09.03.2016 - 02:10 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Anne Klinge liefert beeindruckende Vorstellung ab "Die Zauberflöte" mit Händen und Füßen

Die neue Serie kultureller Veranstaltungen im Sibyllenbad begann im Ruheraum auf der Galerie mit einem Paukenschlag: Da führte eine Frau mit ihren zwei Füßen unter Zuhilfenahme ihrer Hände "Die Zauberflöte" auf: Witzig, überraschend und körperbeherrscht.

Anne Klinge freute sich am Ende der Vorstellung über viel Beifall. Bild: enz
von Autor ENZProfil

Unterhaltung vom Feinsten

Was Anne Klinge, Jahrgang 1972, ihren Zuschauern zu Wolfgang Amadeus Mozarts Musik bot, war Unterhaltung vom Feinsten. Dabei bildeten ihre Füße, versehen mit einer Gumminase, den Kopf der jeweils verkörperten Figuren - ob Prinz Tamino, die Königin der Nacht, deren Tochter Pamina, Fürst Sarastro, sein Oberaufseher Monostatos, Vogelfänger Papageno oder Papagena. Klinge zeigte bei der Vorstellung 14 verschiedene Figuren, manchmal drei zeitgleich. Beim Wiederhören der bekannten Arien wird bestimmt jeder der zahlreich anwesenden Zuschauer an diese ungewöhnliche Vorstellung erinnert werden.

Tägliches Training

Anne Klinge, geboren bei Pößneck in Thüringen, entwickelte die Technik des Fuß-Theaterspiels selbst. Ihre Körperbeherrschung, die sie schon als Kind beim Leistungsturnen zu erwerben begann, muss sie jeden Tag trainieren. Dafür hat sie ein eigenes Yoga-Programm. Nach dem Studium der Theaterwissenschaften, Psychologie und Literatur war sie an zahlreichen deutschen und österreichischen Bühnen als Regisseurin tätig.

Seit 20 Jahren

Mit ihrem Fuß-Theater, das sie nun seit 20 Jahren betreibt, nahm Anne Klinge an internationalen Theaterfestivals teil und trat auch im Fernsehen auf. Viel Beifall für Kleinkunst, die ganz groß daher kommt. (Info-Kasten)

Ausgefeilte Logistik

Die richtige Bekleidung, Perücken und Accessoires erhielten diese im ständigen Wechsel. Das verlangte eine ausgefeilte Logistik und fügte sich in den Fluss der Handlung ein. Wenn da mal ein Gummi platzte oder die Musik zu Beginn nicht richtig eingespielt wurde, konnte man nur konstatieren: Live ist live, und es tat der Sache keinerlei Abbruch. (enz)

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