23.06.2017 - 20:00 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Alois Zimmermann pflanzt 100 Rebstöcke Der Geist des Weines für Sibylle

Wenn Alois Zimmermann seinen ersten Weinstock hinter sein Hotel Pyramide pflanzt, beginnt eine neue Ära beim Sibyllenbad - als Oberpfälzer Anbaufläche. 100 Rebstöcke sollen dort später einmal gedeihen.

Unterhalb des Hotels Pyramide ist de Platz bereits angelegt für die Rebstöcke, die in diesem Tagen geliefert werden sollen.
von Ulla Britta BaumerProfil

(ubb) "Kommen Sie mit. Ich zeige Ihnen, wo das ist." Hotelier Alois Zimmermann nutzt zur Besichtigung seines Areals rund um sein Hotel Pyramide die Vorzüge des Autos. Schließlich soll das schöne Panorama auf den künftigen Weingarten seine Wirkung nicht verfehlen. Um dorthin zu gelangen, ist ein recht langes Stück Wegstrecke zu bewältigen. Zimmermann hält unterhalb eines Hügels hinter seinem Gebäudekomplex. Wo ist der Weinberg? Beim genaueren Betrachten zeigt sich: Hier wurde der Sandboden eines breiten Hügels feinsäuberlich für Pflanzungen in Parzellen unterteilt. 100 Rebstöcke, schätzt Zimmermann, sollen etwa Platz finden auf dem Hügel. Der 78-jährige Hotelier ist stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Dabei stach ihm das wellige Gelände unterhalb des Sibyllenbads, das weitgehend brach liegt, ins Auge. "Ich komme aus einem Weinanbau-Gebiet", erzählt der Mann, der in Eger geboren wurde und dem 1945 Bad Windsheim zur neuen Heimat wurde. Dort baute Zimmermann ein Hotel. Doch es zog ihn in die alte Heimat zurück. In Franzensbad eröffnete er ein weiteres Hotel und vor zwei Jahren weihte der Egerländer das "Pyramide" in Neualbenreuth neben dem Kurmittelhaus ein. "Man muss den Gästen immer etwas bieten", sagt Zimmermann. In Bad Windsheim etwa könnten die Gäste in einer Sole schwimmen, die direkt aus einem Salzstock nach oben führt. Und Neualbenreuth bekomme den Weinberg. Da Bad Windsheim ein Weinanbaugebiet ist, bringt Zimmermann Erfahrung mit. Er ist dort selbst als Winzer tätig. Für Neualbenreuth möchte er unterschiedliche Sorten von kernlosen über rote Trauben bis hin zu großen weißen Reben pflanzen lassen.

Ob es nun in einigen Jahren "trockene Sibylle" oder "lieblichen Pyramide-Wein" gibt, steht in den Sternen. Sicher aber ist: Zimmermann möchte die reifen Früchte als Nascherei an Bevölkerung und Gäste verschenken. "Bei mir ist Mundraub ausdrücklich erlaubt." Ihm schwebt dabei eine belebte Kurpromenade hinter dem Hotel vor, wo gut gelaunte Gäste vor einem Springbrunnen lustwandeln und ungeniert Trauben naschen. Das klingt ein wenig nach "Klein-Marienbad". Genau das ist es auch, was Zimmermann noch fehlt. Wobei der Springbrunnen in den Plänen der Kurmittelhaus-Verwaltung existieren soll: Gebaut werden solle er hinterm Sibyllenbad, in der Nähe des Weinbergs nach Marienbader Vorbild. "Nur viel größer", sagt Zimmermann. Das ist alles Zukunftsmusik, während der Weinberg Formen annimmt: In diesen Tagen sollen die ersten Rebstöcke geliefert werden.

Bei mir ist Mundraub ausdrücklich erlaubt.Hotelier Alois Zimmermann
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