07.03.2018 - 20:00 Uhr
Neualbenreuth

Ortsgruppe würdigt Gründung vor einem Vierteljahrhundert "Kirche erlebbar" mit dem Landvolk

Wernersreuth. Vor 25 Jahren wurde in Wernersreuth auf Anregung des damaligen Pfarrers Konrad Amschl die Katholische Landvolkbewegung (KLB) gegründet. Sie betrachte sich als eine Gemeinschaft, die sich im Glauben an Jesus Christus und im Einsatz für den ländlichen Raum verbunden weiß, so der damalige Diözesanvorsitzende Leo Heinrich. Seither hat die Ortsgruppe als Bewegung verantwortungsbewusster Christen viele Aufgaben in Dorf, Kirche und Gesellschaft übernommen.

Theresia Forster (mit Urkunde) ist von Petra Fröhlich (links) und Brigitte Meyer geehrt worden. Bild: fsc
von Autor FSCProfil

Das ging einmal mehr aus dem Jahresbericht der Vorsitzenden Brigitte Meyer hervor. Sie hatte nach einem Gedenkgottesdienst die "Jubiläumsversammlung" in der Gaststätte Eckstein mit einem Sinnspruch der KLB "Was uns bewegt..." eröffnet. Besondere Grüße galten auch den Vertreterinnen der Einrichtungen, die mit Spenden bedacht worden sind (wir berichteten). Mit dabei waren außerdem mit Nadine Tretter und Sandra Sturm zwei neue Mitgliedern.

120 Mitglieder, 64 Familien

Die KLB Wernersreuth zählt derzeit 120 Mitglieder resultierend aus 64 Mitgliedsfamilien. Die Vorsitzende blickte auf das Vorjahr zurück und erinnerte an Anlässe, wie Palmzweige- und Kräuterbüschelbinden und - verkauf, an die Maiandacht in Pfaffenreuth und den Oktoberrosenkranz in der Pfarrkirche. Eine Betriebserkundung führte die Mitglieder in die Hofkäserei Lang, die Kinder durften bei ihrem Ausflug ein Kino besuchen und im Ferienprogramm der Marktgemeinde gab es viel Kurzweil für Jung und Alt. Mit dem "Frauentragen" im Dezember endete das Vereinsjahr. In diesem Jahr begann es mit einem Glanzlicht der KLB, dem Frauenfrühstück, das sich seit Jahren zu einem absoluten Muss entwickelt hat. 70 Personen hatten heuer daran teilgenommen. Im weiteren Verlauf berichtete Maria Meyer über die Bastelgruppe, von den "einsamen" Ehemännern einst "Mondscheingruppe" genannt, die in vielen langen Abenden mit ihrer Hände Arbeit schon für viele segensreiche Spenden gesorgt hatten. Die Gruppe der "Handarbeiterinnen" habe in den vergangenen 25 Jahren die stolze Summe von 61 216 Euro erwirtschaftet, wusste Maria Meyer.

Erlös "gigantisch"

In einem Grußwort freute sich Pfarrer Konrad Amschl über das "Anpacken und die Selbständigkeit", die er nach seiner Anregung nun unübersehbar wahrnehmen darf. Der Erlös sei "gigantisch" schaue man auf die kleine Gemeinde mit gerade etwa 400 Seelen. Der immer noch sehr hoch geschätzte Geistliche erhielt viel Beifall, als er verriet, dass ihm um die Zukunft der KLB in Wernersreuth nicht bange sei. Pfarrer George Parankimalil berief sich auf seine Predigt im Gottesdienst vorher und betonte nur noch: "Ihr habt alles wunderbar gemacht."

Bürgermeister Johann Burger bemühte ein Zahlenspiel, zu dem er 9125 Tage in den vergangenen 25 Jahren mit einem "täglich erwirtschafteten Betrag von 6,68 Euro" nannte. "Was ihr hier leistet, kann euch niemand vergelten - ich hoffe der liebe Gott wird es euch lohnen", schloss der Leonberger Bürgermeister. Mit seinen Glückwünschen zum "Jubiläum" brachte Bürgermeister Klaus Meyer zum Ausdruck, wie sehr die KLB "Kirche erlebbar" mache - eine unendlich wichtige Tat für die Gesellschaft in der gesamten Gemeinde. Info-Kasten

Neuwahl schnell und unkompliziert

Die turnusmäßigen Neuwahlen des Vorstands gestalteten sich problemloser als gedacht. Denn Kassiererin Dagmar Wölfl und dieBeisitzerinnen Petra Altnöder und Sabine Eckstein hatten auf eine weitere Nominierung verzichtet. Unter Leitung von Klaus Meyer ging dank guter Vorarbeit die Wahl schnell und unkompliziert über die Bühne. Vorsitzende sind weiterhin Brigitte Meyer und Petra Fröhlich. Schriftführerin bleibt Monika Seitz, während die Kassenführung von Neumitglied Nadine Tretter übernommen wird. Als Beisitzerinnen fungieren weiterhin Elke Gmeiner und Karola Meyer. Neu hinzu gewählt wurden Gertrud Spachtholz und Sandra Sturm. Die Kassenrevision bleibt als einzige Männerdomäne in den Händen von Walter Brucker und Erwin Stingl. Weil gut drei Viertel der Mitglieder seit der Gründung dabei sind, wurde auf die persönliche Ehrung verzichtet. Alle Frauen erhielten ein grünes Schultertuch mit dem Vereinsemblem, das bei besonderen Anlässen getragen werden soll. Eine persönliche Ehrung wurde an Theresia Forster aus Motzersreuth mit entsprechender Urkunde für 20 Jahre Mitgliedschaft ausgesprochen. (fsc)

Ihr habt alles wunderbar gemacht.Pfarrer George Parankimalil
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