazit: "Das Geld ist sicher". Wer Interesse an Bemo-Anteilen hat, erhält Infos auf der Homepage oder bei Ernst Bräutigam unter Telefon 09433/24070.

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