02.03.2018 - 20:00 Uhr

Bedenken im Gemeinderat gegen Solarpark Schönlind "Zu nah an Osterhöhle"

Zwei Solarparks sollen demnächst in der Gemeinde Neukirchen Sonnenstrom ins Netz einspeisen. Während ein Standort im Gemeinderat unumstritten ist, gibt es gegen den zweiten Einwände.

von Wolfgang BerndtProfil

Die Firma Greenovative aus Nürnberg plant einen Solarpark in Neukirchen im Bereich des Bahnhofs zwischen den Gleisanlagen in Richtung Schwandorf und Weiden. Im Dezember 2017 entschied sich der Gemeinderat, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen und zugleich den Flächennutzungsplan zu ändern.

David Neidl vom Planungsbüro Neidl + Neidl aus Sulzbach-Rosenberg stellte die Entwürfe vor, die allseits Gefallen fanden. Genauso einstimmig beschloss das Gremium die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit nach dem Baugesetzbuch und der Behördenbeteiligung für beide Bauleitverfahren.

Während der Standort des Solarparks Neukirchen unumstritten ist, gab es bei der Vorstellung des Solarparks Schönlind in der Gemarkung Trondorf Einwände. Dieses Projekt betreibt die Firma Grammer Solar aus Amberg. Dabei kritisierten die Gemeinderäte Birgit Berendes und Leonhard Rösel die Nähe zur Osterhöhle und bemängelten, dass eine große Ackerfläche geopfert werden soll. Dennoch brachte der Gemeinderat mit neun gegen fünf Stimmen das Verfahren auf den Weg.

Nur zur Hälfte haben die bayerischen Kommunen bis dato die Fördermittel des Freistaats für den Breitbandausbau abgerufen. Deshalb wolle er jetzt den Gemeinden verstärkt unter die Arme greifen, bei denen die erste Zuteilung nicht ausgereicht hat, um das schnellere Internet flächendeckend zu gewährleisten. Der sogenannte Höfebonus beschere der Gemeinde Neukirchen eine zusätzliche Fördersumme von bis zu 910 000 Euro.

Einstimmig unterstützten die Räte den Beschlussvorschlag der Verwaltung, der einen dritten Bauabschnitt mit Peilstein und Oberlangenfeld beinhaltet. Da auch der Ortsteil Unterlangenfeld in der Gemeinde Weigendorf noch unterversorgt ist, streben die beiden Nachbarn eine gemeinsame Ausschreibung an.

Hinter verschlossenen Türen hat der Gemeinderat im Dezember den Bau einer Kinderkrippe in Neukirchen im alten Feuerwehrhaus beschlossen, informierte Bürgermeister Winfried Franz. Der Förderantrag wird bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht und das Architekturbüro Popp in Nürnberg eingeschaltet.

Als heißes Thema entpuppte sich der Zustand der Wald- und Wanderwege, den Hans Sebald ansprach. Die Situation sollte auf jeden Fall verbessert werden, wünschte sich Birgit Berendes, die offensichtlich den anderen Gemeinderäten aus dem Herzen sprach. Peter Achatzi bat, zu klären, ob es einen Verantwortlichen für die Pflege der Wanderwege gibt.

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