25.07.2017 - 20:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Ausstellung zur Festspielzeit befasst sich mit Hieronymus von Prag Ein Rebell und Reformer

Ein Weggefährte des Reformators Jan Hus begegnet aktuell den Besuchern im Schwarzachtaler Heimatmuseum. Die Ausstellung zur Festspielzeit befasst sich mit dem böhmischen Gelehrten Hieronymus von Prag.

Museumsleiter Theo Männer beleuchtete zur Ausstellungseröffnung das Leben des Reformators Hieronymus von Prag. Bild: Mardanow
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Erneut bereichert das Museum das Begleitprogramm zu den Aufführungen des Festspiels "Vom Hussenkrieg". Konzipiert wurde die acht Tafeln umfassende Präsentation durch das Hussitenmuseum im tschechischen Tabor und das Hus-Hus in Konstanz. Namentlich nannte Museumsleiter Theo Männer Dr. Libuse Rösch und Magister Jakub Smrcka.

Hieronymus von Prag war ein Freund und Mitstreiter des Reformators und Kirchenkritikers Jan Hus. Laut Männer war er einst sein Schüler, später machte sich Hieronymus vor allem gegen den Ablasshandel stark. Durch den Neunburger Pfalzgrafen Johann wurde der Böhme, der vier Magister-Titel der Universitäten Paris, Köln, Heidelberg und Prag innehatte, im April 1415 auf der Rückreise vom Konstanzer Konzil gefangengenommen. Am 30. Mai 1416 wurde er als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Die Ausstellung beleuchtet den Werdegang Hieronymus' von Prag, schildert seine Reisen - sogar ins Heilige Land soll er gekommen sein - und erklärt seine Rolle als Rebell und Reformer. Desweiteren wird auf seinen Prozess in Konstanz eingegangen und geschildert, wie sich die Erinnerung an ihn entwickelt hat. Zusätzlich werden Gedenkstätten in Konstanz aufgezählt.

Die Eröffnung der aktuell dritten Sonderausstellung im Museum - neben "Neunburg im Bild" und "Postgeschichte Neunburgs" - hatte das historische Ensemble "Der Kelch" gestaltet. Bürgermeister Martin Birner wertete die Präsentation als zusätzlichen Gewinn zur Festspielzeit. Zu sehen ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten - Mittwoch von 14 bis 17 Uhr und Sonntag, 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr - sowie vor den "Hussenkrieg"-Aufführungen am 28. Juli sowie 4. und 5. August von 19.30 bis 20.30 Uhr.

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