02.10.2017 - 16:52 Uhr
NabburgOberpfalz

Girokonto und Sparbuch für Experten Björn Jesch keine Alternative für Geldanlage: Signale für Anlagen auf dem Aktienmarkt

"Die Zinsen werden so schnell nicht steigen", ist Fondsmanager Björn Jesch überzeugt. Was also tun, wenn Girokonto und Sparbuch das Kapital vernichten? Der Geschäftsführer der Union Investment Privatfonds GmbH in Frankfurt hat Alternativen im Angebot.

Fondsmanager Björn Jesch sprach auf Einladung der Raiffeisenbank. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Der Absolvent der Harvard Business School in Boston sprach in der Spitalkirche zu einem ausgewählten Kundenkreis der Raiffeisenbank im Naabtal, für die die Investment Privatfonds GmbH zu den Verbundpartner gehört. Björn Jesch ist seit fünf Jahren Geschäftsführer und Leiter des Portfoliomanagements mit 260 Mitarbeitern und einem Anlagevermögen von 70 Milliarden Euro. Der ausgebildete Bankkaufmann und Devisenhändler hütet sich zwar vor Renditeprognosen, sieht in Mischfonds aus Aktien, Anleihen und Rohstoffen aber gewinnbringende Anlageformen. Der Banker rät zu einer breiten Streuung des Portfolios mit internationalen Wertpapieren. "Der Kunde kann dabei sein Risiko selbst bestimmen", erklärt Björn Jensch. Vorausgesetzt, er höre auf den fachkundigen Rat eines Profis.

Die Konjunktur in Deutschland "brummt", das Wachstum in Europa sei weiter "dynamisch", und "der synchrone Aufschwung der Weltwirtschaft geht weiter". Für Björn Jesch sind das positive Signale für Anlagen auf dem Aktienmarkt. "Mit langem Atem und einem Fondssparplan entkommt der Sparer dem Niedrigzinsumfeld", ist der Fondsmanager überzeugt. Schon mit 50 Euro im Monat und einem Sparplan von drei bis fünf Jahren rechne sich die Strategie. Zwar liege das Zinstief hinter uns, so der Referent, "aber das Niveau wird niedrig bleiben". Wer deshalb sein Geld weiter auf dem Giro- oder Sparkonto parke, werde es nicht vermehren.

Der Vorstandssprecher der Raiffeisenbank im Naabtal, Bernhard Werner, will die Leute vor Verlusten bewahren. "Wir wünschen uns zufriedene Kunden", sagt der Bank-Chef. Deshalb wirbt er bei den Sparern um Vertrauen und verspricht eine "individuelle, qualifizierte und transparente Beratung". Weil "EZB-Oberbanker Mario Draghi" den Zins quasi abgeschafft habe, sollte sich der Geldanleger nach alternativen Formen umsehen und den Weg zum Berater suchen. Bernhard Werner stellte mit Rosmarie Semmelmann und Karl Sebald zwei Experten der Bank vor.

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