14.03.2018 - 18:32 Uhr

Kreisfeuerwehrverband Amberg-Sulzbach tagt in Neukirchen Feuerwehr ist wirklich unbezahlbar

Verbandsversammlung mal anders - in Form von Talkrunden. Die gaben in Neukirchen detailliert Einblick in die Arbeit der Feuerwehren im Landkreis. Und boten auch ein Podium für etliche Ehrungen.

Viele verdiente Kräfte der Landkreis-Feuerwehren wurden geehrt. Dazu gratulierten Kreisbrandinspektor und stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender Hubert Blödt (links), stellvertretender Bezirksverbandsvorsitzender Anton Bögl (Dritter von links), Harald Schwartz (Siebter von links) sowie (von rechts) Kreisbrandrat Fredi Weiß, Bürgermeister-Vertreter Florian Junkes, Bürgermeister Winfried Franz und stellvertretender Landrat Hans Kummert. Bild: egl
von Florian Schlegel (egl)Profil

Amberg-Sulzbach. Der Kreisfeuerwehrverband Amberg-Sulzbach hatte sich diesmal eine andere Art der Verbandsversammlung einfallen lassen: Jürgen Meyer von Radio Ramasuri moderierte den Abend und ließ die verschiedenen Fachbereiche (FB) und Ehrengäste in Talkrunden zu Wort kommen.

Kreisbrandmeister (KBM) Armin Daubenmerkl (FB Schaumtraining) berichtete von fünf Ausbildungen im vergangenen Jahr. Für 2018 seien bereits alle Termine ausgebucht, für das folgende Jahr nur noch wenige verfügbar. Kreisbrandinspektor (KBI) Christof Strobl nahm Stellung zum FB Technische Hilfeleistung. Dass die Einsätze hier immer mehr werden, musste er den Anwesenden nicht erklären. Dazu werden Lehrgänge vor Ort mit den eigenen Geräten angeboten. Seit 2017 gibt es ein Netzwerk für Gerätewarte, von KBM Jürgen Schloß ins Leben gerufen.

Eine Abendschulung in der Rettungswache in Sulzbach-Rosenberg wurde bislang dreimal abgehalten. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem Rettungsdienst zu erleichtern. KBM Alexander Grafs Thema war Gefahrgut. Auch hier gab es zahlreiche Ausbildungen - CSA-Grundlehrgang, CSA-Wiederholungslehrgang und eine Einsatzübung in Auerbach. "Die Feuerwehren im Landkreis sind zu diesem Thema gut ausgebildet", resümierte Graf. 2017 gab es eine Alarmierung wegen eines Gefahrgutunfalls auf der A 6 bei Kümmersbruck - der sich glücklicherweise nicht bestätigt habe.

KBM Jürgen Ehrnsberger, FB-Leiter der Brandschutzerziehung, hat viele Nachfragen wegen der Rauchmelderpflicht seit Jahresanfang registriert. Die Zusammenarbeit mit dem Bauamt des Landratsamts sei hervorragend. Auch die Brandschutzerziehung mit Kindern war ein großes Thema in diesem Fachbereich.

KBR Fredi Weiß, Landkreis-Feuerwehrarzt Marc Bigalke und der neue Kreisjugendfeuerwehrwart Sven Schmidt waren die nächsten, die sich den Fragen von Meyer stellten. Weiß gab einen kurzen Rückblick auf ein anstrengendes Jahr für die 114 Feuerwehren im Landkreis. Insgesamt mussten die rund 4800 Aktiven zu 1675 Einsätzen (225 Brandeinsätze, 1048 technische Hilfeleistungen, 69 Sicherheitswachen und 333 sonstige Tätigkeiten) ausrücken. Die Feuerwehren im Landkreis sind laut Weiß sehr gut aufgestellt und unverzichtbar: "Würde es keine freiwilligen Feuerwehrdienstleistende mehr geben, bräuchten wir sechs bis sieben Berufsfeuerwehrwachen und diese würden alleine mit 36 Millionen Euro Personalkosten zu Buche schlagen."

Marc Bigalke lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst. Sven Schmidt sprach über die Zahl der jugendlichen Feuerwehrler im Landkreis.Auch Ehrungen standen auf der Tagesordnung. Vorsitzender KBR Fredi Weiß würdigte mit der Ehrennadel in Gold Georg Dotzler (Feuerwehr Großschönbrunn). Das Ehrenkreuz in Silber erhielten Vinzenz Praller (FFW Ransbach), Georg Grembler (FFW Königstein), Heinrich Eichenseer (FFW Wolfsbach), Peter Pichl (FFW Schnaittenbach), Heinz Pickel (FFW Augsberg) und Werner Luber (FFW Röckenricht). Die höchste Auszeichnung des Kreisfeuerwehrverbandes, das Ehrenkreuz in Gold, bekam KBR Fredi Weiß (FFW Schnaittenbach).

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