08.03.2018 - 20:00 Uhr
Nabburg

Projekt "Innovative Oberpfalz" Erfindungsreichtum fördern

Ziel des Projektes "Innovative Oberpfalz" ist es, Technologieförderprogramme für kleine und mittelständische Unternehmen bekannter zu machen - und die Betriebe zu motivieren, Fördermöglichkeiten aktiv zu nutzen. Wie das geht, verrät Bezirkstagspräsident Franz Löffler.

"Förderprojekte geben uns die Chance, innovative Ideen voranzutreiben, die noch weit vom Produkt entfernt sind", freute sich Martin Hartmann von der Wackersdorfer Firma Arges.
von Thomas Dobler Kontakt Profil

Eigentlich sollte Albert Füracker in seiner Eigenschaft als Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat der Vorstellung des Projekts noch besonderen Glanz verleihen. Immerhin ist das "BayernLab" am Obertor, in dem die Veranstaltung stattfand, Teil von Fürackers Ministerium.

Aber es ist ein offenes Geheimnis, dass der Oberpfälzer Füracker im neuen Kabinett Söder eine noch herausragendere Rolle spielen soll. So war der Staatssekretär "unabkömmlich", wie es entschuldigend hieß. Franz Löffler übernahm es also als Bezirkstagspräsident, die Broschüre "Innovative Oberpfalz" vorzustellen; nicht zuletzt, weil das zuständige Beratungsbüro Oberpfalz beim Bezirk angesiedelt ist. Was aber nicht heißt, dass die verantwortlichen Berater in Regensburg sitzen. Michael Zankl ist beispielsweise in Cham angesiedelt, von wo aus er die Betriebe der südlichen Oberpfalz betreut. Lucie Valentová und Maika Victor-Ustohal wiederum arbeiten von Weiden aus für die nördliche Oberpfalz.

Beratung von Firmen

Diese drei Technologie- und Netzwerkmanager haben Unternehmen der Region geholfen, für neue Entwicklungen und Erfindungen Fördergelder zu bekommen. Sie begreifen ihre Einrichtung als "Technologietransfer-Stelle", wie Michael Zankl ausführte. "Wir suchen das Gespräch mit den Firmen in der Oberpfalz, filtern raus, was an Forschungsbedarf da ist, suchen Förderprogramme und helfen bei den Anträgen", präzisierte der Berater. Wichtig sei hier auch oft, den Kontakt zu den Forschungseinrichtungen der Hochschulen herzustellen. Und natürlich der grenzüberschreitende Kontakt mit der boomenden Wirtschaftsregion Pilsen.

Zehn Projekte stellt die neue Broschüre des Beratungsbüros Oberpfalz vor - eines aus jedem Landkreis und kreisfreien Stadt. Für den Landkreis Schwandorf geht es darin um ein Vorhaben der Firma Arges GmbH, die früher in Nabburg unweit der katholischen Kirche angesiedelt war, seit einigen Jahren aber in einem größeren Werk in Wackersdorf produziert. Für Arges war dessen technischer Direktor Martin Hartmann zu der Veranstaltung gekommen. Arges (85 Mitarbeiter) ist ein mittelständisches Unternehmen, das innovative Lasertechnologien für Industrie und Medizin entwickelt und diese weltweit verkauft.

Projekt bei Arges

Die Firma engagiert sich seit vielen Jahren in den verschiedensten Forschungs- und Förderprojekten. So brach Hartmann für die neue Broschüre eine Lanze für Technologieförderung: "Förderprojekte geben uns die Chance, innovative Ideen voranzutreiben, die noch weit vom Produkt entfernt sind. Sie mindern die wirtschaftlichen Risiken, wenn die Verwertung noch in der Zukunft liegt. So können wir verschiedene Lösungswege verfolgen, experimentieren, vergleichen und die richtige Entscheidung treffen." Im Mittelpunkt des Interesses stand bei Arges der Scankopf "Chameleon", der eine simultane und unabhängige Bearbeitung mittels zweier unterschiedlicher Laserstrahlquellen ermöglicht. So gelingt es, bei der Fertigung mehrere Bearbeitungsschritte und die Prozessüberwachung unmittelbar hintereinander oder sogar parallel auszuführen.

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