04.07.2017 - 20:00 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Ruhepol in hektischer Zeit

Das vor zwei Jahren erneuerte Kreuz am Ringelfelsen stand jetzt im Mittelpunkt einer Wanderer-Andacht. Eingeladen hatten die Naturfreunde Waldsassen im Rahmen des Jubiläums "70 Jahre Ringelfelsen-Hütte".

Pater Hans Junker, das Neualbenreuther Zwio sowie Naturfreunde-Vorsitzender Max Schmaus (von links) bei der Wanderer-Andacht, die im Rahmen des Jubiläumsprogramms "70 Jahre Ringelfelsen-Hütte" gefeiert wurde. Bild: enz
von Autor ENZProfil

Wernersreuth. Vorsitzender Max Schmaus hieß die Gäste zu dem "Sommerabend unter'm Felsen" willkommen. Diese hatten sich vom unbeständigen Wetter nicht abschrecken lassen. Das Kreuz als Symbol stand im Zentrum der Andacht, die Pater Hans Junker hielt. Auch der musikalische Rahmen, gestaltet durch das Neualbenreuther Zwio mit Monika Kunz und Franz Danhauser, war ganz darauf ausgerichtet. Ihre Lieder klangen sanft vom Felsen aus durch den Wald.

Pater Junker, der viele Jahre lang die Pfarrei Wernersreuth betreute, versicherte, dass er gern gekommen sei. Denn vor zwei Jahren habe er das neue Kreuz geweiht. "Wir verehren nicht das Kreuz, sondern den Gekreuzigten. Wir fliehen nicht vor dem Schmerz, sondern nehmen ihn wahr und teilen ihn mit anderen", so der Pater. Er ging darauf ein, dass Gott seine Macht nicht durch Wunder demonstriert und die Menschen damit nicht erdrückt habe. "Er zwingt uns nicht, an ihn zu glauben." Das Kreuz sei ein Mahnmal, "dass Gott unsere Freiheit respektiert". Das Kreuz mute den Gläubigen ein ganz anderes Bild zu als es in der auf Stärke und Jugendlichkeit ausgerichteten Werbung vorgegaukelt werde. "Es zeigt, dass man sich diesem Gott annähern kann, wo man in Leid, Krankheit und Schwäche an seine Grenzen stößt." Pater Junker gab auch ein leidenschaftliches Plädoyer für das Kreuz im öffentlichen Raum ab. "Ja, wir wollen auf Gott vertrauen" sang dann noch das Neualbenreuther Zwio. Bürgermeister Klaus Meyer sprach davon, dass "wir mitten in der Natur dem Herrgott am nächsten sind". Hier sei ein Ort, wo man Kraft tanken und Ruhe finden könne. "Durch das Kreuz ist diesem Ort etwas Besonderes gegeben, ein Ruhepol in unserer hektischen Zeit."

Im Anschluss folgte ein gemütliches Beisammensein, wobei Hüttenwart Michael Rückl und andere Naturfreunde die Gäste betreuten.

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