03.10.2006 - 00:00 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Kartoffelfest bei Schachten ein großer Erfolg - "Erdäpflgrom wöi fröia u heint": Rekord-Dotsch: Die Pfanne ist voll

Wenn am Fuße des Tillenberges gefeiert wird, muss es schon etwas Exklusives sein. Dass dabei Tradition und Moderne Hand in Hand gehen können, bewies das Kartoffelfest: Was vor vier Jahren als Kartoffelernte mit Dotsch zur Brotzeit bei strömendem Regen begann, steigerte sich zu einem Spektaktel, das über viertausend Besucher und Sonnenschein anlockte. Nicht nur die 17,3 Quadratmeter Weltrekord-Dotsch fanden reißenden Absatz.

von Redaktion OnetzProfil

"Erdäpflgrom wöi fröia u heint", so lautet das Motto, das der Fremdenverkehrsverein für dieses alljährliche Ereignis geschaffen hat. Diesmal sprengte das Besucherinteresse alle Erwartungen. "Dank der Unterstützung vieler umliegender Betriebe und vereinsfremder Helfer waren wir dafür gut gerüstet", so das Resümee des Initiators Christian Maischl.

Der Himmel hielt sich bedeckt, bis der Weltrekord-Dotsch vollbracht war. Sehr zur Freude der rund 30 Helfer, denn das Bett aus Grillkohlen strahlte eine Gluthitze aus. Ebenso die Kohlen auf dem Deckel der Riesenpfanne. Das Kommando über die Pfannenträger hatte Harald Waidhas, der alles Unvorhersehbare souverän meisterte und den Weltrekord zur Vollendung brachte. Die zirka 800 Stück Reibekuchen gingen innerhalb von 25 Minuten weg wie warme Semmeln.

Gleichzeitig strömten mehr als 1000 Zeugen des Rekords an die Stände mit den einheimischen Gerichten, so dass kurzzeitig lange Schlangen anstanden, aber niemand zu kurz kam. Bei der großen Auswahl wie Dotsch in allen Variationen, "Schwammerbröi", "Saumogn", Zwetschgenknödel, Powidl-Tascherl und Liwanzen durfte der Kartoffelschnaps zur Verdauung nicht fehlen.

Nachmittags stand die Kartoffelernte auf dem Programm. In eine andere Zeit fühlten sich die Zuschauer zurückversetzt, als die Bauern mit ihren alten Kleidern und Schürzen die Kartoffeln per Hand ausgruben und aufsammelten. Etwas fortschrittlicher wurde mit den Pferden geackert. Da flogen die runden Knollen nur so herum. Weiter hinten im Feld demonstrierte ein moderner Vollernter, wie schnell und relativ mühelos heutzutage Kartoffeln geerntet werden. Die Kinder allerdings hatten ihre Freude an der ursprünglichen Methode. Sie klaubten fast schneller, als die Männer hacken konnten. Bis es finster wurde und die böhmische Kapelle aufhörte zu spielen, waren die Plätze auf dem Festplatz bei Schachten stets voll besetzt.

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