19.02.2018 - 12:02 Uhr
Neualbenreuth

TSV Neualbenreuth: Vorsitzender Rainer Ott gibt Überblick Mehr anpacken für den Verein

Sportlich läuft es rund beim TSV Neualbenreuth. Allerdings findet Vorsitzender Rainer Ott in der Jahreshauptversammlung auch kritische Worte.

Zwischen Sportplatz und Parkplatz (schneebedeckte Fläche) stellt der TSV Neualbenreuth noch in diesem Jahr einen neuen Zaun auf. Auf Anregung des Bürgermeisters soll auch neben dem Fuß-und Radweg eine kleine Allee angelegt werden. Bild: rti
von Martin Maier Kontakt Profil

Absolut positiv bewertete er den neuen Fuß- und Radweg, der auch am Sportplatz an der Tirschenreuther Straße vorbeiführt. "Er wird viel genutzt, und auch unser neu geschotterter Parkplatz ist im Gegensatz zu früheren Befürchtungen nicht viel kleiner geworden." Im Zuge dieser Maßnahme hat der TSV den kaputten Zaun abgerissen. Heuer wollen die Sportler einen neuen aufstellen, der aber etwas niedriger als zuvor ausfallen soll. Zudem werde der Hang neu bepflanzt.

Dabei soll auch die Idee von Bürgermeister Klaus Meyer aufgegriffen werden. Der Rathauschef will ab der Platzermühle eine Allee anlegen, die auch am Sportplatz vorbeiführen soll (Infokasten ). Der Vorsitzende versprach zudem, einen Tennisplatz weiterhin bespielbar zu halten.

"Wir haben wieder einige Veranstaltungen auf die Beine gestellt", blickte Ott auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Dabei nannte er unter anderem den Preisschafkopf, Skihaserlball, den Stand auf dem Kunsthandwerkermarkt, die Übernahme von Bewirtungen und das "Fit- und Funfest". Das Maibaumaufstellen übernahm der TSV zusammen mit dem Fremdenverkehrsverein. "Das war viel Arbeit für einige wenige. Die Besucherzahl hielt sich aber sehr in Grenzen", zeigte sich der Vorsitzende enttäuscht. Beim Blick auf die Photovoltaikanlage auf dem Sportheim sprach er von "sehr zufriedenstellenden Werten". Die Mitgliederzahl ist mit 523 im Vergleich zum Vorjahr fast gleich geblieben (2016: 526). 19 neuen Sportlern standen 16 Austritte gegenüber. Erfreut war Ott über das sehr gute Abschneiden der Herrenfußballer. Mit Blick auf 2019 verwies er darauf, dass Neuwahlen anstehen.

Einen sehr positiven Kassenbericht legte Andreas Rosner vor. Allerdings ermahnte er die Mitglieder, noch mehr mit anzupacken: "Wenn der Verein etwas ausgibt, darf auch in Form von Arbeitseinsätzen etwas zurückkommen." In die gleiche Kerbe schlugen die Fußball-Jugendtrainer, die mehr Betreuer brauchen (eigener Bericht ). "Das zieht sich leider durch den ganzen Verein", pflichtete Ott bei. Es sei traurig, dass sich immer weniger Leute aktiv einbringen wollten. Einen Lösungsansatz für dieses Problem habe er aber auch nicht. Als positives Beispiel nannten viele Redner Platzwart Christian Bernt.

Neue Allee und Einblicke in die Bürokratie

"Hervorragende Arbeit" bescheinigte Bürgermeister Klaus Meyer den TSV-Verantwortlichen. Dies sei wichtig für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde, denn der Verein vermittle ihnen Grundwerte. Der TSV biete ein Alternativprogramm zu TV und Internet.

Mit Blick auf den Fuß- und Radweg machte der Rathauschef darauf aufmerksam, dass die Kommune auch immer die Interessen der Sportler im Blick gehabt hätte. Die Allee zwischen Platzermühle und dem Sportplatz (bis Höhe Bratwurstbude) "kommt auf jeden Fall". Als wahrscheinlichen Zeitpunkt nannte er den Herbst 2018. Bis zum Ortsschild Neualbenreuth sollen auch noch einzelne Baumgruppen gepflanzt werde.

Die geplante energetische Sanierung der Schulturnhalle mit Mitteln aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (Förderung: 578 000 Euro) bezeichnete Meyer als "ein Wechselbad der Gefühle". Eigentlich könnte die Gemeinde die Ausschreibung starten, aber eine Richtlinie bereite Probleme.

Für eine Turnhalle in dieser Größe müsste es vier Klassen geben, die Sportunterricht bekommen, um die Förderung zu erhalten. Dies könne die Schule mit ihren drei Klassen nicht erfüllen. "Ich bin aber guter Dinge, dass diese Richtlinie noch geändert wird. Denn besser, billiger und sinnvoller können wir die Sanierung nicht machen", beendete der Bürgermeister seine Einblicke in die Bürokratie. (rti)

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