15.10.2017 - 20:00 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Vortrag "Radioaktivität zum Anfassen" Nicht nur in der Medizin hilfreich

Man kann sie nicht sehen, riechen, fühlen oder schmecken. Doch Radioaktivität gibt es seit der Entstehung der Erde. Detailliertes Wissen vermittelt Rudolf Geipel im Sibyllenbad-Forum.

Rudolf Geipel sprach im Sibyllenbad-Forum über Radioaktivität, wobei er auf die vielen Anwendungsmöglichkeiten hinwies. Bild: exb
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"Radioaktivität zum Anfassen" war der Vortrag im Sibyllenbad-Forum überschrieben. Gäste aus nah und fern konnten sich über Radioaktivität informieren. Mit Rudolf Geipel aus Regenstauf hatte das Sibyllenbad einen kompetenten Referenten verpflichtet. Er ist Mitautor der Schrift "Radioaktivität und Strahlungsmessung" des Bayerischen Umweltministeriums sowie weiterer Publikationen über Radioaktivität.

Die Radioaktivität, so Geipel bei seinem Vortrag, sei auf der Erde seit dem Urknall vorhanden "und umgibt uns heute immer noch". Sie habe unser Leben erst ermöglicht und sei noch immer lebensnotwendig. Der Mensch habe ihr durch Atombomben und durch die schwer kontrollierbare Kernkraft sowie die daraus resultierenden Probleme der Entsorgung radioaktiver Abfälle ein schlechtes Image gegeben. Radioaktivität könne man nicht fühlen oder sehen. Kein Wunder also, dass man der Radioaktivität ablehnend gegenüber stünde und sich vor ihr fürchte, zumindest aber misstrauisch wäre, meinte Rudolf Geipel.

Krebstherapie

Dabei vergesse man die vielen positiven, hilf- und segensreichen Anwendungen der Radioaktivität in Medizin und Technik, die Möglichkeiten des Einsatzes bei der Erkennung und Bekämpfung von Krebs oder die zerstörungsfreie Untersuchung von Werkstoffen. Der Referent befasste sich auch mit der Thematik, ob auch geringe Mengen von Radioaktivität bereits gesundheitsschädlich seien und was eine höhere oder niedrigere Umweltradioaktivität bewirke. Weiterhin behandelte er die Folgen der Radioaktivität in Lebensmitteln beziehungsweise die Frage, ob es sogar Lebensmittel gäbe, die von Natur aus radioaktiv seien. Der Referent und Autor vermittelte seinem Publikum Grundlagen, "die jeder kennen sollte, damit er sich eine objektive Meinung bilden und sachlich urteilen kann". Deshalb wurden bei diesem Vortrag nicht nur Bilder und Tabellen gezeigt, mit denen Fakten veranschaulicht wurden, sondern auch Versuche vorgeführt, die zeigten, dass um uns herum, in unserer Umgebungsluft, in unserem Wasser oder in unserer Erde beziehungsweise in unseren Gesteinen Radioaktivität vorhanden ist. Diese Versuche waren ungefährlich, da nur "Dinge" verwendet wurden, die den Menschen sowieso tagtäglich umgeben.

Radontransfer

Der ausführliche Vortrag passte gut zur Radontherapie des Sibyllenbades. Bei der Radontherapie in der Einzelwanne nehme der Patient das Radon durch die Haut und die Atmung auf und gebe es durch die Atmung wieder ab. Dieser Vorgang werde Radontransfer genannt. Bei diesem zerfalle ein sehr kleiner Teil des Radons in der Haut und im Körper und setze Alpha-Strahlung frei. Dieser Zerfallsprozess löse eine biopositive Wirkung aus, die Entzündungen hemme und anhaltend Schmerzen lindern könne.

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