10.07.2017 - 20:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Kulturarbeit im ländlichen Raum

Zahlreiche Ehrengäste begrüßten den diesjährigen Schirmherrn des Neunburger Festspiels. Bei der Feier im Pfarrheim spielte aber auch das neue Akustik-Segel eine unerwartete Rolle.

Der Eintrag des Schirmherrn Matthias Keller-May ins Goldene Buch wurde umrahmt vom (von links) Ehrenvorsitzenden des Festspielvereins Theo Männer, 2. Bürgermeisterin Margit Reichl, Bürgermeister Martin Birner, Pfalzgräfin Beate Seifert, Pfalzgraf Peter Pauly und dem Vorsitzenden des Festspielvereins Helmut Mardanow. Bilder: lg (2)
von Georg LangProfil

Bei der BR-Radltour waren im vergangenen Jahr die Kontakte geknüpft worden: Heuer ist der stellvertretende Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks, Matthias Keller-May, Schirmherr beim 35. Neunburger Festspielsommer. Gleich zum Auftakt kam der BR-Journalist bei herrlichem Premierenwetter seiner Beschirmerrolle hervorragend nach und Bürgermeister Martin Birner war voll des Lobs für diese Leistung.

Bessere Akustik

Zumindest das Publikum des "Hussenspiels" ist aber künftig nicht mehr auf einen Schirmherrn mit Draht nach oben angewiesen, denn das neue Zeltdach bietet nicht nur Schutz vor Wetterunbillen, sondern verbessert auch die Akustik. "Zarte, zurückgenommene Töne hört man bis in die letzte Reihe!", stellte Regisseur Nikol Putz fest. Beim Schirmherrnempfang im Pfarrheim spielte die mondäne Überdachung aber noch eine andere Rolle, denn der stellvertretende Regierungspräsident Walter Jonas überreichte für dieses Projekt an den Bürgermeister einen Förderbescheid aus dem Kulturfonds Bayern in Höhe von 102 600 Euro.

Martin Birner nahm gleich die Gelegenheit wahr, um dafür den anwesenden Landtagsabgeordneten Joachim Hanisch und Alexander Flierl zu danken. Zum Kreis der begrüßten Ehrengäste gehörten auch der Europaabgeordnete Albert Dess, MdB Marianne Schieder, frühere Schirmherrn und Regierungspräsidenten, die Altlandräte Hans Schuierer und Volker Liedtke, zahlreiche Kommunalpolitiker sowie Vertreter von Wirtschaft und Behörden.

Bürgermeister Martin Birner blendete auf die "Kulturarbeit im ländlichen Raum", für die, mit Blick auf den Schirmherrn, eine breite mediale Förderung von Nutzen sei. Das Festspiel selbst wertete das Stadtoberhaupt als "enormen Prestigezuwachs" für die Stadt und die gesamte Region. Dieser Erfolg beruhe aber in erster Linie auf der großartigen Leistung "unserer Laienspielschar", die "seit Ende April bei Wind und Wetter ihren Mann bzw. ihre Frau steht". Der Bürgermeister dankte allen, die sich mit ganz unterschiedlichen Funktionen vor und hinter den Kulissen in diese Erfolgsarbeit einbringen.

"Fotobahn"

Insgesamt sind das 157 Personen, wie der Vorsitzende des Festspielvereins, Helmut Mardanow, in seinem Grußwort erklärte. Mardanow freute sich, dass das neue Akustik-Segel als große Investition finanziell bewältigt werden konnte. Er verwies auf die "Fotobahn" an der Straße zum Schlosshof, wo die 35 Jahre Festspielarbeit dokumentiert sind. Matthias Keller-May zeigte sich hocherfreut über die Antragung der Schirmherrschaft im 1000-jährigen Jubiläum Neunburgs.

Er wünschte für die Spielsaison 2017 ausverkaufte Tribünen und lobte das heimatgeschichtliche Engagement, das dem Festspiel zugrunde liege.

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