12.04.2018 - 17:22 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Jahresversammlung der CSU Neualbenreuth Viel Unterstützung für Gemeinde

Positiv bewerten Sprecher bei der Jahresversammlung der CSU Neualbenreuth die Entwicklung der Gemeinde und der Region. Allerdings kommt auch auf den Tisch, wo es hakt und Lösungen her müssen.

Urkunden für langjährige Mitgliedschaft gab es bei der Jahreshauptversammlung der CSU Neualbenreuth. Im Bild (von links) Klaus Meyer, Josef Rosner, Anita Köstler, Helmut Schnurrer, stellvertretender Kreisvorsitzender Roland Grillmeier und Christian Hebert. Bild: enz
von Autor ENZProfil

Hardeck. Bürgermeister und CSU-Ortsvorsitzender Klaus Meyer hieß bei der Zusammenkunft im Adamhof auch den stellvertretenden CSU-Kreisvorsitzenden und Ikom-Stiftland-Vorsitzenden Roland Grillmeier willkommen. Dabei betonte Meyer die gute Zusammenarbeit mit Grillmeier. Meyer erinnerte an einen CSU-Empfang in Weiden, bei dem er auch mit Innenminister Joachim Herrmann über den Bäderstatus für Neualbenreuth gesprochen habe. Dieser wolle sich auch noch persönlich über das Anliegen informieren. Laut Meyer erfährt die Marktgemeinde viel Unterstützung beim Thema Bäderstatus und im Tourismus. Weiter stellte er die Bedeutung der Ikom Stiftland heraus. Dies sei der richtige Weg, die Kooperation zu intensivieren und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

Wichtig für die Region

Roland Grillmeier pflichtete Meyer in Sachen Ikom bei. Eines der wichtigen Anliegen hier sei, Verfahren zu beschleunigen. Äußerst positiv wertete er die Veränderungen in der Staatsregierung. Mit Ministerpräsident Markus Söder, Finanzminister Albert Füracker und MdL Tobias Reiß seien große Förderer des ländlichen Raumes und dieser Region an den Schaltstellen. Es gelte, viele Arbeitsplätze und bestmögliche Bedingungen für Familien und Rentner zu schaffen. Dazu gehöre, Wohnraum zu bauen und Leerstände zu beseitigen. All das könne nur die CSU gestalten. Grillmeier betonte weiter, wie wichtig das Sibyllenbad für die Region sei. "Die Kommunen sollen sich ergänzen, es muss nicht jeder alles an jedem Ort haben", schloss Grillmeier.

Klaus Meyer ging näher auf die Gemeindepolitik ein. So sollen fünf interessante Blickpunkte gemeinsam mit Tachov und dem Geopark Bayern-Böhmen geschaffen werden. Mit der Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung könnten künftig erhebliche Summen gespart werden. Durch Fördermittel sei es möglich geworden, viele Straßen zu sanieren und Radwege zu bauen. Das Sibyllenbad sei der Dreh- und Angelpunkt, um Investitionszulagen zu bekommen.

Angeschoben werde laut Klaus Meyer auch das Thema "Wohnen im Alter". Hinsichtlich des Flächenverbrauchs und der Aushub-Entsorgung sei eine gemeinsame Resolution vieler Kommunen auf den Weg gebracht worden. Bei der bevorstehenden Sanierung der Schulturnhalle sei problematisch, dass viele Firmen kaum noch freie Kapazitäten hätten. Auch könnten manche Behörden bei der Bearbeitung mit der raschen Entwicklung kaum Schritt halten.

In der Diskussion bedankte sich Ferdinand Köstler, dass in den vergangenen Jahren so viel passiert sei, besonders beim Straßenausbau. Dann kam es zu einem Meinungsaustausch, unter anderem über die Straßenausbaugebühren. Altbürgermeister Albert Köstler beklagte, dass die Landwirtschaft häufig zum Buhmann erklärt werde und angeblich an allen möglichen Umweltproblemen Schuld sei.

Auch die bekannten Probleme mit Biber und Fischotter kamen wieder zur Sprache. Kleine Teichwirte stünden vor dem Aus, hieß es in der Runde. Auch Ferdinand Köstler betonte, dass es einfach keinen Sinn mehr für ihn mache - die Schutzmaßnahmen seien einfach überzogen. Dass ausgerechnet der Naturschutz die jahrhundertealte Kulturlandschaft im "Land der Tausend Teiche" zerstöre, mache alle fassungslos. Roland Grillmeier bestätigte, dass hier weiter Druck gemacht werden müsse, weil die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben sei. Ferdinand Köstler sprach auch an, dass für das Hackschnitzel-Heizwerk Investitionen notwendig seien und bat darum, dass sich Roland Grillmeier und Klaus Meyer im Zweckverband dafür einsetzen, den Vertrag mit dem Sibyllenbad über einen längeren Zeitraum abzuschließen.

Seit Jahrzehnten dabei

Ausgezeichnet wurden in der Versammlung auch mehrere langjährige Mitglieder. Josef Rosner ist seit 60 Jahren dabei, Anita Köstler seit 40 Jahren. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden Helmut Schnurrer und Klaus Meyer geehrt.

Nicht zuletzt fand die Wahl von Delegierten und Ersatzdelegierten für die Kreisvertreterversammlung zur Europawahl 2019 statt. Gewählt wurden Klaus Meyer (Vertreter Christian Hebert) und Arthur Sommer (Vertreter Ferdinand Köstler).

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