Neujahrsgala sorgt am 5. Januar für musikalischen Höhepunkt
Auch Radetzky-Marsch fehlt nicht

Unter der Leitung von Chefdirigent Hans Richter werden die Prager Smetana-Philharmoniker bei der Neujahrsgala am 5. Januar einmal mehr das Publikum in der Schwarzachtalhalle begeistern. Bild: weu
Kultur
Neunburg vorm Wald
30.12.2016
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Tenor Thomas Paul.

Ein reizvoller Mix aus Belcanto-Opern, Operetten-Evergreens und Tanzmusik der "Wiener Sträuße" erwartet die Gäste der Neujahrsgala in der Schwarzachtalhalle. Die Nachfrage ist groß: Für diesen besonderen Klassik-Abend am 5. Januar sind nur noch Restkarten erhältlich.

Was am Vorabend des Dreikönigsfestes musikalisch geboten wird, gereicht dem Jubiläum "1000 Jahre Neunburg" zur Ehre. Klassikbeauftragter Karl Stumpfi sparte im Vorfeld nicht mit Superlativen und schwärmte von einem "Neujahrskonzert de Luxe". Erneut gastieren die Smetana-Philharmoniker Prag, dessen Chefdirigent Hans Richter die sängerische Besetzung hervorhob: "Ich bin stolz darauf, eine derartige Qualität in meine Heimatstadt holen zu können."

Große Nachfrage

Sein rund 50 Instrumentalisten umfassendes Orchester wird renommierte Gesangssolisten aus Südkorea, Russland, den Niederlanden und Österreich begleiten. Der Maestro wird verbindende Worte zwischen den Musikstücken sprechen und so manche Künstler-Anekdote einstreuen. Die Karten-Nachfrage der Musikfreunde aus Stadt und Umland ist erfreulich groß. Preiskategorie I (35 Euro) ist bereits ausverkauft, in den Kategorien II (30 Euro) und III (25 Euro) gibt es noch Restkarten.

Mit dem "Kaiserwalzer" von Johann Strauß zum Auftakt grüßt die Pfalzgrafenstadt Neunburg die Kaiserstadt Wien. Die Zuhörer erwartet eine bunte Abfolge aus bekannten Ouvertüren, Opern- und Operettenszenen, Walzern, Polkas und Märschen. Mit dabei sind berühmte Komponisten wie Gioacchino Rossini, Giacomo Puccini, Franz von Suppé, Franz Lehár sowie Strauß Vater und Sohn. Auch die Werkauswahl kann sich hören lassen: "Don Giovanni" "Der Barbier von Sevilla", "Cenerentola", "La Boheme" und "Turandot" setzen die Akzente im ersten Teil der Neujahrsgala. Als orchestrales Intermezzo erklingt die Polonaise aus Peter Tschaikowskys bekanntester Oper "Eugen Onegin".

Im Programm wird auch die durch Luciano Pavarotti und Paul Potts zum Kult-Schlager gewordene Tenorarie "Nessun dorma" ("Keiner schlafe) aus Puccinis letzter Oper "Turandot" zu hören sein. Echte Gassenhauer der Operette sind zum Beispiel das "Vilja-Lied" und "Da geh ich ins Maxim" aus "Die lustige Witwe" sowie "Deine Lippen, die küssen so heiß" und "Freunde, das Leben ist lebenswert" aus Lehárs "Giuditta". Die Champagner-Polka von Johann Strauß darf in dieser Gala natürlich nicht fehlen. Zum Ende des offiziellen Programms erklingt der Strauß-Walzer "An der schönen blauen Donau", bevor als Zugabe der bei Neujahrskonzerten unverzichtbare Radetzky-Marsch zum Mitklatschen animieren wird.

Renommierte Solisten

Vier erstklassige internationale Solisten präsentieren die Vokalbeiträge des hochkarätigen Musikprogramms: Die niederländische Sopranistin Marisca Mulder studierte Gesang an der Musikhochschule Maastricht und trat als Lied- und Oratorio-Sängerin in Venedig, Brüssel, Amsterdam und München auf. Mezzosopranistin Daria Samarskaya, geboren in Sibirien, wurde beim Moskauer Konservatorium aufgenommen und war beim internationalen Festival junger Sänger an der Deutschen Oper Berlin unter den Preisträgern.

Tenor Thomas Paul erhielt eine erste musikalische Ausbildung bei den Sankt Florianer Sängerknaben in Oberösterreich. In der nächsten Spielzeit wird der Tenor vom Thüringer Landestheater Erfurt an das Dortmunder Opernhaus wechseln. Kein Unbekannter ist Bariton Kyubong Lee aus Südkorea. Bereits 2014 begeisterte er das Neunburger Publikum mit Arien aus "Rigoletto" und "Der Barbier von Sevilla". Nun feiert der Südkoreaner sein Comeback und schmettert erneut die Barbier-Kavantine: "Figaro hier, Figaro dort".

Rund um die NeujahrsgalaDas Programm

J. Strauß Sohn: Kaiserwalzer; Couplet des Prinzen Orlofsky aus "Die Fledermaus"; Champagner-Polka und Donauwalzer. G. Rossini: Kavatine des Figaro aus "Barbier von Sevilla"; Arie "Di tanti palpiti" aus "Tancredi"; Arie "Non piu mesta" aus "Cenerentola"; Arie "O mio babbino caro" aus "Gianni Scicci".

G. Puccini: Musetta-Walzer aus "La Boheme"; Duett "Soave fanciulla" aus "La Boheme"; Arie "Nessun dorma" aus "Turandot". W. A. Mozart: Champagner-Arie aus "Don Giovanni". P. I. Tschaikowsky: Polonaise aus "Eugen Onegin".

F. von Suppé: Ouvertüre "Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien". P. Abraham: Duett "Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände" aus "Viktoria und ihr Husar". F. Léhar: Vilja-Lied und Couplet "Da geh ich zu Maxim" aus "Die lustige Witwe"; Arien "Deine Lippen, die küssen so heiß" und "Freunde, das Leben ist lebenswert" aus "Guiditta".

Eintrittskarten

Restkarten sind noch in den örtlichen Vorverkaufsstellen im Büro- und Pressezentrum und in der Buchhandlung am Tor erhältlich.
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