06.03.2018 - 20:00 Uhr
Neunburg vorm Wald

"Drei Männer - nur mit Gitarre" begeistern in der Schwarzachtalhalle Von Cellulite-Partner bis Bulldogfahrer

Großes Hallo und donnernder Applaus heißt die "3 Männer - nur mit Gitarre" in der Schwarzachtalhalle willkommen. In den folgenden zwei Stunden geht ein Feuerwerk aus Liedern, frechen Sprüchen, Witzen und Geschichten über dem Publikum nieder.

Der Keller Steff, Roland Hefter und Michael Dietmayr alias "3 Männer nur mit Gitarre" begeisterten die Fans in der Schwarzachtalhalle mit ihren urbayrischen Songs und Wortwitz. Bild: weu
von Udo WeißProfil

"Seid's enttäuscht?", fragte Roland Hefter angesichts der Tatsache, dass er und seine beiden Mitstreiter Steff Keller und Michi Dietmayr nicht - wie auf den Plakaten dargestellt - nackt waren. Nach dem Titelsong "Geschichte der drei Männer", die "ned schee san, owa guat drauf", standen zunächst "Einzelgespräche" auf dem Programm. Roland Hefter machte den Anfang mit seiner Präsentation. "Des werd schon no", sang er und bezog dies auf Scheidung, Dieselaffäre und andere Probleme, die man nicht so hoch spielen sollte.

"Mamis beim Fußball"

"Schlimmer, des geht immer", meinte Hefter, als er "Elite-Partner" ausprobieren wollte, sei er zum Cellulite-Partner gekommen. Seine höchstpersönliche Erinnerung an die Zeit des Heranwachsens verband er mit dem Lied "Des Leben is eh scho schwer und jetzt kummst du daher". Mit diesem Spruch hat er einen Fußabstreifer kreiert, den man kaufen konnte.

Michael Dietmayr berichtete musikalisch vom falschen Zeitpunkt zu besonders pikanten Anlässen. In dem Song "Mamis beim Fußball" lief er zur Höchstform auf und lieferte den Beweis, dass es Weltfrieden nicht geben kann, wenn selbst Mütter sich bekämpfen. Um die Probleme mit pubertierenden Kindern ging es bei "Hey Alter, schieb Kohle rüber".

Der dritte bayrische Liedermacher, der Keller Steff, stieg mit einem Lied "mit Erotikfaktor" ein, das Begeisterungsstürme nach sich zog. Bei diesem Lied verstehe man zwar den Text nicht, aber "Gestik und Mimik reißen alles raus", merkte er an. "Der Baggerfahrer" mit Mitmachteil und "Wetterhex" folgten, und der Keller Steff eroberte ebenso seine Kollegen sofort die Herzen des Publikums.

Aber die drei können nicht nur lustig: Auch nachdenkliche Stücke, gewürzt mit Wortwitz, hatten sie im Gepäck. "Schenk ma a Liacht" und "Bin wieder dahoam" waren zwei Beispiele. Tupperparties, veganes Kochen und Elternbeirat waren Themen, die sie zu dritt in "So was Verrücktes" 'rüberbrachten. Nach der Pause zeigten die drei Tausendsassas in "Des howe vergessen" Probleme mit dem Alter auf. Hefters Wiesenhit "Mausi" riss das Publikum mit, ebenso die weiteren Lieder der "Hitrunde" wie "Der Bulldogfahrer" und "I hob koa Bier mehr".

Autogramme geholt

Über zwei Stunden lang versprühten die drei urbayrischen Liedermacher ein Feuerwerk der "Best-of-Highlights" aus ihren Einzelprogrammen an neuen frischen Liedern, frechen Sprüchen, Witzen und Geschichten, das sich mit purer Spielfreude verband und dadurch zu einem unvergesslichen Abend wurde. Natürlich ließen die Fans ihrer Idole nicht ohne einige Zugaben von der Bühne gehen und holten sich anschließend Autogramme ab.

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