Ludwig Thomas "Heilige Nacht" auf Oberpfälzisch
Auf Weg zur Krippe

Das Sänger-Trio Günter Dirnberger, Barbara Nutz und Dr. Franz Süß (von rechts) stimmte im Schlosssaal die Lieder zur "Heiligen Nacht" an. Gemeinsam mit Ensembles und Instrumentalisten der Städtischen Musikschule sorgten sie für ein beeindruckendes Hörerlebnis. Bild: agr
Kultur
Neunburg vorm Wald
09.12.2016
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Still war es im Schlosssaal, als Ludwig Thomas "Heilige Nacht" erzählt wurde. Begleitet von Musikern der Städtischen Musikschule, las Dr. Franz Süß die berühmte Weihnachtslegende in Oberpfälzer Mundart vor.

Nur vereinzelt waren Plätze frei geblieben, als die Klarinettenmusi der Musikschule den "Hirtabuam-Boarischen" zum Auftakt intonierte. Musikschulleiterin Barbara Nutz erinnerte daran, dass das Werk Thomas durch den Neunburger Wolfgang Ziereis im Jahr 2006 ins Oberpfälzische übertragen und 2007 erstmals aufgeführt wurde.

Nach dem alten Adventslied aus Wildschönau "Eröffnet die Pforten", angestimmt vom Volksmusikensemble, erhob Erzähler Dr. Franz Süß die Stimme. Ludwig Thoma ist in seiner Legende großzügig mit der Realität umgegangen. So spielt die Geschichte von Maria und Josef in einem verschneiten Landstrich mit Bergen und Almhütten. Der Verfasser schließt zwar mit den Erkenntnissen der biblischen Weihnachtsgeschichte, hat darin aber auch eigene Ansichten einfließen lassen und eigene Akzente eingebracht.

Während der Textpassagen wirkte noch mit die "Saitenmusi" der Städtischen Musikschule. Den Schlusspunkt setzten das "Rorate" und die Gesangsstimmen von Günther Dirnberger, Dr. Franz Süß und Barbara Nutz. Dazu begleiteten Wolfgang Förster (Zither), Sylvia Felgenträger (Querflöte) Jana Drabkova (Geige) und Veronika Miller-Wabra (Harfe). Mit begeistertem Schlussapplaus dankte das Publikum für eine eindrucksvolle Darbietung.
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