22.05.2017 - 11:14 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Schwarzachtaler Heimatmuseum präsentiert gleich zwei Sonderausstellungen Stadtbild als Inspirationsquelle

Gleich mit zwei Sonderausstellung bereichert das Schwarzachtaler Heimatmuseum das Programm zur 1000-Jahr-Feier: "Neunburg im Bild" und die "Postgeschichte Neunburgs" wurden zum Internationalen Museumstag eröffnet. Am Sonntag fiel gleichzeitig der Startschuss für die Museumssaison.

von Helga ProbstProfil

"Ohne euch gäbe es die Ausstellung nicht", dankte Martin Birner in seiner Begrüßungsrede dem Arbeitskreis Museum mit Museumsleiter Theo Männer. "Ihr habt eine großartige Sonderausstellung zusammengestellt", lobte der Bürgermeister das gelungene Werk.

Zahlreiche Besucher

Die Gruppe "Klanghölzer" stimmte musikalisch auf die beiden Sonderausstellungen ein. Die schönste Belohnung für den zeitaufwendigen Einsatz der Ehrenamtlichen war am Sonntag der Besuch zahlreicher Ehrengäste. Nach der Einführung im Schlosssaal durften sie - im Raum für Sonderausstellungen und daneben in der Abteilung Stadtgeschichte - als erste die bunte Vielfalt an Neunburg-Darstellungen bewundern.

Hinter der Sonderausstellung "Postgeschichte Neunburgs" steht Erwin Weinfurtner mit seinen Briefmarkenfreunden. Ihm sprach der Bürgermeister einen Dank für seine erfolgreiche Initiative aus, eine Sondermarke für Neunburg zum Stadtjubiläum zu beantragen. Zur Präsentation der Sondermarke war die Ausstellung zur Postgeschichte bereits in der Stadthalle aufgebaut. Jetzt haben die Stellwände einen Platz in der Sitzweil des Museums gefunden.

Reizvolle Seiten verewigt

"Einmalige Gegebenheiten und Voraussetzungen haben Künstler geradezu herausgefordert, Neunburg im Bild darzustellen", führte Theo Männer in das Thema ein. Es sei selbstverständlich gewesen, dass sich der Arbeitskreis an der Jahrtausendfeier der Stadt beteiligt. Mit Darstellungen des "Geburtstagskindes" in einer Sonderausstellung sei ein treffender Beitrag gelungen. Als Weichbild, Fernbild oder Ortsbild - immer wieder haben Künstler den Reiz der Stadt festgehalten. Die "Schokoladenseite" auf der Nordseite, die malerische Südflanke, aber auch Stadtteile wie Aign, Bleihof und Bügerl waren bevorzugte Motive.

Auch Straßenzüge (Hauptstraße und Wassergasse), einzelne Häuser (Schloss, Rathaus, Ämter, alle Kirchen und das Burgtor) finden sich in der Sonderausstellung. Für Fotos sei kein Platz mehr übrig geblieben, erklärte Männer. Die verschiedensten Techniken - Kupferstich, Holzstich, Lithographie, Öl auf Leinwand, Blech, Holz und Karton - sind angewendet worden. Aquarelle, Zeichnungen, Strohlegearbeiten und Collagen sind ebenfalls zu sehen. Nicht zu vergessen künstlerische Ansichtskarten. In diesem Bereich am bekanntesten sei Georg Dorrer, dessen Ansichtskarten früher für 20 Pfennige verkauft wurden und heute bis zu 100 Euro im Internet kosten. Die frühesten Werke in der Sonderausstellung seien ein Kupferstich von 1433 und eine Karte von 1589, auf denen Neunburg fixiert sei, informierte Männer auf seinem "Parforceritt" durch die Reihe der Künstler.

Die Sonderausstellung "Postgeschichte Neunburgs" hat Weinfurtner mit seinen Briefmarkenfreunden konzipiert und aufgebaut. Sie zeigt einen Querschnitt durch die örtliche Postgeschichte anhand von Briefen, Briefmarken, Postkarten, Urkunden, Plänen, Landkarten und vielem mehr. (Im Blickpunkt)

___

Weitere Fotos im Internet:

www.onetz.de/bildergalerie

Einmalige Gegebenheiten und Voraussetzungen haben Künstler geradezu herausgefordert, die Stadt Neunburg im Bild darzustellen.Museumsleiter Theo Männer

Holmeier stiftet Briefmarkenalbum

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp