Die "Lipperts aus Amerika" zu Gast in Neualbenreuth
Auf den Spuren der Ahnen

Lokales
Neualbenreuth
15.06.2007
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Unter den vielen Gästen in Neualbenreuth sind auch Besucher, die eine lange nicht gekannte, tiefere Verbindung zu der Gemeinde haben: Diesmal waren es Gäste aus den Vereinigten Staaten von Amerika, die auf den Spuren ihrer Vorfahren reisend, an den Ort ihres Ursprungs zurück kamen.

Es hatte damit begonnen, dass Johann Sebastian Lippert im Jahre 1853 mit dem deutschen Segelschiff "Louisiana" nach New York auswanderte. Mit ihm fuhren seine Frau Anna Margarethe, seine Schwester Anna Rosina und seine Kinder Ignaz Jacob (geboren 1841), Johann Ignaz (geboren 1845), Anna Maria Josepha (geboren 1850) und Maria Josepha Anna (geboren 1852). Diese Daten entstammen einem ausführlichen Stammbaum des Johann Sebastian Lippert, der am 3. August 1805 in Neualbenreuth, Hausnummer 15, geboren worden war.

Stammbaum nach Seattle

Diesen Stammbaum übermittelte Gerhard Schmidt-Grillmeier an Jane Lippert-Perry in Seattle im US-Bundesstaat Washington. Möglich machte es das Internet, in dem wiederum Jane Lippert-Perry auf den Familienforscher gestoßen war. Dieser hatte solche Forschungen nicht ohne Grund getätigt. Denn er ist ein Neffe dritten Grades von Ernst Lippert in Neualbenreuth und Karl Waidhas in Platzermühle. Und diese beiden sind Cousins vierten Grades zu Jane Lippert-Perry und ihren Geschwistern Anne Lippert aus Oda in Ohio und John Lippert aus Phoenix in Arizona.

Die Geschwister waren also an den Ort ihrer Herkunft gekommen, wurden von Bürgermeister Albert Köstler im Rathaus empfangen und durften sich in das Goldene Buch der Marktgemeinde eintragen Für Bürgermeister Albert Köstler war es ein bewegendes Ereignis, Menschen zu treffen, die nach so langer Zeit in die Heimat ihrer Vorfahren zurückfanden. "Ich werde diesen Besuch nicht vergessen", sagte Albert Köstler.

Die Gäste erlebten anschließend eine kleine Kirchenführung durch Pfarrer Konrad Gruber und besuchten auch das Heimatmuseum in der Alten Posthalterei, ehe sich alle bei Ernst Lippert an der Kaffeetafel einfanden.

Bedeutsame Eindrücke

Auch wenn die "Lipperts aus Amerika" noch andere Sehenswürdigkeiten, wie das Kloster und die Basilika gesehen haben - die Eindrücke aus dem Dorf aus dem ihr gemeinsamer Vorfahre kam, schienen ihnen von größter Bedeutung.