16.04.2007 - 00:00 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Musikverein Ernestgrün bietet bei Konzertabend überraschende Einblicke in die Welt der Blasmusik: Schwelgen im "Sommernachtstraum"

von Autor FSCProfil

Einen angenehmen Blasmusikabend hatte Siegfried Rustler den zahlreichen Besuchern im Tillensaal versprochen - und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Das bewiesen am Ende des Frühlingskonzerts auch drei lautstark geforderte Zugaben.

Die Blaskapelle des Musikvereins Ernestgrün bot den Zuhörern einen kurzweiligen, von Überraschungen in der Präsentation geprägten Abend. Beifall setzte ein und erstarb bald darauf, als die zwei Trompeter die festlich illuminierte Bühne betraten, denn sie blieben einige Momente allein. Während ihre ersten Töne erklangen, gesellten sich Klarinettisten zu ihnen. Dann folgten die Flügel- und Tenorhörner, bis mit den Bässen und den Tubisten das Ensemble unter Führung von Gerhard Maischl komplett war.

Luftige Walzertöne

"Grüß Gott" hieß diese "Polka zur Begrüßung" von Michael Seufert. Nach einem Gruß von Siegfried Rustler an Ehrenmitglied Lorenz Rustler, zweiten Bürgermeister Klaus Meyer und die beiden Vorsitzenden des Kreisverbandes im Bayerischen Musikbund, Dieter Dendorfer und Alfons Vollath, wurde es feierlich - mit der Hymne "Festmarsch Nr. 1" von Georg Stich. Der flotten "Begrüßungspolka" von Andreas Zimmermann folgte die "Wunschkonzertpolka" von Eman Schuster.

Vor dem "Musikfestsonntag" erklärte Klaus Rustler den Inhalt der Ouvertüre. Beginnend mit dem Weckruf spiegelt die Musik den Verlauf eines festlichen Sonntags wieder, mit Melodien zum Kirchenzug, majestätischen Messe-Klängen und luftigen Walzertönen zum Frühschoppen.

Wie Frauen sein könnten und welche Überraschungen sie bereit hielten, lasse der "Petra-Walzer" hören, bemerkte Klaus Rustler. Die musikalische Überraschung war der zarte Ton eines Triangels. Mit der Solopolka für Tenorhorn und Bariton von Klaus Rustler erreichte das Konzert einen ersten Höhepunkt. Bravourös spielten die Solisten Klaus Rustler (Tenorhorn) und Daniel Dufek (Bariton) "Mein Tenorhorn" und lösten einen Beifallssturm aus. Mit der "Reise nach Ungarn" wagten sich die Musiker laut Klaus Peterhans aus heimischen Gefilden heraus. Wieder heimatlich wurde es mit der "Polka in Gold" von Michael Kuhn und dem "Böhmischen Herzklopfen" von Klaus Rustler.

Schwungvoller Marsch

Schwungvoll ging es nach der Pause weiter mit dem Konzertmarsch "Die Sonne geht auf" von Rudi Fischer, ehe die Musiker es dem Zuhörer überließen, das "Liebesgeflüster" von Michael Kuhn zu deuten. Eine Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart bildete der "Figaro-Marsch" aus der "Hochzeit des Figaro", bevor die Zuhörer im "Sommernachtstraum" von Christian Rätscher-Minth schwelgen konnten. Zwischen den Stücken boten die Sprecher mit der Vorstellung der Musiker den auswärtigen Besuchern eine liebenswürdige Überraschung.

Es folgte eine Bravourpolka von Zdenek Gursky, dem Leiter der Blaskapelle "Gloria". "Dudácká" nennt sich eine Konzertpolka aus volkstümlicher Dudelsackmusik eines tschechischen Komponisten. Kerstin Rustler (B-Klarinette) und Josef Domcik (Es-Klarinette) boten einen Höhepunkt solistischer Darbietung.

Dem folgte ein ebenso gekonntes Beat-Solo von Franz Xaver Holzhauser, gespielt von Klaus Rustler (Tenorhorn) und Siegfried Rustler (Trompete). "Bohemian Lovers" war dieses umjubelte Stück überschrieben. Mit dem "Washington Grays"-Marsch" war der Bogen durch die Welt der Blasmusik gespannt - und mit den drei Zugaben fühlten sich die Zuhörer richtig wohl und "dahoim".

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