10.08.2014 - 00:00 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Bürgermeister Klaus Meyer verspürt nach 100 Tagen positiven Stress Im Ehrenamt nicht zu schaffen

Klaus Meyer ist angekommen als Bürgermeister von Neualbenreuth. Seit gut 100 Tagen ist er nun im Amt. Eine Vision von Meyer: Er will den Tillenberg grenzüberschreitend touristisch vermarkten. Da gibt es noch viel zu tun - positiver Stress wäre dies für ihn, sagt Meyer.

Seit gut 100 Tagen im Amt ist Bürgermeister Klaus Meyer. Die Arbeit mache ihm sehr viel Freude, zieht der Neualbenreuther Rathauschef Bilanz. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

"Ich habe noch keine Sekunde bereut, als Bürgermeister angetreten zu sein. Es ist einfach herrlich zu sehen, was sich in unserer Marktgemeinde ehrenamtlich bewegt". Im Tourismus genieße Neualbenreuth eine Sonderstellung. Den Großteil der Arbeiten erledigt der Fremdenverkehrsverein, auch hier werde das Ehrenamt großgeschrieben.

Als Höhepunkte in seiner bisherigen Amtszeit bewertet der Rathauschef die Segnung der neuen Kinderkrippe und die Erweiterung des Sibyllenbads. Doch auch im Kleinen werde viel geleistet. Die Übernahme der Patenschaft für die Pflege des Wernersreuther Dorfangers durch die Landjugend etwa.

Drei Bauplätze

Positiv ist für Meyer auch, dass er in seiner gut dreimonatigen Amtszeit schon drei Bauplätze verkauft hat. "Wir haben genügend Baugrund." All die ganze Arbeit könne er nur leisten, weil seine Familie hinter ihm stehe, ohne sie wäre dies nicht möglich. "Bürgermeister im Ehrenamt ist für Neualbenreuther Verhältnisse nicht vorstellbar."

24 Stunden zu wenig

Meyer sagt, er habe die Aufgabe bisher als Vollzeit-Job kennengelernt. Respektvoll blickt er auf die situative Übergabe der Amtsgeschäfte durch seinen Vorgänger Albert Köstler an ihn zurück. "Wenn ich Fragen habe rufe ich Albert an. Der kommt und unterstützt mich." Der frühere Banker verschweigt nicht, dass die Arbeit auch ihre Tücken hat. "Mein Problem ist die Zeit. Ein Tag hat halt nur 24 Stunden". Die Familie müsse oft auf ihn verzichten. "Ich muss mir Freiräume schaffen. Die Familie ist für mich da, also will ich auch für meine Familie da sein."

Meyer räumt ein, dass er neben den normalen Arbeitstagen wochentags oft auch am Wochenende im Rathaus anzufinden ist. Kein Problem hat er mit dem Marktrat. Die Zusammenarbeit bezeichnet er als kollegial. Wichtig sei ihm die Kommunikation. "Es ziehen alle mit." Großes Lob gilt der Verwaltung, "Sie steht voll hinter mir, das gibt Selbstvertrauen."

Klaus Meyer will künftig bei Bürgerversammlungen ehrenamtlich verdiente Bürger auszeichnen. Neben der touristischen Vermarktung des Tillenbergs will Meyer den Ausbau der Infrastruktur vorantreiben - Straßen, Rad- und Gehwege. ."Hier müssen wir unbedingt etwas tun."

Keine Windräder

Natürlich will er den Bau des Hotels am Sibyllenbad hautnah begleiten. "Der Baukran steht schon", freut sich Meyer. Abschließend betont das Neualbenreuther Gemeindeoberhaupt, dass er sich mit aller Kraft dafür einsetzen will, dass seine Marktgemeinde windkraftfrei bleibt. "Neualbenreuth ist energieautark." Als weitere Ziele nennt Bürgermeister die Anerkennung als Bad Neualbenreuth "... und dass wir weiter attraktiv für junge Familien mit Kindern bleiben."

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