12.02.2018 - 20:00 Uhr
Neualbenreuth

Ringelstein-Schützen beschließen Satzungsänderungen Weichen jetzt in Richtung Zukunft

Im September scheitert das Vorhaben am Widerstand der Mitglieder. Jetzt aber ist die Satzung geändert. Damit stellt der seit einem Jahr agierende Vorstand den Schützenverein auf eine rechtlich einwandfreie Basis.

Bei der Besichtigung des renovierten Schießstandes, (von rechts) Gauschützenmeister Manfred Zölch, Sascha Schenkl (2. Vorsitzender und kommissarischer Sportleiter), Vorsitzender Armin Strohmaier, Zeugwart Matthias Tippmann, Schriftführer Sebastian Bötzl, Bürgermeister Klaus Meyer und Dieter Beer (stellvertretender Bezirksschützenmeister) . Bild: enz
von Autor ENZProfil

Ottengrün. Bei der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Ringelstein im Schützenheim beschlossen die Mitglieder wichtige Änderungen im Regelwerk für den Verein. Zuvor gab Vorsitzender Armin Strohmaier einen umfassenden Tätigkeitsbericht. Dabei konnte er konstatieren, dass der Verein 9 neue Mitglieder gewinnen konnte und jetzt über insgesamt 150 Mitglieder verfügt. "Es ist eine Ehre, Mitglied im Schützenverein zu sein", so Strohmaier. Dafür sollten persönliche Ziele hintenan gestellt werden.

Der Vorsitzende stellte fest, dass die Arbeit des Vorstandsteams zu wenig gewürdigt wird. Er dankte allen, die geholfen haben, den Schießstand nach den gesetzlichen Vorgaben zu renovieren. Weiterhin bat er um eine faire und sachgerechte Auseinandersetzung.

Im Jahr 2017 sind 43 Übungsschießen absolviert worden, bei denen die Teilnehmerzahl besser geworden sei. Zufrieden äußerte er sich über die Teilnahme beim Ostereier- und beim Kirchweihschießen. Lediglich am Nussschießen nahmen nur 13 Personen teil.

In seinem Ausblick erwähnte er die Teilnahme an Kirchenzügen, den RSO-Cup, das Königsschießen und das Ostereierschießen im März, das Maibaumaufstellen auf der Kleinen Kappl sowie das Jubiläumsschießen anlässlich des Schützenfestes zum 110jährigen Bestehen des Vereins. Der Vorsitzende wies noch einmal darauf hin, dass weiterhin ein Jugendleiter gesucht wird: Sascha Schenkl habe das Amt nur kommissarisch übernommen. Schenkl berichtete, dass das Kirwa-Schießen sehr guten Zuspruch fand. Er wies auf die Wichtigkeit des Schießstand-Umbaus hin, um weiterhin eine Genehmigung für den Betrieb zu bekommen.

Eigene Mannschaft

Sein Ziel sei der Aufbau einer eigenen Mannschaft im Bereich Luftgewehr/Luftpistole, erklärte Schenkl. Dafür würden 6 Schützen gebraucht und gute neuwertige Gewehre angeschafft. Sehr wichtig wäre gerade die Teilnahme an Wettbewerben, in denen man sich mit anderen messen kann. Dies gelte insbesondere für Jugendliche. Darum sah Schenkl in der Förderung von Jugendlichen eine wichtige Aufgabe. Er selbst werde in der 3. Mannschaft von Wondreb mitschießen.

Bürgermeister Klaus Meyer dankte in seinem Grußwort für die Einladung. Er sei stolz diesen Schützenverein zu haben, denn sonst wären viele Veranstaltungen nicht so bunt. Er zeigte sich positiv überrascht, was der Verein im letzten Jahr alles auf die Beine gestellt habe. Damit bereichere er das Leben in der Marktgemeinde, denn es gehe um Tradition und Brauchtum, aber auch um Geselligkeit.

Blockwahl

Anschließend hielt er einen kurzen Vortrag über die En-bloc-Abstimmung. Dabei betonte er, dass es immer schwieriger wird, in den Vereinen ausreichend Ehrenamtliche zu finden, die sich für eine Funktion zur Verfügung stellen. Gerade wenn sich Gleichgesinnte zusammenfinden, die eine gemeinsame Vision haben, spricht alles für eine Blockwahl. Auch muss die Satzung immer auf den neuesten Stand gebracht werden. Im Anschluss daran berichtete Gauschützenmeister Manfred Zölch über die Wichtigkeit der Jugendarbeit in einem Schützenverein. "Nur durch die Jugendarbeit bringt man neue Leute in die Vereine." Zölch berichtete am Beispiel Wondreb von der Verjüngung des Vereins. Noch einmal betonte er, dass Jugendliche sich im Wettkampf messen wollen. Man solle Vorbild und Zusammenhalt der Jugend bieten - das bereichere jeden in seiner Entwicklung. Gelebte Gemeinschaft trage dazu bei, dass die Jugend auch in der Region bleibt. Er forderte alle auf, zum Vorstand zu halten, dann wäre der Verein zukunftsfähig.

Anschließend berichtete der stellvertretende Bezirksschützenmeister Dieter Beer ausführlich über die Verwendung der abzuführenden Beiträge. Da gegenwärtig die Mitgliedsbeiträge und die entsprechenden Satzungspunkte dem Gleichheitsgrundsatz widersprechen und die Kosten auch nicht abdecken, legte Armin Strohmaier der Versammlung einen Antrag auf Beitragserhöhung vor. Dieser wurde angenommen. Zukünftig bezahlen Erwachsene 30 Euro, Jugendliche 15 und Schüler bis 13 Jahre 10 Euro Jahresbeitrag. Außerdem kann auf Antrag für Familien ein Familienbeitrag von 75 Euro gelten. Info-Kasten

Knappe Mehrheit für Absenkung des Eintrittsalters

Vorsitzender Armin Strohmaier legte den Mitgliedern einen Antrag auf Satzungsänderung hinsichtlich des Eintrittsalters in den Schützenverein Ringelstein Ottengrün vor, der bei der Versammlung im September 2017 (wir berichteten) gescheitert war. Noch einmal wurden alle Argumente vorgetragen, die für die Absenkung des Alters auf das 6. Lebensjahr sprechen: Durch den Schießsport sollen vor allem Disziplin und Verantwortungsbewusstsein vermittelt sowie motorische Fähigkeiten im Allgemeinen und die koordinativen Fähigkeiten im Besonderen gefördert werden. Der Schießsport biete einen Ausgleich zum Schulstress. Auch würden Kinder nur mit einem Lasergewehr schießen dürfen. In einer schriftlichen Abstimmung wurde diesem Antrag mit knapper erforderlicher Mehrheit zugestimmt. Außerdem wurde der Satzungsänderung zugestimmt, wonach bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes das Vermögen des Vereins an die Marktgemeinde Neualbenreuth fällt. Diese hat es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden. (enz)

Es ist eine Ehre, Mitglied im Schützenverein zu sein.Vorsitzender Armin Strohmaier
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