08.12.2017 - 15:52 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Heimatmuseum entführt in die Kinderzimmer von anno dazumal Zeitreise ins Spielzeugland

Das Schwarzachtaler Heimatmuseum unternimmt einen Nostalgie-Trip ins Kinderzimmer. Bei der Sonderausstellung zur Weihnachtszeit füllen Spielsachen aus Blech und Holz die Vitrinen. Im Zeitalter von Playstation und Co. faszinieren sie den Betrachter nach wie vor.

"Als ich noch in den Kinderjahren. . ." lautet der Titel der neuen Sonderausstellung im Schwarzachtaler Heimatmuseum, die einen nostalgischen Blick in die Kinderzimmer des 19. und 20. Jahrhunderts ermöglicht. In den Vitrinen ist auch dieses Puppen-Sammelsurium zu entdecken. Bilder: Mardanow (3)
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Die Exponate reichen vom liebevoll lackierten Blechflitzer über das hölzerne Schaukelpferd und den komplett eingerichteten Kaufladen bis hin zu Brummkreisel und Puppen aller Größen. Knapp 50 sogenannte "Klein-Ensembles" hat der Schwandorfer Sammler Helmut Weiß für die nächste Sonderausstellung - die 37. im Museum seit dem Jahr 1995 - zur Verfügung gestellt.

Ideengeber und Sponsor ist Johannes Wiemann aus Nürnberg. Dem früheren Lehrer an der Gregor-von-Scherr-Realschule ist auch das Motto der Sonderausstellung "Als ich noch in den Kinderjahren. . ." eingefallen. Diese Textpassage stammt aus dem Vortragsstück "Die Beichte" von Franz von Suppé. "Das passt einfach dazu", so die Meinung Wiemanns, der mit seinem Engagement einen Beitrag zur Abrundung des Jubiläumsjahres "1000 Jahre Neunburg" leisten möchte.

Reigen an Ausstellungen

Museumsleiter Theo Männer machte beim Pressegespräch darauf aufmerksam, dass heuer bereits drei Sonderausstellungen präsentiert wurden: Zur 1000-Jahr-Feier wurde "Neunburg im Bild" ins Blickfeld gerückt, die Verleihung der Neunburger-Briefmarke mit einer Präsentation von Erwin Weinfurtner zur örtlichen Postgeschichte begleitet, und zur Festspielzeit über des Leben des tschechischen Reformators Hieronymus von Prag informiert. Dank der Exponate von Helmut Weiß könne nun eine weitere "tolle Ausstellung" gezeigt werden.

Bürgermeister Martin Birner hatte gleich mehrfach Grund zu danken: Zum einen den Mitgliedern des ehrenamtlichen Museumsarbeitskreises für ihren Einsatz bei Transport und Aufbau der nunmehr vierten Sonderausstellung in 2018. Zum anderen Johannes Wiemann für seine vielfältige Unterstützung in den vergangenen Jahren - beim Bau des Eisenbahn-Denkmals, bei der Bereicherung des Jubiläumsfestzuges mit Postkutschen und -omnibus und nun bei dieser Sonderausstellung. "Es ist schön, dass Sie uns die Treue halten", freute sich Birner.

Angesichts der Fülle an nostalgischen Spielsachen, die einen Einblick in die Kinderzimmer des 19. und 20. Jahrhunderts ermöglichen, fühlte sich auch der Bürgermeister in seine Jugendzeit zurückversetzt. So staunte er über den Detailreichtum der antiquierten Blechautos und -fahrzeuge, die teilweise mit eigener Gangschaltung und einem Rückzugsmotor ausgestattet waren. Begeistert nannte Birner die neue Präsentation "eine Ausstellung für die ganze Familie". Hier werde nicht nur "das Kind im Manne geweckt", vielmehr könne der heutige Nachwuchs entdecken, welche ausgefeilten Spielmöglichkeiten es schon in früheren Jahren gegeben habe - ganz ohne den großen technischen Aufwand heutiger Zeit.

"Auszeit im Museum"

Mit insgesamt fünf Öffnungstagen zwischen dem vierten Adventswochenende und dem Dreikönigstag ist der nostalgische Blick ins Kinderzimmer auch zwischen den Jahren möglich. Bürgermeister Martin Birner begrüßte diese Möglichkeit zu einer "Auszeit im Museum", um den Kinderträumen aus vergangenen Zeiten nachzuspüren. Eröffnet wird die neue Sonderausstellung bereits am heutigen Samstag, 9. Dezember, um 17 Uhr. Die interessierte Bevölkerung ist dazu willkommen.

Die Werbetrommel für die Ausstellung "Als ich noch in den Kinderjahren. . ." rührt das Heimatmuseum zusammen mit dem Unternehmen Media9/Schmidl-Druck, das die zugehörigen Plakate und Flyer herstellte. Geschäftsführerin Barbara Schmid bedankte sich beim Pressetermin für die wiederholte Zusammenarbeit mit dem Museum.

Öffnungszeiten

Die Sonderausstellung "Als ich noch in den Kinderjahren. . ." im Schwarzachtaler Heimatmuseum ist zu folgenden Terminen geöffnet: Sonntag, 10. Dezember, von 14 bis 16 Uhr, zum "Romantischen Burg-Advent" am Freitag, 15. Dezember, 18 bis 20 Uhr, am Samstag, 16. Dezember, 17 bis 20 Uhr sowie am Sonntag, 17. Dezember, von 14 bis 20 Uhr. Weitere Öffnungszeiten werden rund um Weihnachten und den Jahreswechsel angeboten: Am Samstag, 23. Dezember, am Dienstag, 26. Dezember sowie am Sonntag, 31. Dezember, können die Exponate jeweils von 14 bis 16 Uhr bestaunt werden. Die selben Zeiten gelten für Montag, 1. Januar, und Sonntag, 7. Januar. (mp)

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