01.11.2017 - 14:22 Uhr
Oberpfalz

Thesensammlung im evangelischen Gemeindehaus Kirchen gefordert, neue Wege zu gehen

Sein großes Thema war die Freiheit des Menschen. Martin Luther wollte die Kirche von Missständen befreien und sich zurückbesinnen auf Jesus Christus und die Heilige Schrift. Er predigte den Menschen die Freiheit, die sie vor Gott haben, so die Botschaft beim Gottesdienst zum Reformationsfest in der evangelischen Kirche St. Peter und Paul.

Die ausgestellten Bibel kamen allesamt aus Haushalten in der Kirchengemeinde St. Peter und Paul. Bild: rtw
von Autor RTWProfil

Neben den Mitgliedern der Kirchengemeinde kamen auch katholische Christen und Vertreter der politischen Gemeinde in die Kirche. Neben der Orgel waren auch der Posaunenchor und der Kirchenchor mit Kirchenliedern zu hören.

In ihrer Predigt beleuchtete Pfarrerin Anja Matthalm den Unterschied zwischen den Zeiten vor 500 Jahren und jetzt. Das zentrale Instrument der Verkündigung, die Bibel, war damals nicht selbstverständlich für alle immer verfügbar. "Mir kommt es vor, als wäre die Bibel wie eine Schatztruhe im Keller, deren Schlüssel ich verloren habe. Ich weiß um ihre Existenz. Ich sehe sie regelmäßig stehen. Doch da mir der Zugang fehlt, verliere ich nach und nach das Interesse", umriss Matthalm das Denken vieler Menschen. Die Kirchen, ob evangelisch oder katholisch, seien gefordert, neue Wege zu gehen, um den Glauben nach außen zu tragen und standhaft zu vertreten.

Die Pfarrerin forderte die Gottesdienstbesucher auf, ihre Thesen zur Situation der Kirche auf ein großes Plakat zu schreiben, das nach dem Gottesdienst im Gemeindehaus bereitstand. Auch Ideen, die in die Zukunft gerichtet sind, hatten dort ihren Platz. Diese Thesen sollen dann in der Kirchengemeinde als Grundlage dienen, um Jesus Christus und die erlösende Kraft Gottes wieder neu zu verkündigen.

Eine Ausstellung in der Kirche versammelte sowohl historische Familienbibeln als auch künstlerisch gestaltete Exemplare. Die Leihgaben stammten allesamt aus Haushalten der Kirchengemeinde.

Mir kommt es vor, als wäre die Bibel wie eine Schatztruhe im Keller, deren Schlüssel ich verloren habe.Pfarrerin Anja Matthalm

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