19.02.2018 - 12:08 Uhr
Neualbenreuth

TSV Neualbenreuth: Zu wenig Jugendtrainer Fußballer im Aufwind

Der TSV Neualbenreuth bietet vor allem den 103 Kindern und Jugendlichen viele Sportmöglichkeiten, aber auch die Erwachsenen kommen nicht zu kurz. Dies wird bei den Berichten der Spartenleiter in der Jahreshauptversammlung deutlich.

Einen besonderen Zoiglkrug sowie Blumen und eine Gutschein gibt es für Zumba-Trainerin Manuela Sigl-Pilsak (Zweite von links) und Beate Bernt. Vorsitzender Rainer Ott und Jugendleiter Jürgen Heinl (von rechts) überraschten die Damen damit. Bild: rti
von Martin Maier Kontakt Profil

"Wir bieten ein echtes Hobby", erklärte Jugendleiter Jürgen Heinl. Beim Fest zum Saisonauftakt legten die Mädchen und Buben das DFB-Abzeichen ab. Über 60 Abenteuerer wagten sich beim Ferienprogramm in ein Untertagebergwerk in Tschechien. Als Weihnachtsgeschenk gab es für alle "ein lässiges TSV-Basecap".

Für 2018 habe er sich vorgenommen, die Treffen der Trainer und Betreuer zu intensivieren. Zudem plane er eine Tischtennis-Marktmeisterschaft. Der Wanderpokal sei noch im Besitz des Vorsitzenden Rainer Ott. Im Ferienprogramm will der Jugendleiter ein Tennis-Schnuppern und eine Fahrt ins Altmühltal in den Dinopark anbieten.

Großer Altersunterschied

Im Jugendfußball ist momentan nur eine Mannschaft mit der C-Jugend im Spielbetrieb. Allerdings trainieren rund 20 Mädchen und Buben bis zur U13 wöchentlich. Als Übungsleiter fungieren Zacharias Frank und Norbert Scharnagl. "Wir haben sehr viele Kinder. Daher bräuchten wir noch Unterstützung", erklärte Scharnagl. Auch wegen des großen Altersunterschieds der Gruppe seien weitere Betreuer unbedingt notwendig. Darauf verwies auch C-Jugend-Trainer Thomas Küblböck, dessen Kader 16 Leute umfasst. "Wenn es immer weniger Betreuer gibt, rächt sich das langsam", machte auch Ott deutlich.

"Wir haben ein sehr erfolgreiches Jahr hinter uns", freute sich Fußball-Spielleiter Martin Maier. In 29 Punktspielen holte die "Erste" 67 Punkte und ging nur viermal als Verlierer vom Platz. In der vergangenen Saison machte das Team nach der Winterpause sehr schnell den Klassenerhalt perfekt. Danach kam es nach fünf Jahren zum Wechsel auf der Trainerposition. Jürgen Schmidkonz übernahm das Amt von Jaroslav Simku. Und der Neue startete furios.

Die beeindruckende Bilanz: 15 Siege, 2 Remis und nur 2 Niederlagen. Zur Winterpause belegt die Mannschaft den zweiten Platz. "Bei so einer Bilanz gibt es natürlich nicht viel auszusetzen", stellt Maier fest. Um dieses Niveau zu halten, sei nun aber wieder eine gute Vorbereitung nötig. Bei der zweiten Mannschaft sprach er von einem Auf und Ab. Dort könnte die Trainingsbeteiligung besser sein. Um weiterhin eine konkurrenzfähige Mannschaft zu stellen, sei es unumgänglich, weiterhin im Jugendbereich gute Arbeit zu leisten.

Für die Kleinsten gibt es Bambini-Turnen (zwischen 4 und 6 Jahren) und Kinder-Turnen (bis 10 Jahre). Momentan toben sich jeweils rund 10 Mädchen und Buben unter der Leitung von Marina Schwartling, Simone Schnurrer und Regina Schnurer aus.

Viele Ausfälle bei Keglern

Über großen Zuspruch freut sich weiterhin Zumba-Trainerin Manuela Sigl-Pilsak. "Ich mache das mittlerweile seit 7 Jahren, und es macht noch immer mega Spaß." Die über 30 Kinder sind in 2 Gruppen eingeteilt. Dabei kommen auch viele Mädchen und Buben, die nicht in der Gemeinde wohnen. "Auftritte nehmen wir immer gerne an", verwies sie unter anderem auf Darbietungen beim Teichfest oder bei Faschingszügen. Heuer sollen die Kleinen auch ihr Können auf der Fitness-Messe in Mitterteich zeigen.

Über 10 Damen tummeln sich in der Erwachsenen-Gruppe. Dort seien aber auch jederzeit Herren willkommen. "Ich muss die Jungs loben. Sie werden jedes Jahr besser", blickte Sigl-Pilsak auf das Männerballett "Bruder-Claus-Sisters", das sie mit Franziska Köhler trainiert.

Von den Keglern berichtete Christian Bernt. Die "Erste" ist weiterhin in der Verbandsoberliga auf Punktejagd. Wobei das Team momentan gegen den Abstieg kämpft. "Wir haben sehr viele Ausfälle. Aber ich bin guter Dinge, dass wir drin bleiben." Die "Zweite", die vergangene Saison knapp die Meisterschaft verpasst hatte, schiebt in der Verbandsklasse. Die Sparte hat 35 Mitglieder, davon sind 25 aktiv. Besonders stolz war Bernt, dass es gelungen ist, mehrere junge Sportler für das Kegeln zu begeistern.

Zu fast 100 Trainingseinheiten kam die Sparte Ski zusammen. Als Höhepunkt bezeichnete Leiter Rudi Maske den Ausflug nach Amaten mit über 35 Sportlern. Die Organisation hatte wieder Jürgen Faltenbacher übernommen. Zu den 2 Inliner-Tagen kamen jeweils 16 Kinder. Auch das Frauenturnen wird gut angenommen. Bei den rund 35 Einheiten hielten sich immer zwischen 5 und 10 Damen fit. Leiterin Christa Söllner: "Bei uns steht Ausdauer und Beweglichkeit und nicht der sportliche Erfolg im Vordergrund." Sie bekommt dabei Unterstützung von Renate Rosner und Daniela Ernstberger.

Glänzende Damen

"Du lässt den Sportverein glänzen", lobte Jugendleiter Jürgen Heinl Zumba-Trainerin Manuela Sigl-Pilsak. Anstatt seinen TSV-Oscars überreichte er heuer einen selbst gestalteten Sternen- Zoiglkrug. Zudem hatte Vorsitzender Rainer Ott ein Geschenk für Beate Bernt, die fast ein Jahrzehnt für Sauberkeit im Sportheim gesorgt hatte. "Ich hoffe, wir können immer wieder auf deine Hilfe zählen", erklärte Ott. (rti)

Wenn es immer weniger Betreuer gibt, rächt sich das langsam.TSV-Vorsitzender Rainer Ott

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