Kirwawochenende in Fromberg, Niederricht und Kummerthal
Auf gekühlten Füßen zum Tanz

Obwohl sie sich am Pool die Zeit für etwas Wellness nahmen, waren die Fromberger Kirwamoila auf ihrer Flucht am Sonntagnachmittag den Burschen, die sie suchten, immer einen Schritt voraus. Bilder: ker (2)

Turbulente Tage liegen hinter drei kirwafreudigen Dörfern im Westen der Herzogstadt. In Fromberg, Niederricht und Kummerthal hieß es am Samstag, die Hagelschäden vom Vorabend zu beseitigen. Am Sonntag waren sie dann die Stationen einer Verfolgungsjagd.

Fromberg. Nachdem die Fromberger am Donnerstag nach kurzer Suche ihre Kirwa ausgegraben hatten, ging es im Wirtshof der Familie Übler mit der Schlachtschüssel richtig los. Die Moila und Boum hatten die ganze Woche über alles bestens vorbereitet.

Der Arbeitseinsatz am Freitag, bei dem das Loch gegraben wurde, ging noch glatt über die Bühne. Dann zeigte sich der Himmel aber von seiner launischen Seite und hagelte regelrecht in die Kirwa hinein. Doch sie nahm unbeeindruckt ihren Lauf.

Am Samstagmorgen zogen die Burschen in den Wald der Familie Siegert aus Kummerthal, um den versprochenen Baum abzusägen. Derweil wurden überall die Spuren des Hagels beseitigt. Als Sebastian am Nachmittag dem Baum auf die Wiese hinterm Wirtshaus beförderte, zeigte sich Fromberg wieder von seiner schönen Seite; nur ein paar Blumen fehlten. Auf Kommando von Karl-Heinz Pilhöfer, der die Schwalben für den aufgeweichten Wiesenboden extra präpariert hatte, ging es auch mit dem Baum wieder aufwärts. Karin und die Gmoimoila musizierten zum Aufstellen. Die Kirwamoila ließen den Nachschub an flüssiger Nahrung nicht abreißen. Nach Fromberger Rekordzeit stand der Kirwabaum um Fünfe am Nachmittag fest verkeilt im Boden. Die anschließende Baumwache verlief sehr ruhig, von Frevlern war keine Spur. Der Kirwasonntag begann wie immer mit den Frühschoppen und Gurzern der Kirwaboum. Beim Mittagessen hatten sich die Moila schon mal von den Boum getrennt. Auf einem Kirwawagen flüchteten sie, mit Sebastian als Zugpferd, nach Niederricht. Hier wurden erst mal die Beine in einem Pool gekühlt.

Als die Boum den Verlust bemerkten, fuhren sie mit dem zweiten Gespann von Fabian nach. Die Moila hatten sich aber zwischenzeitlich nach Kummerthal abgesetzt, und so suchten die Boum in Niederricht vergeblich. Nach einer Stärkung zogen sie weiter und fanden dann auch in Kummerthal nichts außer flüssigem Seelentrost. Erst in Fromberg sahen sich die Kirwapaare wieder.

Zusammen mit dem Bätzn, dem Fassl und den Kirchenreinbachern Spitzboum zogen die Kirwaleit zum Baumaustanzen. Bodenständiges Brauchtum ist bei den jungen Leute noch angesagt. Dreher, Walzer, auch Zwiefache und die Sternpolka legten die Boum und Moila sauber aufs Podium. Die Zuschauer hielten alles mit ihren Smartphones fest. Maria Siegert und Philip Strobel standen am Ende als Oberkirwapaar fest.
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