Stammtisch Kuemmerling lädt im Eiselbachtal zum Krippenspiel
Heilige Nacht fast vor der Haustür

Die Darsteller des Krippenspiels ernteten vom Publikum viel Lob für ihre Szenenfolge. Freude bereiteten den Kindern vor allem die mit eingebundenen Tiere. Bild: hfz

Oberreinbach. Bei einem herrlichen Mondscheinabend machten sich die Darsteller des Krippenspiels mit Fackeln und Laternen gemeinsam auf den mit Kerzen beleuchteten Weg ins Eiselbachtal. Allen voran der Engel, gefolgt von Maria und Josef und einer Schar von Hirten. Zwei stattliche Schafe der Familie Sperber aus Niederricht und als Oberhirte der Wonger-Hartl mit seinen Hund Sasa begleiteten die Gruppe.

Herrliche Kulisse

Überwiegend die Jugendlichen des Stammtisches Kuemmerling hatten im Wald eine herrliche Kulisse gezaubert. Weithin sichtbar leuchtete der Stern über dem Stall, in dem bildlich Ochs und Esel standen, verkörpert von zwei Ponys von Gerhard Weber.

"In da altn Hoimat" hieß das Mundartkrippenspiel aus der Feder von Hannelore Stielper, das sie auch selbst vortrug. Mit Leidenschaft ließen die Kinder das Geschehen von damals aufleben: Maria (Celin Übelacker), Josef (Maurice Übelacker), die Hirten Laidl (Leo Tuchbreiter), Stofferl (Eva Tuchbreiter), Jakl (Jakob Walther), Girgl (Julia Pirner), Christl (Anne Wild), Johann (Mira Spieß), Hartl (Wonger-Hartl) und der Engel (Linda Wild). Es gab auch Szenen der Herbergssuche, darin agierte als Vetter, Basl und Wirtin Sophie Sebald. Bei den schlagfertigen und lustigen Sprüchen der Hirten ließen sich die Zuhörer immer wieder zum Lachen hinreißen. Zwischen den einzelnen Handlungen sang der Eiselbachtaler Weihnachtschor unter der Leitung von Ingrid Hufnagel internationale Weihnachtslieder. Auch der Neukirchener Posaunenchor trug zur weihnachtlichen Stimmung bei. Pfarrerin Anja Matthalm erinnerte in der anschließenden Andacht, dass zur Zeit viele keine Heimat haben, etwa die vielen Flüchtlinge. Auch Jugendliche, die zur Berufsausbildung in die Welt hinaus müssen, suchten eine neue Heimat. Der neue katholische Gemeindereferent Daniel Schütz stellte sich der Gemeinde vor und sprach die Fürbitten. Mit dem gemeinsamen "Stille Nacht" klang die Feier aus.

Bürgermeister Winfried Franz ließ es sich nicht nehmen, sich bei Hannelore Stielper mit einer Urkunde und einem Geschenk für ihr 20-jähriges ehrenamtliches Engagement für die Waldweihnacht des Stammtisches Kuemmerling zu bedanken. An den zahlreichen Lager- und Schwedenfeuern und einem Ofen mit Stehtischfunktion, den Peter Holzwarth gebaut hatte, genossen die Besucher noch lange die romantische Stimmung bei Glühwein, Plätzchen und heißen Wienerln. Die gesammelte Kollekte geht heuer an das Rote Kreuz für "Helfer vor Ort".
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