20.03.2018 - 16:12 Uhr
Neunburg vorm Wald

Raiffeisen-Vorstand Thomas Stalla ist "Hussenkrieg"-Patron 2018 Schirmherr erweist sich würdig

Mit Umhang und Streitkolben gerüstet, fiebert Thomas Stalla der Premiere des Festspiels "Vom Hussenkrieg" entgegen. Doch bevor der Vorstand der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau am Sonntag zum Schirmherrn für die 36. Saison gekürt wird, muss er mehrere Proben bestehen.

Zur Feuertaufe als Schirmherr, musste Thomas Stalla Treffsicherheit mit Pfeil und Bogen unter Beweis stellen. Dominik Jobst, im Festspiel Darsteller des Bogenschützen-Hauptmanns Georg Heyraus, gab Tipps. Bilder: pko (2)
von Helga ProbstProfil

Um es vorwegzunehmen: Die ihm durch die "Hussenkrieger" gestellten Aufgaben meisterte der gebürtige Straubinger mit Bravour, und die Festspieler durften den Banker schließlich als ihren Schirmherren 2018 feiern. Auch wenn das mit dem schönen Wetter, für das ein Schirmherr eigentlich sorgen soll, beim "Probelauf" am Sonntag nicht geklappt hat: Es war eisig kalt und windig, als die Festspiel-Delegation aus Trommlern, Fanfarenbläsern, Rittern, Hussiten und Bürgerlichen durch die Hauptstraße zur Raiffeisenbank zog.

Probe für den "Burgherrn"

Und die Hussiten suchten ein sicheres Versteck für Geld, Gold und Schmuck, das sie von ihrem Raubzug durch die Oberpfalz mitgebracht hatten. Ritter "Milos" (Festspiel-Vorsitzender Helmut Mardanow) empfahl die "neue Burg" über einem alten Kellergewölbe mit einer Zugbrücke und vielen Schießscharten. Der tiefe Stadtgraben davor könne von Diebsgesindel nicht überwunden werden, versicherte er. "Aber kann man dem Burgherren trauen?", fragten sich die Hussiten. "Wir stellen ihn auf die Probe, und wenn er beim Bogenschießen trifft, vertrauen wir ihm unsere Schätze an", lautete der Plan.

Thomas Stalla und seine Gattin Stefanie wurden also "entführt" und in die Schwarzachtalhalle "verschleppt". Vor den Toren dieser Burg traf der Kandidat trotz starkem Wind und ohne Übung zwei Mal die Scheibe. In der Halle dann erwies sich das Ehepaar Stalla als begnadete Tänzer, die sich unter der Anleitung von Beate Mardanow perfekt in die Tanzgruppe "Lumpenstiefel" einfügten. Da stand der offiziellen Ernennung zum Schirmherrn nichts mehr im Wege. Helmut Mardanow überreichte die Insignien und klärte den Erwählten über seine Rechte und Pflichten als Schirmherr auf.

"Die Stadt und der Verein freuen sich sehr, dass sie die Bitter erhört haben", sagte Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl. Es sei schön, dass Stalla zum Raiffeisen-Standort Neunburg stehe und mit der Schirmherrnschaft die Verbundenheit zur Stadt zeige. "Sie werden beim Festspiel schöne Zeiten erleben", versprach sie Stalla, der mit seiner Familie in Wackersdorf lebt. Sie bat darum, den "Hussenkrieg" bei allen Gelegenheiten im In- und im Ausland zu bewerben und so den Bekanntheitsgrad, auch von Neunburg, zu steigern. Reichl übertrug dem Repräsentanten die Verantwortung für das Festspielwetter und erklärte ihm, dass auch Trinkfestigkeit bei seiner Aufgabe ganz wichtig sei.

"Ehre und Freude"

"Ja, ich will", sagte Stalla und dankte dafür, Schirmherr über das Festspiel sein zu dürfen, das heuer neu inszeniert wird. Es sei für die Raiffeisenbank und auch für ihn persönlich eine Ehre und große Freude. "Ich bin von meinen Vorgängern beeindruckt. Das sind große Fußstapfen, die sie hinterlassen haben", sagte Stalla und wünschte sieben ausverkaufte Vorstellungen bei herrlichem Wetter. Der erfolgreiche Beutezug um einen Festspiel-Schirrmherrn wurde dann stilecht mit Met aus Tongefäßen und einem Büfett gefeiert.

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