50 Jahre Gedenkstein für die Toten des Egerlandes
Jetzt die Zukunft gestalten

Am Rednerpult der Vorsitzende des Heimatverbandes Egerer Landtag, Leopold Uhl, daneben Bürgermeister Klaus Meyer bei der Gedenkfeier. Bild: enz
Politik
Neualbenreuth
28.06.2017
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Vor 50 Jahren errichtet worden ist der Gedenkstein für die Toten des Egerlandes an der Kapelle Maria Frieden: Die Erinnerungs-Veranstaltung war gleichzeitig Höhepunkt des Heimattreffens der Maiersgrüner und Grafengrüner.

Musikalisch begleitete die Feierstunde die Blaskapelle Ernestgrün. Einen schönen Rahmen bildeten Mitglieder der Eghalanda Gmoi aus in ihren Egerländer Trachten. Die Glocke der Kapelle läutete die Gedenkfeier ein. Der Vorsitzende des Heimatverbandes Egerer Landtag e.V., Leopold Uhl, inzwischen 87 Jahre alt, betonte in seiner Ansprache die enge Zusammenarbeit mit beiden Bürgermeistern der Marktgemeinde. Die Initiative für die Errichtung des Gedenksteines ging damals vom Egerer Landtag aus. Lange konnten die Gräber der Lieben in der Heimat nicht besucht werden. Hier wollte man einen Ort schaffen, wo ihrer in Würde gedacht werden konnte. Dankbar erinnerte er an Christoph Reinl und Dr. Helmut Fischer, München, die sich um das Ensemble Grenzlandturm, Kapelle Maria Frieden und den Gedenkstein verdient gemacht haben. "Wir stehen auf den Schultern der Leistungen unserer Vorfahren - ihrer zu gedenken, wurde der Stein errichtet", so der Vorsitzende. "Hier wurden Wunden spürbar, wenn man sehnsüchtig in die Heimat hinübergeschaut hat. Jetzt aber gilt es, gemeinsam mit unseren Kindern die Zukunft zu gestalten."

Bürgermeister Klaus Meyer sagte, die Marktgemeinde verdanke auch den Egerländern wirtschaftliche Stärke. Stellvertretend nannte er Alois Zimmermann und die Investition in das Hotel "Pyramide". Pfarrer Ferdinand Kohl, in Lindenhau im Egerland geboren, erinnerte an die Bergpredigt "Selig, die Frieden stiften ..." und beendete seine Andacht mit einem Gebet aus dem Wallfahrts-Büchlein "Der Große Kreuzweg zu Kinsberg Loreto im Egerland" von Pfarrer Wilhelm Schwenz als Zeichen der Erlösung. Anschließend legten Leopold Uhl und Bürgermeister Klaus Meyer einen Kranz am Gedenkstein nieder. Der Stein trägt die Inschrift "Unseren Toten zum Gedächtnis, den Lebenden zur Mahnung". Bei Klängen der Blaskapelle Ernestgrün klang die Feier am Grenzlandturm aus. Den Abschluss bildete ein Egerländer Heimatabend im Gasthaus "Zum Tillenblick" mit der Singgruppe der Eghalanda Gmoi Waldsassen, Leitung Alois Fischer. Sie traten zum 25. Mal dort auf, so Gmoi-Vorstand Josef Heinz. Bei vielen Liedern aus der Heimat stimmten die Gäste mit ein. Gedichte und Geschichten lockerten den Abend auf.
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