10.07.2017 - 20:00 Uhr
Sport

Tagung der A-Klassen Mit Fairness zum Erfolg

Zu Beginn der Spielgruppentagung der A-Klassen West, Mitte und Ost stellte sich der neue Bezirks-Onlinebeauftragte der Oberpfalz, Timmy Schlesinger aus Vohenstrauß, vor. Er startete seinen Bericht mit dem beim Bayerischen Fußballverband (BFV) beliebten Liveticker. Schlesinger führte die Vorteile vor und appellierte an die Vereine, ihre Spiele zu tickern. Dies würde einen Klub auch ein Stück weit attraktiver machen. Außerdem könne er sich persönlich vorstellen, dass es der BFV auch für die A-Klassen zur Pflicht macht, wenn die Bereitschaft bei der aktuellen freiwilligen Basis so gering sei.

von Tobias ZiereisProfil

Grätsch der Beste

Spielleiter Ludwig Held blickte auf die vergangene Saison zurück. In der A-Klasse West sicherte sich der SV Pullenried verdient die Meisterschaft, der FC Wernberg II schaffte in der Relegation ebenfalls den Kreisklassen-Aufstieg. Der FC OVI/Teunz II zog seine Mannschaft aus der A-Klasse zurück und wir in der kommenden Saison wieder in der B-Klasse spielen. Der TuS Dachelhofen musste am letzten Spieltag sein Team komplett aus dem Spielbetrieb zurückziehen - wegen Spielermangels. In der kommenden Saison geht der ehemalige Kreisklassist gemeinsam mit dem TSV Klardorf auf Torejagd, der aus der Kreisklasse in die A-Klasse absteigen musste. Die Torjägerkanone sicherte sich Dominik Grätsch vom SV Pullenried mit 29 Treffern. Dass man auch mit Fairness Erfolg haben kann, wurde in der A-West deutlich, denn mit dem FC Wernberg II, DJK Weihern/Stein und dem SV Pullenried kommen die fairsten Teams aus den Top 4 der Liga. Am hinteren Ende der Tabelle befanden sich der SC Sinopspor, SC Altfalter und der SC Teublitz.

Die fairste aller Ligen war jedoch die A-Klasse Mitte. Hier zogen die Schiedsrichter nur 35 Gelb-Rote und 13 Rote Karten. Besonders positiv fielen hier der TSV Nittenau II, der TB 03 Roding II und der 1. FC Neunburg auf, während bei der SpVgg Mitterdorf, der SpVgg Bruck und dem SV Schwarzhofen II Verbesserungspotential herrscht. Held betonte aber, dass auch die letzten drei Teams wahrlich nicht überaus unfair agiert haben. Auch in der A-Mitte schafften zwei Mannschaften den Aufstieg, denn neben dem VfB Wetterfeld gelang auch dem 1. FC Neunburg in der Relegation ein perfekter Saisonabschluss. Absteigen musste die Bezirksliga-Reserve des SV Schwarzhofen. Als bester Torjäger wurde Jan Havlicek vom Meister VfB Wetterfeld ausgezeichnet (35 Tore).

In der Relegationsrunde wurden in diesem Jahr lediglich acht Entscheidungsspiele ausgetragen. Dies lag daran, dass einige Mannschaften aus dem Kreis Cham/Schwandorf den Landesliga- bzw. Bezirksliga-Aufstieg bzw. Klassenerhalt schafften, dadurch wurden zusätzliche Plätze in den unteren Klassen frei, so dass weitere Entscheidungsspiele - zugunsten der betroffenen Vereine - nicht mehr nötig waren.

Klaus Kores berichtete vom Spieljahr aus der Sicht des Kreissportgerichts. Insgesamt war es ein angenehmes Arbeiten mit den Vereinen, die Fälle (313) gingen gegenüber dem Vorjahr zurück. Von den insgesamt 119 Klubs im Kreis Cham/Schwandorf waren 98 betroffen. Kores hob dennoch die Höhe der verhängten Geldstrafen hervor, "denn die 12 193,92 Euro könnten sicher anderweitig besser angelegt werden." Der größte Teil wurde - wie jedes Jahr - von den Nichtantritten vieler zweiter Mannschaften verursacht (3550 Euro).

Neulingskurs in Cham

Karl-Heinz Späth berichtete in Vertretung von Kreisschiedsrichter-Obmann Florian Fleischmann vom Schiedsrichterwesen. Nach wie vor hat die SR-Gruppe zu wenige aktive Schiedsrichter, er bat deshalb die Vereine, diejenigen, die die Prüfung bereits absolviert haben, anzusprechen. Natürlich sind auch neue Referees gerne willkommen. Dazu findet im September wieder ein Neulingslehrgang in Cham statt. Späth wies die Vereine außerdem darauf hin, dass der leitende Ordnungsdienst für die Schiedsrichter erster Ansprechpartner sei, "wenn einmal etwas aus dem Ruder läuft". Aus diesem Grund müsse sich dieser vor dem Spiel beim Unparteiischen vorstellen. "Es bringt also nichts, wenn im Spielbericht irgendjemand eingetragen wird, der am Spieltag nicht vor Ort ist", machte Späth klar.

Ludwig Held blickte noch kurz auf die anstehende Saison. In den A-Klassen treten 38 Mannschaften an. Dabei wurden er und sein Mitstreiter Alfons Hirzinger wieder vor eine große Herausforderung gestellt. "Leider werden wir es bei der Gruppeneinteilung nie schaffen, es jedem vollkommen recht zu machen", verdeutlichte Held. Er hoffe, dass die Endlösung jedoch für alle tragbar sei. Eine große Schwierigkeit war - wie auch schon im vergangenen Jahr - die Einteilung der B-Klassen. Hätte man sich an die drei A-Klassen angelehnt, wären zwei Gruppe á sieben Mannschaften und eine Gruppe mit acht Mannschaften entstanden. "Dadurch wäre sicherlich kein ordentlicher Spielbetrieb gewährleistet", bemängelte Held. Aus diesem Grund wurde die "B-Klasse Mitte" wieder geteilt, so dass drei Mannschaften in den Osten und fünf in den Westen.

B-Klassen-Einteilung

Gruppe 6: SG Altrandsberg II, DJK Arnschang II, FC Chamerau II, 1. FC Katzbach II, FC Raindorf II, SG Sattelpeilnstein II, SV Thenried II, SV Bernried II, SpVgg Mitterdorf II, SV Mitterkreith II

Gruppe 8: SC Weinberg Schwandorf II, FC Maxhütte-Haidhof II, DJK Weihern/Stein II, SG TSV Klardorf II,DJK SV Steinberg II, FC Saltendorf II, TSV 1880 Schwandorf II, SV Altendorf II, SC Altfalter II, SpVgg Bruck II, SV Seebarn II, SV Erzhäuser/Windmais II

Leider werden wir es bei der Gruppeneinteilung nie schaffen, es jedem vollkommen recht zu machen.Spielleiter Ludwig Held
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp