22.03.2018 - 20:00 Uhr
Neualbenreuth

"Tierische" Probleme ein Thema bei der Bürgerversammlung Biber bei den Heilquellen

Streunende Katzen in Nachbars Garten, fehlende Hundekot-Beutel am neuen Fußweg zur Platzermühle: "Tierische" Probleme beklagen Besucher der Bürgerversammlung.

Gut besucht war die Bürgerversammlung im Tillensaal. Mit dabei waren auch die Mitarbeiter des Marktes Neualbenreuth. Bild: enz
von Autor ENZProfil

Bei dem Treffen im Tillensaal brachte Josef Rosner immer größere Schwierigkeiten mit Biber und Fischotter zur Sprache. Dabei wollte der Redner wissen, was die Gemeinde diesbezüglich unternimmt. Rosner fand auch unverständlich, dass ausgerechnet ein Nesträuber wie die Elster zum "Vogel des Jahres" erklärt wurde. Weiterhin kämen Probleme mit Wölfen auf uns zu, die anderswo schon da sind und zu heftigen Diskussionen führen. Es dürfe seiner Meinung nach nicht der Naturschutz über allem stehen.

Bürgermeister Klaus Meyer sagte, dass für ihn ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur wichtig ist. Naturschutz sollte aber nur so weit gehen, dass er den Menschen nützt. In Bezug auf die Biber, die vor allem im Bereich der Heilquellen tätig waren, informierte er über die Absprachen mit der Naturschutzbehörde. Das Problem mit den Fischottern, die Fischzüchtern große Ausfälle bescherten, bestehe leider weiterhin. Eine Wortmeldung betraf den Fuß- und Radweg zur Platzermühle: Ob dort noch Abfallbehälter und Hundekotbeutel angebracht werden, so die Frage. Diese seien bei der Aufstellung der Sitzplätze vorgesehen, beantwortete das Gemeindeoberhaupt die Frage mit einem klaren "Ja". Besitzer streunender Katzen, so Meyer auf eine Frage deswegen, sollten auf das Problem hin angesprochen werden.

Der Bürgermeister informierte zuvor über die Wasserversorgung im Gemeindebereich. Die Systeme von Altmugl und Neualbenreuth seien inzwischen miteinander verbunden. Ein Wasserrohrbruch im Juli 2017 gefährdete laut Meyer die Wasserversorgung im Sibyllenbad, konnte aber schnell behoben werden. Sturmschäden am Tiefenbrunnen II in Neualbenreuth beschädigten die Einzäunung. Meyer informierte über die Tätigkeit der Mitarbeiter in der Kläranlage: Bei der Erstellung eines Kanalkatasters und einer Kamera-Befahrung seien Schäden entdeckt worden. "Ständig tüfteln sie an günstigen Lösungen", so Meyer über seine Leute, die sich um den Unterhalt von Kanälen und Pumpwerken kümmern und den Fuhrpark pflegen und die EDV-Administration in der Verwaltung übernehmen. In der Kläranlage müsse dringend der Betonkronenkopf saniert werden. "Auch hier wurde eine Alternative gefunden, die erhebliche Einsparungen bringt", so Meyer. Er informierte auch über die Sanierung des Bauhofes in Neualbenreuth sowie die Sanierung der Halle in Ottengrün. Am Festplatz sei das Kur-Wegenetz erweitert worden; damit sei ein ordentlicher Anschluss an den Fuß- und Radweg Richtung Platzermühle möglich.

In der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit soll die Naturgeschichte des Grenzgebirges zwischen Heiligenberg und Tillenberg an fünf "Blickpunkten" auf Tafeln dargestellt werden (weiterer Bericht folgt).

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